Nach 15 Jahren ist „am Kreis“ Schluss

Im Umfeld des EZ-Pokals fing „am Kreis“ alles an, Anfang des Monats gab es die 30. Ausgabe und ich (der rechts mit den Flaschen in der Hand) durfte unter anderem dem TV Plochingen zu einem starken Turnier und Platz zwei gratulieren. Fotos: Rudel

Irgendwann im Herbst 2010 gab es im Konferenzraum der Eßlinger Zeitung eine Sitzung der damaligen Online-Arbeitsgruppe der Redaktion. Mit am Tisch saß der Autor dieser Zeilen und als die Frage aufkam, ob man neben dem damals sehr erfolgreichen „Falken-Blog“ nicht einen weiteren Blog bei der EZ starten sollte, dachte er kurz an die großartige Handballszene in der Region, machte den Mund auf – und Anfang 2011 kurz vor dem EZ-Pokal startete der EZ-Handball-Blog „Am Kreis“, den ihr hier lest.

15 Jahre sind seither vergangen und ich hätte damals nicht gedacht, dass ich so lange hier schreiben würde. Nun aber ist Schluss. Mir fällt das sehr schwer, weil es mir immer großen Spaß gemacht hat. Aber es gibt ein paar Gründe dafür. Der erste ist das Thema Zeit. Seit dem Jahr 2018 bin ich Sportchef der EZ und habe seither viele zusätzliche organisatorische Aufgaben zu erledigen. Und wie in vielen anderen Branchen auch, wird das Arbeitsaufkommen insgesamt nicht weniger – im Gegenteil, das Fortschreiten des digitalen Zeitalters, der praktisch zum Wegfall eines Redaktionsschlusses geführt hat, fordert.

Das Ganze hat dazu geführt, dass ich immer seltener zum Schreiben gekommen bin und auch immer seltener Extra-Themen für den Blog machen konnte. Montags etwa nach vielen Stunden im Büro – und meistens einem langen Wochenenddienst in den Knochen – war dann immer im Hinterkopf: Ich will doch noch was für den Blog schreiben.

Ich habe auch lange weitergemacht, weil ich hier zwar aufgrund der selteneren Beitrage eine etwas kleiner gewordene, aber treue Leserschaft habe. Ich habe viel Feedback bekommen und wurde in den Hallen oft auf den Blog angesprochen. Dafür von Herzen vielen Dank, das bedeutet mir viel!

Das Highlight für mich in 15 Jahren Blog: Die Aktion „Keine Pfiffe gegen Pfiffe“.

Ein Grund ist vielleicht auch, dass Blogs insgesamt nicht mehr den Stellenwert haben, den sie vor zehn oder 15 Jahren hatten (den „Falken-Blog“ gibt es schon eine Weile nicht mehr). Podcasts sind der neue „heiße Scheiß“, wie im Bereich Handball etwa der von meinem geschätzten Kollegen Sascha Staat, der „Kreis Ab“ heißt – „Am Kreis“ gab es halt schon. Ich durfte da auch mal Gast sein. Sascha ist überregional unterwegs, mein Blog ist meines Wissens der einzige, der sich mit einem regionalen Handballgeschehen beschäftigt – und damit einzigartig. Das ist mir bewusst.

Jetzt habe ich mich entschieden, aufzuhören. Ich bin ein bisschen traurig und ich weiß schon, dass es mir fehlen wird. Aber ich bin auch dankbar. Und ich werde weiterhin über Handball schreiben. Ich werde weiterhin viel über Handball schreiben. In der EZ, und auch da natürlich vor allem über die digitalen Kanäle. (Sport-) Journalismus ist und bleibt meine Leidenschaft und mein Beruf.

Veit Wager war der Trainer der Saison 2024/2025. Die Wahl wird es weiterhin geben.

Besonders Spaß gemacht hat mir, dass ich im Blog einen anderen Blick auf das Handballgeschehen haben konnte, ich habe in der Ich-Form geschrieben, konnte auch mal lustig sein, konnte ab und zu einen Blick hinter die Redaktions-Kulissen geben. Es war also sehr personalisiert. Und ich habe mitbekommen, dass ich so vermitteln konnte, dass mir – und uns in der EZ-Sportredaktion insgesamt – die Handballszene wichtig ist. Das wird sie auch weiterhin sein!

Es gab in den vergangenen Jahren viele Highlights „am Kreis“. Die jährliche Wahl zum Trainer der Saison, bei der ihr als Leser gefordert wart, war eines. Ihr seid diesbezüglich aber nicht entlassen, nach dem Ende der laufenden Saison werden wir die Wahl unabhängig vom Blog durchführen – und sie wurde ja bisher schon in der EZ begleitet.

Meine jährliche Saisonprognose habe ich gerne geschrieben, auch die Rubrik „Was macht eigentlich…?“ Aber gerade da sieht man, dass ich schon lange nicht mehr dazu gekommen bin.

Marion Radonic, damals noch Co-Trainerin der HSG Ostfildern.

Die Geschichte im Jahr 2020 mit Marion Radonic und der Frage, warum eine Frau fast nie ein Männerteam trainiert, war ein Highlight. Das hat damals was ausgelöst. Wenig später hat Marion Radonic die Männer des SKV Unterensingen als Cheftrainerin übernommen, seit kurzem coached sie die des SV Remshalden.

