Die entscheidenden Spiele

Deiziaus Vincent Hummel auf dem Weg zum gegnerischen Tor - und in Richtung BWOL. Foto: Rudel
Deiziaus Vincent Hummel auf dem Weg zum gegnerischen Tor – und in Richtung BWOL. Foto: Rudel

Kann sein, dass es jetzt ein bisschen einseitig ist. Aber es stehen nunmal gerade zwei Mannschaften im Fokus des EZ-Handball-Landes. Zwei Mannschaften, die sich am vergangenen Wochenende eine ausgezeichnete Ausgangslage erarbeitet haben – die wahrscheinlich dazu führen wird, dass es das große Derby in der kommenden Saison wieder höchstens im Finale des EZ-Pokals geben wird.

Der TSV Deizisau hat in der Württembergliga mit „viel Kampf und Krampf“, wie mein Kollege Hannes Kern über seinen heutigen Artikel geschrieben hat, den SC Vöhringen mit 29:24 geschlagen und damit ungeachtet der Tatsache, dass die Verfolger ihre Aufgaben auch gelöst haben, die Tabellenführung in der BWOL verteidigt. Damit kommt es am kommenden Sonntag um 17 Uhr zum Saison-Abschluss-Showdown. Hier die entscheidenden Paarungen:

TSV Wolfschlugen – TSV Deizisau
TSB Schwäbisch Gmünd – TV Reichenbach
TSV Zizishausen – SG Ober-/Unterhausen

Deizisau ist Spitzenreiter mit 46:12 Punkten, Schwäbisch Gmünd und Zizishausen haben dahinter jeweils 45:13, Der Vierte TSV Heiningen ist abgeschlagen. Der Erste steigt auf, der Zweite kommt in die (schwere) Relegation.

Die Deizisauer haben es also selbst in der Hand, nur die Nervosität kann ihnen noch einen Strich durch die Rechnung machen. Und während sie dabei zumindest auf den ernsthaften Versuch der Schützenhilfe durch die Reichenbacher in Schwäbisch Gmünd hoffen dürfen, werden die Wolfschlugener ihnen bestimmt nichts schenken. Nicht nur, weil sie räumlich zwischen Deizisau und Zizishausen liegen, sondern auch, weil sie sich mit einer ordentlichen Leistung von ihrem Publikum in die Sommerpause verabschieden wollen.

Ich werde mich in dieser Woche doppelt um die Deizisauer kümmern: Zunächst werde ich versuchen, Trainer Mike Wolz ans Rohr zu bekommen, um ein Interview für die Samstag-Ausgabe zu machen. Ja und dann werde ich am Sonntag in der Halle in Wolfschlugen sein. Ich freu mich schon drauf. Solche Termine machen Spaß und es gibt eine Menge zu schreiben – egal, wie es ausgeht.

Zu den Neuhausenern: Sie stehen als Zweiter auch auf einem Aufstiegsplatz, weil es in der BWOL von dort direkt hoch in die 3. Liga geht. Allerdings haben sie diesen Rang nicht verteidigt, sondern nach dem eigenen superknappen 30:29-Sieg in Wangen nur deshalb jetzt inne, weil der VfL Pfullingen das Spitzenspiel gegen die SG Lauterstein mit 23:27 verloren hat. „Samstag, 21.41 Uhr, Pfullinger Kurt-App-Halle: Aus und vorbei. Aufstieg ade“, schreibt mein Kollege Manfred Kretschmer heute im „Reutlinger General-Anzeiger“ und beendet seinen Text mit den Worten: „Aufstieg ade. Außer, es geschieht ein Handball-Wunder.“

Die Neuhausener werden natürlich vorsichtig sein und den Schampus noch im Keller lassen, denn ihr Vorsprung beträgt jetzt einen Punkt, bei noch zwei ausstehenden Spielen. Man braucht keinen Computer, um auszurechnen, dass die Maddogs noch nicht durch sind. Aber sie haben es jetzt selbst in der Hand, um am Ende sagen zu können, dass dieser drittletzte der entscheidende Spieltag war. Auch die Lautersteiner, die punktgleich mit Pfullingen jetzt Dritter sind, sind noch im Rennen – wohingegen Tabellenführer SG Nußloch mit sechs Punkten Vorsprung schon durch ist. Hier lauten die entscheidenden Rest-Paarungen:

3. Mai, 19.30 Uhr:
HG Oftersheim/Schwetzingen – TSV Neuhausen
TV Sandweier – SG Lauterstein
SG Pforzheim/Eutingen – VfL Pfullingen

10. Mai, 19.30 Uhr:
TSV Neuhausen – TSG Söflingen
SG Lauterstein – SG Heddesheim
VfL Pfullingen – TV Flein

Auch die Neuhausener werden gute Nerven brauchen, und auch sie werden wir bis zum Saisonende begleiten.

So, zum Schluss will ich nicht vergessen, den Frauen des TSV Neuhausen und den Männern des Team Esslingen zum Gewinn des Bezirkspokals zu gratulieren. Und ich möchte euch auf die Mittwochausgabe der EZ hinweisen, in der es ein schönes G’schichtle zu lesen gibt. Schaut mal rein.

Und nach den Reaktionen der vergangenen Tage läuft der Wahlkampf in Sachen EZ-Land-Trainer des Jahres auf Hochtouren 😉 . Aber auch dafür ist es noch etwas zu früh.


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