Ziehfreund ist wieder da

Frank Ziehfreund will ab Sommer so oft wie möglich als HSG-Trainer die Siegerfaust ballen. Fotos: Rudel (2), Bulgrin

Da macht man mal einen freien Tag – und schwupps hat die HSG Ostfildern einen neuen Trainer. Naja, noch hat sie ihn nicht. Aber in der neuen Saison wird sie ihn in Frank Ziehfreund haben. Willkommen zurück im EZ-Land, Frank Ziehfreund!

Beide Teile der Nachricht sind nicht überraschend. Dass Frank Ziehfreund wieder in der Region auf der Bank auftauchen wird. Und dass die Ära Michael Schwöbel in Ostfildern zu Ende geht. Schwöbel ist Ostfilderner und er hat als Spieler und Trainer einiges mitgemacht. Aber man kann, so mein Eindruck, seiner eigenen Aussage nicht widersprechen, dass neue Impulse der Mannschaft gut tun werden.

Das ist nunmal nicht ungewöhnlich im Sport. Fünf Jahre sind eine lange Zeit und gerade, wenn man gefühlt alles miteinander erlebt hat, kann man dann auch mal sagen: Jetzt ist es genug. Bei der HSG werden sie Michael Schwöbel – Ostfilderns Mr. Relegation – mit Sicherheit immer herzlich begrüßen, wenn er sich in Scharnhausen oder Ruit in der Halle blicken lässt. Sein nicht ganz heimlicher Wunsch dürfte sein, sich mit dem Aufstieg in die Württembergliga zu verabschieden – so schwer das auch wird.

Michael Schwöšbel als Trainer der HSG Osfildern – das war lange so, wird aber bald Geschichte sein.

Und Ziehfreund? Seit er aus Leonberg weg ist, hatte man seinen Namen immer im Kopf, wenn irgendwo in der Gegend ein Trainer gesucht wurde. Viele hatten ihn auch auf dem Zettel, Gespräche gab es auch. Jetzt wird es Ostfildern. Ich denke, das passt. Persönlichkeit, Liga (das gilt für Landes- und Württembergliga), Umfeld. Und ich kann mir vorstellen, dass er drauf brennt.

Wo wir Schwöbel wieder sehen werden? Klar ist jedenfalls, dass ab jetzt sein Name häufiger genannt werden wird, wenn etwas frei wird. Zusammen mit denen der anderen üblichen Kandidaten wie etwa Volker Greiner. Für ihn wird es, wenn er wieder einsteigen sollte, auf jeden Fall eine neue Erfahrung geben: Er wird zum ersten Mal nicht Trainer bei seinem Heimatclub sein. Er kann dann ja mal beim Ur-Reichenbacher Daniel Mayr anrufen und ihn fragen, wie das mit ihm und Deizisau so war.

Wenn ihr dieses Gesicht in den kommenden Tagen in der EZ seht: unbedingt den Text dazu lesen. Da steckt Manuels „Späthlese“ dahinter.

Gutes Wochenende allen. Und viel Spaß beim EM-Gucken. Ich möchte euch an dieser Stelle wärmstens Manuel Späths „Späthlesen“ ans Herz legen, die Manu wieder exklusiv für die Leser der EZ und CZ schreiben wird. In der Freitagausgabe gibt es eine Vorab-Geschichte, am Samstag dann – pünktlich zum Auftaktspiel der DHB-Auswahl – die erste Kolumne.

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