Der größte Höhepunkt war für mich die Aktion „Keine Pfiffe gegen Pfiffe“ im Jahr 2018. Ihr erinnert euch, ich habe hier mit viel Unterstützung bis zum DHB-Präsidenten (ebenfalls in der gedruckten EZ begleitet) dafür geworben, an einem Wochenende mal die Unparteiischen in Ruhe ihre wichtige Arbeit machen zu lassen. Darauf gekommen bin ich, weil ein Blog-Beitrag zuvor auf große Resonanz gestoßen war, in dem ich meine Eindrücke aus drei verschiedenen Hallen zu dem Thema geschildert hatte. Natürlich hat das Geschimpfe dadurch nicht aufgehört, aber es hat schon zu etwas Nachdenken geführt und das Ganze hat – gerade in Schiedsrichterkreisen – bundesweite Aufmerksamkeit erhalten. Das Plakat zu der Aktion hängt bis heute in fast jeder Halle der Region. Das macht mich schon ein bisschen stolz.

Es gab im Umfeld des Blogs und Kommentaren dazu auch ein paar unschöne Momente, die ich nicht gebraucht hätte. Aber fast ausschließlich war es positiv, hat Spaß gemacht und ich will es nicht missen.

So, bleibt mir und der EZ auch über die klassischen Kanäle gewogen. Wir sehen uns in der Halle. Denn in Sachen Schreiben über Handball – und viele andere Themen der superspannenden Sportregion – bin ich noch lange nicht fertig.

Euer Sigor Paesler


Wer gewinnt den EZ-Pokal?

Es ist fast alles vorbereitet. Reichenbachs Handball-Chef Marcus Masching als einsamer Wanderer in der Halle. Fotos: Rudel, Treutner, Paesler

Wie seit dem Beginn hier im Blog im Jahr 2011 stellt sich auch Anfang 2026 die Frage: Wer gewinnt den EZ-Pokal? Zum zweiten Mal stellt sie sich doppelt: Wer gewinnt den EZ-Pokal der Männer und wer gewinnt den EZ-Pokal der Frauen?

Ich könnte hier sehr schnell fertig sein. TSV Neuhausen und TSV Wolfschlugen. Ja, die Favoritenrolle ist in diesem Jahr ziemlich klar verteilt. Aber ob die beiden Drittligisten tatsächlich ihren Titel verteidigen – und die Neuhausener mit dann zwölf Erfolgen alleiniger Rekordsieger sind – ist zum einen noch nicht sicher und zum anderen ist der Weg ins Finale ebenso spannend wie mindestens die Frage nach dem jeweiligen Gegner dort.

Sieger 2025: TSV Neuhausen.

Auch wenn die letzte Phase des Jahres 2025 bei den Neuhausenern nicht mehr ganz so souverän war, so spielen doch sowohl sie als auch die Wolfschlugenerinnen eine insgesamt sehr gute Runde. Und, so haben es beide Trainer erklärt, sie werden das Turnier zwar auch nutzen, um einigen Spielerinnen und Spielern etwas mehr Praxis zu geben als während der Saison, aber sie nehmen den EZ-Pokal ernst und wollen ihn gewinnen. Bei Neuhausens Daniel Brack kommt dazu, dass er zwar als Spieler und als Spielertrainer schon dabei war, aber noch nie den Wanderpokal der Eßlinger Zeitung in die Höhe recken durfte. Das will er unbedingt ändern.

Von der berühmten Papierform sind daneben die Regional- und Oberligisten die heißesten Anwärter auf das Finale und die Rolle des Favoritenärgerers. Ich bin gerade darauf gespannt, wie sich die Heli-Männer (kurz nach der Vertragsverlängerung von Trainer Veit Wager) präsentieren, die ja als Aufsteiger in der Oberliga so eine gute Rolle spielen.

Siegerinnen 2025: TSV Wolfschlugen.

Auch auf die EZ-Pokal-Neulinge SG Lauterstein (Männer) und TSV Heiningen (Frauen) und natürlich die HSG Leinfelden-Echterdingen (Frauen) freue ich mich. Ich bin sicher, dass die Teams das Turnier bereichern werden. Das gilt auch für die Frauen des TSV Neckartenzlingen. Die spielen zwar „nur“ in der Verbandsliga. Aber ich bin gespannt, ob das Team tatsächlich so einen flotten Handball spielt, wie viele sagen.

Aber es geht ja nicht nur darum, wer gewinnt. Von den Verbandsligisten wird es wahrscheinlich keiner schaffen, aber alle freuen sich auf die Derbys. Überhaupt ist bei den Männern mit Ausnahme der HSG Ostfildern, die zurückgezogen hat, alles aus dem EZ-Land von der Verbandsliga aufwärts am Start. Es dürfte also der beste EZ-Handballpokal aller Zeiten sein.

Sigrid Bayer hat alles im Griff.

Die Vorbereitung war wie immer anstrengend und die Tage in der Halle werden lang. Aber auch für uns bei der EZ ist es eines der Highlights des Jahres. Auch wir werden in Weil gut besetzt antreten, Texte für Online und Print sowie Seiten für die kommenden Ausgaben produzieren und – federgeführt von meinem Kollegen Robin Kern – einen aufwändigen Liveticker bieten. Nutzt ihn. Aber vor allem: Kommt in die Halle.

Auch die Macherinnen und Macher des diesjährigen Ausrichters TV Reichenbach haben sich voll reingehängt und werden, da bin ich sicher, in den kommenden Tagen über sich hinauswachsen. Die Zusammenarbeit macht riesig Spaß. Eine Person, die es so was von verdient hat, haben wir in Form eines Porträts in der Sonderbeilage zum Turnier (liegt der heutigen Ausgabe der EZ bei und ist auch hier komplett zu lesen) herausgehoben: Miss Tausendsassa Sigrid Bayer.

Historischer Lesestoff im Gang.

Man sieht sich in der Halle. Und wer gewinnt jetzt? Also, meine Prognose: Neuhausen durch einen Finalsieg gegen Heli und Wolfschlugen durch einen Erfolg im Endspiel gegen Leinfelden-Echterdingen. Plochingen oder Wolfschlugen bei den Männern – je nachdem, wer in der Gruppe 1 die Vorrunde übersteht – und Denkendorf bei den Frauen werden Dritte. Was meint ihr?

Hier geht’s zum EZ-Handballpokal-Spezial auf der Homepage der Eßlinger Zeitung.


Derbywochen in der EZ-Land-Liga

Derby in Denkendorf – da leidet das Trikot. Foto: Benjamin Lau

Die Blicke der Handball-Fans sind zurzeit völlig zurecht auf die Frauen-WM gerichtet. In der Region ziehen ebenso richtigerweise die Drittligisten TSV Neuhausen und TSV Wolfschlugen die größte Aufmerksamkeit auf sich und die Neuhausener Fans sind nach der lange so starken Saison gerade ein bisschen ernüchtert. Aber es bleibt dabei: Die spannendste Liga im EZ-Land ist die Verbandsliga – die EZ-Land-Liga eben.

Es sind gerade Derbywochen. Und da müsste am kommenden Samstag ab 20 Uhr eigentlich der TSV Denkendorf in Reichenbach gewinnen. Ich schreibe das nicht, weil ich mir das etwa wünsche, ich bin natürlich so was von objektiv und unparteiisch. Aber mir ist eben auch aufgefallen: Nach dem am Ende souveränen 28:23 der Deizisauer in Denkendorf vor gut einer Woche haben die Reichenbacher nun mit 35:33 in Deizisau gewonnen. Am Samstag spielen nun also die Denkendorfer in Reichenbach – und wären demnach an der Reihe.

Auch in Deizisau geht es zur Sache. Danach gibt man sich die Hand. Foto: Jörn Kehle

Ich hab das Spiel in Denkendorf gesehen. Es war, wie ein Derby sein soll oder zumindest oft ist: Handballerisch nicht auf Top-Niveau, aber voller Emotionen. Dazu kam, ihr habt es bestimmt gelesen oder wusstet es auch so, dass es dieses Duell wahrscheinlich in der Liga nie zuvor gab, und dass gleich zwei Brüderpaare gegeneinander gespielt haben.

Nach dem Derby ein Herz und eine Seele: Lukas und Leon Lohmann. Foto: Sigor Paesler

Die Deizisauer haben verdient gewonnen – und eine Woche später, vor den Augen unter anderem unserer Mitarbeiterin Kerstin Dannath, überraschend gegen Reichenbach verloren. Es war übrigens das erste Spiel, nachdem TVR-Coach und Vereinsurgestein Jochen Masching seinen Abschied zum Saidonende angekündigt hat.

Reichenbach gegen Denkendorf wird nun anders. Denn diese Paarung gab es schon sehr oft. Es ist ein Klassiker im EZ-Land und das Duell zweier sehr ähnlich strukturierter Vereine. Ich finde beide sympathisch und gut, was sie dort machen. Ausgang, obwohl die Denkendorfer in der Tabelle weiter vorne stehen, völlig offen.

In Denkendorf jubeln die Deizisauer, in Deizisau die Reichenbacher – und in Reichenbach? Foto: Benjamin Lau

Da war doch noch ein Team? Genau, das Team. Das darf zurzeit nicht mitmachen bei den Derbys. Denn das Team Esslingen, auch das war bemerkenswert, hatten alle drei Lokalkonkurrenten gleich zu Saisonbeginn hintereinander: Knappe Niederlage in Deizisau, klare Niederlage gegen Denkendorf, einigermaßen deutliche Niederlage gegen Reichenbach. Nicht nur deshalb hat das Team in dieser Saison so seine Probleme. Auch die vergangenen vier Spiele gingen verloren. Eine Chance, in diesem Jahr zu punkten besteht für die Esslinger noch, bei der SG Herbrechtingen/Bolheim. Wieder kein Derby. Die Augen werden in der hiesigen Handballszene am Samstag also mehr auf die Brühlhalle zu Reichenbach gerichtet sein.

Am 3., 4. und 6. Januar treffen wir uns dann alle im Sportpark Weil in Esslingen zum 30. EZ-Handballpokal. Der Spielplan wird noch in dieser Woche veröffentlicht. Mehr Derby als an diesen drei Tagen geht ohnehin nicht.


Es gibt Wichtigeres als Sport

Erst will jeder gewinnen, dann stehen alle zusammen. Foto: oh

Das Thema bei uns im EZ-Lokalsport und weit darüber hinaus war am Wochenende der Einsatz der russischen Turn-Weltmeisterin Angelina Melnikowa beim Bundesliga-Wettkampf in Esslingen. Das bundesweite Medieninteresse hat ziemlich davon abgelenkt, dass der TSV Berkheim den Klassenverbleib nicht geschafft hat. Das ist schade, wird den Verein aber nicht aus der Bahn werfen – neuer Angriff im kommenden Jahr. Wenn man aber auf die Seiten in der Montagausgabe schaut, hat dort der Handball dennoch den meisten Platz.

Bei den Drittliga-Spielen in Neuhausen und Wolfschlugen waren wir mit Schreiber und Fotograf vor Ort, vom Regionalligisten TV Plochingen haben wir ein Foto. Das Spiel hat wie viele andere auch unsere Mitarbeiterin Laura Dobler, eine vom Fach, telefonisch aufgenommen.

Neuhausens Tobias Haag zeigt im Spiel gegen Erlangen II vollen Einsatz. Foto: Jörn Kehle

Die Wolfschlugenerinnen haben im Spitzenspiel gegen die Kurpfalz-Bären die zweiten Saisonniederlage kassiert und mussten beim satten 18:28 feststellen, dass wohl doch ein Team in der Liga besser ist. Zumindest an diesem Tag war das so. Trotzdem machen die Wolfschlugenerinnen Spaß. Das gilt auch für die Männer des TSV Neuhausen. Es waren zwar nicht alle Spiele der Mannschaft des neuen Trainers Daniel Brack supergut, die meisten aber waren es. Dazu gehörte auch das 37:33 gegen den HC Erlangen II. Es ist noch nicht lange her, da war Zittern um den Klassenverbleib bei den Maddogs an der Tagesordnung. Jetzt ist die Mannschaft Dritter und so was von stabil. Das ist eine wirklich gute Entwicklung.

Sorgen bereiten ein bisschen die Regionalligisten TV Plochingen und HSG Ostfildern, die einen mehr, die anderen weniger. Die Ostfilderner haben eine gute Mannschaft, die Leistungen sind aber zu schwankend und die HSG steht auf dem enttäuschenden 8. Platz, wobei der Sechste punktgleich ist. Eine Wellenbewegung nach unten gab es wieder beim 25:38 bei der SG Weinstadt. Am Samstag kommt der 13. MTG Wangen.

Plochingens Nick Euchenhofer beißt sich durch. Foto: Michael Treutner

Viel schlechter sieht es bei den Plochingern aus, was angesichts des großen Umbruchs im Sommer jedoch keine ganz große Überraschung ist. Die Mannschaft bekommt oft gute Kritiken, gewinnt aber selten – zwei Mal in den bisherigen elf Spielen – und ist Vorletzter.

Am Samstag sah man in der Schafhausäckerhalle, dass es viel Wichtigeres gibt als Sport: Im Rahmen des Spiels gegen den TVS Baden-Baden (24:37)  gab es eine DKMS-Registrierungsaktion „für Holger“. Ein Vereinsmitglied, das vor drei Jahren seiner Frau mit einer Nierenspende das Leben gerettet hat, ist an Blutkrebs erkrankt und braucht einen Stammzellenspender. Die Aktion war ein Erfolg. Es ist nicht das erste Mal, dass Sportler in der Region zusammenstehen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten helfen. Ich wünsche Holger vom TVP alles Gute und dass er einen Spender findet! Durch die Aktion kann vielleicht weiteren Erkrankten geholfen werden. Und nicht vergessen: Es gibt weiterhin die Möglichkeit, sich typisieren zu lassen. Dass die Baden-Badener sich solidarisiert haben, ist auch ein klasse Zeichen.  


Online, E-Paper, Print – und neue Fotografen

Simon Kosak und der TSV Neuhausen schaffen einen Coup gegen den Spitzenreiter. Foto: Jörn Kehle

Der Blick auf die Handball-Tabellen macht zurzeit wirklich Spaß, zumindest in den meisten Fällen. Die Teams der Region befinden sich insgesamt mehr im vorderen als im hinteren Bereich, manche sogar ganz oben. Eins der Highlights des Wochenendes war der 30:27-Sieg des Drittligisten TSV Neuhausen am Sonntag gegen Tabellenführer SG Pforzheim/Eutingen. Die Maddogs machen es in der laufenden Saison richtig gut, wie andere Teams auch.

Wie und wo habt ihr den Text dazu gelesen? Nachdem ich am Samstagabend die Frauen des TSV Köngen bei ihrem knappen Sieg gegen die HSG Herbrechtingen/Bolheim gesehen und den Text für die Montagausgabe der EZ geschrieben habe, war unsere langjährige Mitarbeiterin Steffi Gauch-Dörre in Neuhausen. Köngen und Montagausgabe heißt, dass der Text schon im Laufe des Sonntags online und ab 20 Uhr im Vorabend-Epaper zu lesen war.

Die Sonntagabendspiele, wie in diesem Fall auch in Neuhausen, schaffen es seit einer Weile nicht mehr in die gedruckte Ausgabe vom Montag.  Aber: Direkt am Sonntagabend war der Text von Steffi im Internet zu lesen und ab 0 Uhr auf der Sonderseite im E-Paper – die gibt es bislang in unserer Zeitungsgruppe nur in der EZ. Dafür habe ich auch noch Kurzberichte mit Stimmen zu vier weiteren Spielen geschrieben. Das ist ein Service, der den Sonntagsdienst für uns noch länger macht als ohnehin schon, aber wir machen es gerne. Die anderen Seiten werden für diese E-Paper-Ausgabe noch aktualisiert. Und die Sonderseite kommt dann am Dienstag in der gedruckten Zeitung. Also, im Fall vom Neuhausener Siegtext: Online am Sonntagabend, Sonder-E-Paper um 0 Uhr, gedruckt am Dienstag – für jeden ist etwas dabei.  

Und die Hände zum Himmel… Köngens Trainerin Radonic zeigt am Spielfeldrand fast so viel Einsatz wie früher am Bundesliga-Kreis. Foto: Michael Treutner

Weil ich – oder mein Kollege Robin Kern, je nachdem, wer Dienst hat – am Sonntag in der Redaktion gebraucht werde, war Steffi in der Egelseehalle. Das zeigt, wie wichtig freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind. Das gilt auch für die Fotografen. Habt ihr es schon gemerkt? Seit dieser Saison sind die Rudels weniger in den Hallen – und auf den Sportplätzen – zu sehen. Herbert Rudel hat sich nach 51 (!) Jahren mit der Kamera für die EZ in den so was von verdienten Ruhestand verabschiedet, sein Sohn Robin tritt etwas kürzer. Dafür ist ein neues, motiviertes und fotografisch starkes Team am Start.

Die Fotos von Jörn Kehle, der vorher schon hin und wieder für die EZ fotografiert hat, Michael Treutner (der mit der roten Mütze), Volker Müller, Carsten Riedl, Nico Bauhof und ab und zu weiteren Kollegen werdet ihr nun öfter bei den Texten sehen. Es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten.

Fünfer-Radball und Handball – da gibt es durchaus Gemeinsamkeiten. Foto: Michael Treutner

Micha Treutner war am Samstag übrigens noch bei einem weiteren Termin, bei dem ich vorher auch war. Handball? Nein. Einen Bezug gibt es aber doch. Denn Fünfer-Radball, was noch exotischer ist als das „normale“ Zweier-Radball, wird auf dem Handball-Feld und auch auf Handball-Tore gespielt. Das ist wirklich spannend, gut anzusehen und zwei Teams aus der Region spielen in der Bundesliga, die diesmal in Reichenbach Station gemacht hat.    

So. Das nächste Mal schreibe ich hier wieder über meine Eindrücke vom Geschehen in den Hallen – in denen es hoffentlich insgesamt weiterhin so gut läuft wie bisher in dieser Runde.


Wasen statt Handball?

Tim Bauer hat mir im Spiel der HSG noch am besten gefallen. Die Rubrik „beste Spieler“ hab ich diesmal aber, was ich selten mache, leer gelassen. Fotos: Jörn Kehle

Ich habe nach meinem Urlaub das ersten Dienstwochenende hinter mir. Das Ergebnis, finde ich, kann sich insgesamt sehen lassen. Damit meine ich nicht die Seiten und Texte in der EZ – ob digital oder gedruckt –, sondern die sportlichen Ergebnisse im Handball. TSV Wolfschlugen in der 3. Liga der Frauen, TSV Denkendorf in der Verbandsliga der Männer, SG Heli in der Verbandsliga der Frauen, TV Reichenbach in der Landesliga der Frauen – alle stehen sie auf Platz eins. Dazu sind die Heli-Männer als Aufsteiger in der Oberliga Zweiter und andere Teams wie der TSV Neuhausen in der 3. Männer-Liga, der TSV Deizisau in der Verbandsliga und der TSV Neuhausen II in der Landesliga stehen auch gut da. Läuft.

Nur ich persönlich hab ein bisschen Pech gehabt. Während meine Kollegin Steffi Gauch-Dörre das Vergnügen hatte, den Neuhausener 43:31-Kantersieg gegen den TV Erlangen-Bruck zu sehen und davon zu berichten, war ich zeitgleich sozusagen als Einstieg eine Liga drunter bei der HSG Ostfildern gegen den HC Neuenbürg. Die HSG war vorher Zweiter und es versprach eigentlich ein gutes Spiel und ein Sieg zu werden. War nicht. Ich hab ehrlich gesagt schon lange nicht mehr so ein schwaches Handballspiel gesehen. Die Ostfilderner waren danach auch nicht mit sich zufrieden. Sie können es besser.

Es hat schon damit angefangen, dass vor der Körschtalhalle jede Menge Parkplätze frei waren. Ich dachte schon, die HSG würde doch in Ruit spielen. Es war aber schon alles richtig. Entsprechend war wenig los auf der Tribüne. Die Trommler – und auch der eine aus Neuenbürg – haben zwar alles versucht, aber so richtig Stimmung kam nicht auf. Das Spiel hat es nicht besser gemacht. Die HSG lag ständig zurück und wahrscheinlich haben alle, auch die Spieler, gedacht, dass Spiel würde, wie das oft so ist, irgendwann kippen und der Favorit würde sich durchsetzen.

Fast wäre es auch so gekommen, aber dann kam es doch nicht so und die nicht mehr, aber auch nicht weniger als solide spielenden Neuenbürger haben verdient mit 34:30 gewonnen.  

Lukas Fischer auf dem Weg zum Tor. Im Hintergrund sind ein paar Zuschauer zu sehen. Bei Neuhausener Heimspielen war es aber auch schon voller.

Warum so wenig los war, kann ich mir nicht erklären. Ich dachte zunächst, es seien eben viele Handballfans in Neuhausen statt in Scharnhausen bei der HSG. Aber dort war die Tribüne auch ungewohnt spärlich besetzt. Waren alle auf dem Wasen? Naja, der ist ja jetzt vorbei.

Meine persönliche Bilanz am Wochenende nach dem Urlaub: Zwei Niederlagen – wobei das Spiel zuvor der SSVE-Wasserballerinnen gegen Bochum ein gutes war – und ein langer Sonntagsdienst, an dessen Ende ich die Sonder-E-Paper-Seite mit den Spielen der Woche im Fußball und drei Handballspielen gefüllt habe. Kennt Ihr die Seite eigentlich schon, die wir seit ungefähr einem halben Jahr machen? Ich hoffe, es spricht sich herum.

An dieser Stelle noch Nick Riehs vom (Verbandsliga-Tabellenführer) gute Besserung, nachdem er sich im Spiel in Laupheim schwer verletzt hat.

Gute Woche allen und am Wochenende gute Spiele.


Die Saisonprognose 2025/2026

Der TSV Neuhausen um Kapitän Philipp Keppeler ist schon erfolgreich gestartet. Foto: Michael Treutner

Die Sommerpause ist vorbei, wir haben in der EZ-Sportredaktion in den vergangenen Wochen mit vollem Einsatz an den Sonderseiten zum Saisonstart gearbeitet und sie nach und nach rausgehauen. Heute ist die Verbandsliga im Blatt, morgen kommen noch die Landesliga und die unteren Klassen. Geschafft. Es kann losgehen – zum Teil ist es ja schon losgegangen, aber das kommende Wochenende ist der Haupt-Auftakt.

Wie seit ein paar Jahren frage ich mich, ob ich hier am Kreis weiterschreiben soll. Die Zeit wird halt nicht mehr, aber ich habe mich in den vergangenen Jahren ja schon mit euch geeinigt, dass ich mich melde, wenn mir was einfällt und ich dazu komme. Schaut also immer wieder rein, angekündigt wird alles wie immer auf der Facebookseite EZ-Handballpokal.

Aber um zwei Dinge komme ich Jahr für Jahr nicht drum: Die Wahl zum Trainer der Saison – zuletzt hat völlig verdient Veit Wager gewonnen – und meine Saisonprognose. Mir macht das Spaß und ihr könnt sagen: Sehe ich auch so, oder auch: Ne, erwarte ich ganz anders.

Sagen wir mal so: Ich mach es wieder, aber lasst mich unbedingt eure Meinung wissen – über die Kommentare auf Facebook, hier in der Kommentarfunktion oder schreibt mir an sigor.paesler@ez-online.de.

Bevor es losgeht, noch Gratulation an Linus Schmid und Max Heydecke zu ihrem Bundesligadebüt am Donnerstagabend im Trikot des TVB Stuttgart im Derby gegen Frisch Auf Göppingen (28:28)!

Jetzt aber. Und weil ich diesmal den Rekord von 18 Teams im EZ-Land von der Landesliga aufwärts zu vermelden habe, halte ich mich pro Team kurz.

Linus Schmid und rechts daneben halb verdeckt Max Heydecke in Blau? Ja, auf der Bank des Bundesligisten TVB Stuttgart. Foto: Baumann

3. Liga

Ich hatte schon das Vergnügen, den TSV Neuhausen gegen den TuS Fürstenfeldbruck zu sehen. Beeindruckend. Danach haben die Maddogs mal eben in Konstanz gewonnen. Guter Kader, guter neuer Trainer, es scheint schneller zusammenzupassen als man vermuten oder hoffen durfte. Das heißt zwar auf der anderen Seite nicht, dass es so weitergeht, aber hat schon eine gewisse Aussagekraft. Ich sage: Nach dem starken 6. Platz in der vergangenen Runde wird es diesmal Platz vier.

Die Frauen des TSV Wolfschlugen haben auch schon gespielt und in Erlangen verloren, wo sich nicht zum ersten Mal verloren haben. Platz zwei in der vergangenen Runde, trotzdem keine Aufstiegsspiele, ein mindestens so guter Kader, aber die Frage, was im Fall der Fälle mit dem Thema möglicher Aufstieg in die 2. Bundesliga passiert. Ich glaube, es wird nicht wieder Platz zwei, sondern wie bei den Neuhausenern rang vier. Wie in allen auch folgenden Fällen: Macht es gerne besser als ich hier prognostiziere, ich gönne es und schreibe darüber gerne.

Regionalliga

Die Frauen des TV Nellingen gibt es nicht mehr, dazu ist genug geschrieben. Über die Entwicklung bei den Männer der HSG Ostfildern und vor allem des TV Plochingen nach dem großen personellen Umbruch haben wir in der EZ auch ausführlich berichtet. Das Start-Derby hat die HSG gewonnen, der TVP hat anschließend auch den ersten Saisonsieg eingefahren. Auch hier hab ich den Vorteil, dass es schon Eindrücke vom Spielfeld gibt. Mmh. Ostfildern Vierter, Plochingen bleibt – hätte ich vor dem Schwäbisch-Gmünd-Sieg vielleicht nicht geschrieben – irgendwie drin, nicht mehr, aber vor allem nicht weniger.

Oberliga

Der TSV Wolfschlugen hat auch ein paar Veränderungen. Es wird eine Saison mit mehr Höhen als Tiefen, aber kein Angriff auf die Tabellenspitze. Platz fünf oder so. Aufsteiger SG Hegensberg/Liebersbronn hat einen guten Trainer (der Saison im EZ-Land), sich, wie man das nach dem Sprung nach oben tut, punktuell verstärkt, und wird – jetzt lehne ich mich mal aus dem Fenster – eine sorgenfreie Runde spielen.

Bei den Frauen werden der TSV Köngen und der TSV Denkendorf nach oben schnuppern, aber es nicht ganz schaffen, was okay ist. Wer liegt vor wem? Da drücke ich mich um eine Festlegung.

Das Derby der Regionalliga gab es schon – und die HSG hat gewonnen. Foto: Michael Treutner

Verbandsliga

Das ist immer besonders schwer. Die Verbandsliga, die EZ-Land-Liga. Diesmal macht es der TSV Deizisau spannend. Deizisau in der Verbandsliga, daran muss man sich erst mal gewöhnen – wie Deizsiau in der Kreisliga A bei den Fußballern. Also einen Aufsteiger brauchen wir doch mindestens, oder? Neu-Trainer Sven Strübin stapelt zwar völlig verständlicherweise etwas tief. Aber nach zwei Abstiegen und viel Frust flutscht es endlich mal wieder, die Fans in der altehrwürdigen Ertinger-Halle sind  begeistert und in der EZ erscheint nach dem Saisonende eine Aufstiegsgeschichte.

Es ist immer die Frage, ob der TV Reichenbach vor dem TSV Denkendorf landet oder der TSV Denkendorf vor dem TV Reichenbach. Zwei gute, ähnliche strukturierte und sympathische Clubs. Meine sportjournalistische Analyse bei Sicht von Kader undsoweiter ergibt: Reichenbach wird Zweiter und übertrifft damit mal wieder die eigenen Erwartungen, Denkendorf Vierter. Die Derbys werden spannend.

Das betrifft auch das Team Esslingen, das alle drei Nachbarschaftsduelle gleich an den ersten drei Spieltagen hat. Klasse Geschichte. Das Team ist seit ein paar Jahren so was wie ein schlafender Riese, der irgendwie nicht so performt, wie er könnte. Ich bin sehr gespannt, was der neue Trainer Timo Flechsenhar wachküssen kann. Das ist echt schwer einzuschätzen. Aber ich denke, diesmal wird es nicht Abstiegskampf bis zum Schluss, aber auch kein Spitzenplatz. Konsolidierung heißt das Zauberwort.

Bei den Frauen werden die SG Hebensberg/Liebersbronn  und Aufsteiger TSV Neuhausen zwar nicht gegeneinander spielen, weil sie in unterschiedlichen Staffeln antreten. Aber sie werden beide einen Platz im oberen Mittelfeld erreichen – was für beide okay ist. Die Heli-Frauen haben in Person von Neu-Coach Ogu Nwagbara eine sehr interessante Personalie. Ich kenne Ogu schon lange und freue mich, wieder öfter mit ihm zu reden.

Landesliga

TSV Köngen und TSV Neuhausen II bei den Männern, TV Reichenbach und HC Wernau bei den Frauen. Köngen sollte eigentlich mal wieder hoch in die Verbandsliga. Nach der nicht ganz zufriedenstellenden vergangenen Runde glaube ich nicht, dass es diesmal klappt. Geduld, ein Jahr später vielleicht. Die Neuhausener werden als Aufsteiger eine ordentliche Runde spielen und ein bisschen mehr in der vorderen als in der hinteren Hälfte landen. Bei den Frauen gilt für die Reichenbacherinnen das Gleiche wie für die Köngener Männer. Hoch wäre schön. Sie werden lange darum mitspielen und es – mmh – schaffen. Die Wernauerinnen landen im unteren Mittelfeld, kämpfen aber bis zum Ende um den Klassenverbleib.

Unterm Strich kommt raus: Diesmal bin ich insgesamt sehr optimistisch. Aber es gibt nach meiner Prognose nur zwei Aufsteiger – aber keinen Absteiger. Ob es so kommt? Wahrscheinlich wie immer anders als man denkt. Was denkt ihr?   


Veit Wager ist der Trainer der Saison

Noch ist nicht klar, wer in den Entscheidungsspielen noch den Sprung in eine höhere Liga schafft – wer der Trainer der Saison 2024/2025 im EZ-Handballland ist, aber wissen wir. Ihr, also die Leser des Blogs, habt euch für Veit Wager von der SG Hegensberg/Liebersbronn entschieden. Er liegt knapp vor dem Duo Timo Bayer / Bastian Schneider vom TSV Neuhausen. Natürlich hätten es alle verdient gehabt. Ich finde aber, es ist eine sehr gute Wahl. Veit Wager freut sich, wie er mir erzählt hat. Die ganze Geschichte lest ihr hier.

Und damit verabschiede ich mich hier im Blog wieder in die Sommerpause. In der EZ – ob online oder gedruckt – lest ihr in den kommenden Wochen aber trotzdem noch einiges von mir zum Thema Handball. Es stehen ja noch besagte Entscheidungsspiele an. Und es spielt die JANO-A-Jugend um die deutsche Meisterschaft. Das ist der Wahnsinn.


Wer ist der Trainer der Saison?

Das Duell Reichenbach gegen Heli war eins der Highlights für beide Mannschaften in der Spielzeit 2024/2025. Heli steigt nun auf, der TVR geht in die Entscheidungsspiele – und die Trainer beider Teams sind bei der Wahl nominiert. Fotos: Rudel, Kehle (1)

Nach der Saison ist vor Mallorca – und für ein paar Teams auch noch vor den Entscheidungsspielen. Die gehen am Wochenende 23./24. Mai los. Es bietet sich doch an, die Zeit bis dahin mit der traditionellen Wahl zum Trainer der Saison im EZ-Land zu überbrücken.

Es läuft wie immer: Ich schlage vor und ihr wählt. Lest aber noch kurz die paar Zeilen durch, die ich zu zwei Kandidaten und den zwei Kandidaten-Paar geschrieben habe, die da (in alphabetischer Reihenfolge) sind: Simon Hablizel (TSV Wolfschlugen), Timo Bayer und Bastian Schneider (TSV Neuhausen), Daniel Roos und Jochen Masching (TV Reichenbach) und Veit Wager (SG Hegensberg/Liebersbronn).

Gewählt werden kann bis zum Montag, 19. Mai (23.59 Uhr).
Die Wahl ist beendet, vielen Dank fürs Mitmachen. Das Ergebnis wird im Laufe des Tages veröffentlicht.

Simon Hablizel (TSV Wolfschlugen)

Eigentlich muss man nur auf die Tabelle schauen: Die Frauen des TSV Wolfschlugen sind in der 3. Liga auf Platz zwei gelandet und damit das Team im EZ-Land, das am weitesten vorne ist. Umso erstaunlicher ist das, weil es Trainer Simon Hablizel gelungen ist, die Spielerinnen – und freilich taten diese das auch selbst – immer wieder zu motivieren, obwohl früh klar war, dass das Team nicht an der Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga teilnehmen würde. Guten Offensivhandball haben die Wolfschlugenerinnen ihren Fans geboten – und vor allem erfolgreichen. Hablizel bleibt – und auch in der kommenden Runde dürften die Wolfschlugenerinnen zu den Spitzenteams gehören.  

Timo Bayer und Bastian Schneider (TSV Neuhausen)

Trainer Timo Bayer (links) und Trainer Bastian Schneider (TSV Neuhausen).

Der TSV Neuhausen war auf breiter Basis erfolgreich: Die Drittliga-Männer am Ende auf dem starken sechsten Platz, die zweite Männermannschaft in die Landesliga Meister und Aufsteiger – und die Frauen haben sich in dieser Klasse nur eine Saison lang aufgehalten und steigen als Aufsteigerinnen schon wieder gleich in die Verbandsliga auf. Durchmarsch nennt man das – und das ist auch ein Verdienst des prima funktionierenden Trainerduos Timo Bayer / Bastian Schneider (rechts). Die Anerkennung im Club und in der gesamten regionalen Handballszene ist den beiden dafür sicher.

Daniel Roos und Jochen Masching (TV Reichenbach)

Es war ein notgedrungen zustande gekommener Rollentauch – der sowas von hingehauen hat: Aus dem Co-Spielertrainer Daniel Roos (rechts) wurde verletzungsbedingt der Coach am Spielfeldrand und aus dem Cheftrainer Jochen Masching der Lenker und Torewerfer auf dem Spielfeld. Das hätten sich beide vor dem Saisonbeginn auch nicht träumen lassen. Das wiederum galt auch dafür, dass die Mannschaft mit dieser Konstellation am Ende noch auf Platz drei landete – und so in die Verlängerung und die Entscheidungsspiele um den Aufstieg in die Oberliga darf. Was gegen einen unbekannten Gegner aus dem Badischen rauskommt, ist ziemlich offen – aber die Saison ist jetzt schon ein fast schon sensationeller Erfolg.

Veit Wager (SG Hegensberg/Liebersbronn)

Die Berghandballer haben Veit Wager geholt, um mit einer guten Mannschaft noch erfolgreicher zu sein – und Wager hat geliefert. Die Spieler und er haben sich auch vom – erwarteten – etwas holprigen Saisonstart nicht aus der Ruhe bringen lassen, haben weitergearbeitet, sind zusammengewachsen – und feiern nun hoch verdient als Zweiter hinter dem ebenso verdienten Meister SKV Unterensingen (Wagers Heimatverein) den Aufstieg in die Oberliga. Die SG Heli in der Oberliga, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Geschafft hat es die Mannschaft mit Wager und seiner Mischung aus Fachkenntnis und Motivationskünsten.


Abschiede und Abstürze

Ein historischer Moment: Manuel Späth erzielt sein letztes Tor in einem Pflichtspiel. Fotos: Paesler (3), Rudel

Das für die meisten Teams letzte Handball-Wochenende der Saison hatte es in sich. Jetzt stehen noch die Entscheidungsspiele an – wir haben heute in der Redaktion gelernt, dass es offiziell nicht Relegationsspiele heißt. Dazu steht noch nicht alles fest. Sobald es so weit ist, lest ihr es in der EZ.

Fest steht, dass die Männer des TSV Deizisau innerhalb eines Jahres von der damaligen Baden-Württemberg Oberliga in die Verbandsliga absteigen. Und, das ist schon ein bisschen länger klar, dass der ehemalige Bundesligist TV Nellingen kein Frauenteam mehr haben wird. Die beiden Themen und damit auch die Texte dazu in der EZ haben die Menschen in der Szene in den vergangenen Tagen am meisten beschäftigt.

Der bittere Moment: Deizisau ist abgestiegen.

Beide Fälle sind bitter, aber sehr unterschiedlich gelagert. Ich habe dazu einiges geschrieben und zu Deizisau kommt in dieser Woche auch noch was. Deshalb hier am Kreis dazu zunächst nichts mehr.

Bevor ich zu freundlicheren Themen komme, noch ein Hinweis: Ende der Woche starte ich hier wieder die Wahl zum Trainer der Saison. Stay tuned und macht wieder alle kräftig mit!

Steffen Rost war bei seinem Heimatverein Feuerwehrmann, Retter war er am Ende bei allem Einsatz am Ende nicht.

Richtig Spaß macht zurzeit die A-Jugend der JANO Filder, die sich tatsächlich gegen die Füchse Berlin durchgesetzt hat und im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft steht. Auch die Texte dazu wurden sehr, sehr gut gelesen – und die Tribünen bei den beiden Spielen in Neuhausen und Berlin waren ja auch voll. An dem Thema bleiben wir natürlich dran. Zunächst geht es für die JANO-Jungs nach Leipzig, das Halbfinal-Rückspiel ist dann am übernächsten Wochenende in einer Halle auf den Fildern – in welcher steht noch nicht fest.

Top Technik in der Sporthalle 1. Über den Hinweis auf die EZ-Aktion habe ich mich gefreut.

Am Samstagabend, ich hatte zuvor noch mit JANO-Trainer Magnus Gründig über das Spiel in Berlin telefoniert und den Text dazu online gestellt, habe ich einen historischen Moment miterlebt. Und ich habe ihn eher zufällig mit dem Handy festgehalten – die Bildqualität bitte ich entsprechend zu entschuldigen 😉. Manuel Späth, der prominenteste und wahrscheinlich auch beliebteste Handballspieler aus der Region der vergangenen Jahre, hat sein letztes Tor geworfen. Zumindest sein letztes in einem offiziellen Match, denn sein Abschiedsspiel am 5. Juli folgt ja noch.

Es war ein schöner Rahmen in der schicken Sporthalle 1 beim letzten Saisonspiel seiner HSG Ostfildern gegen den VfL Waiblingen und alles bis zum Ergebnis von 29:21 hat gepasst. Und wie „Urmel“ so ist, stand er natürlich im Mittelpunkt, hat sich aber nicht in diesen gedrängt und auch den anderen Abgängen Sebastian Pollich, Roman Fleisch, Moritz Schlemmer, Co-Trainer Timo Flechenhar und einigen aus der zweiten Mannschaft ihren Rahmen gelassen.

Die HSG-Handballer sagen Tschüss. Aber: Man sieht sich.

Aber dieses letzte Tor (für Statistiker: Es war das zum 28:20, Endstand war 29:21) wollte er einfach haben, ich habe das ja in meinem Text beschrieben. Manuel Späth wird auf den Spielfeldern früher der Welt und in den vergangenen drei Jahren der Region fehlen. Aber auch das ist schön: Er wird weiter präsent sein. Ich freu mich drauf, ihn immer mal wieder zu sehen. Sicher am 5. Juli.