Das bleibt vom EZ-Handballpokal 2018

„Hau das Ding runter.“ –
„Ich hab’s doch probiert.“

Dialog während des Finales zwischen Zizishausens Trainer Georgios Chatzigietim und Spieler Nico Fröhlich, nachdem er beim Stand von 4:5 aus Zizishausener Sicht einen freien Wurf vergeben hatte.

Der alte EZ-Pokalsieger ist auch der neue: TSV Neuhausen. Fotos: Rudel

Wer gestern Abend hier am Kreis vorbeigeschaut und auf meine Eindrücke vom Final-Tag beim EZ-Pokal gewartet hat – sorry, nach drei Tagen in der Halle und dann noch zwei produzierten Seiten war einfach Schicht im Schacht. Jetzt, mit ein paar Stunden Abstand, geht es mir wie wahrscheinlich den 150 Helferinnen und Helfern des Team Esslingen, vielen Spielern, Schiedsrichtern und dem Rest des EZ-Teams: etwas müde, aber zufrieden.

Die Neckarsporthalle war nicht nur während des Finales gut besucht.

Was haben wir erlebt in den vergangenen drei Tagen in der Neckarsporthalle?

Einen Turniersieger TSV Neuhausen, der sich vor allem im Halbfinale gegen den TSV Köngen schwerer getan hat als erwartet. Aber den Erwartungen entsprochen und gewonnen hat.

Die zweite EZ-Pokal-Sektdusche für MadDogs-Trainer Ralf Bader. Und wahrscheinlich erst einmal die letzte: Alles Gute in der kommenden Saison in Bietigheim.

Sektdusche für Ralf Bader.

Noch keine Erkenntnis, wer Baders Nachfolger wird. Die Gespräche laufen, heißt es aus Neuhausen.

Ein starker Finalist TSV Zizishausen, der mit dieser Leistung bald in der Baden Württemberg-Oberliga spielen dürfte. Versucht haben sie es bei Zizis ja schon oft genug.

Zwei Überraschungsmannschaften, die sich viele Freunde gemacht haben: Landesliga-Aufsteiger TSV Köngen, der die Neuhausener im Halbfinale am Rande einer Niederlage hatte und das Spiel um Platz drei gegen den SKV Unterensingen nur mit viel Pech verloren hat. Und Bezirksligist TSV Denkendorf, der sich in der Gruppe 4 souverän durchgesetzt und starke Leistungen gezeigt hat.

Stark: Gian-Luca Pupin (im grünen Trikot) und der TSV Köngen.

Manuel Vogel als bester Torhüter des Turniers, gewählt von den Trainern des Viertelfinales. Die Online-Wahl zum besten Spieler des Turniers ist gut angelaufen.

Print und online – das EZ-Team bei der Arbeit.

Ein EZ-Pokal-Rekordsieger TSV Deizisau, der zum ersten Mal in 24 Jahren – einmal hat die Mannschaft zudem nicht mitgespielt – nicht mindestens im Halbfinale stand. Mit zehn Siegen führen die Deizisauer die Liste immer noch an, Neuhausen kommt mittlerweile auf sieben Siege. Interessant: Neuhausen hat alle sieben Siege nach dem letzten Deizisauer Erfolg 2009 geholt. Nur der HC Wernau (2011) und der TSV Wolfschlugen (2016) haben seither auch gewonnen. Außer Deizisau und Neuhausen gab es überhaupt erst sieben andere Sieger. Manche Ex-Gewinner gibt es übrigens gar nicht mehr in der Form: TSG Esslingen (Premierensieger 1995), SG Frisch Auf Göppingen 1b (1997) und TSV Scharnhausen (1998).

Gute Idee: Ein Bildschirm im Foyer der Halle.

Die Erkenntnis, dass der Versuch, mit einer Gruppe der unterklassigeren Teams zu spielen, geglückt ist. Zumindest war das Feedback zu – gefühlt – 90 Prozent positiv. Das machen wir, je nach Anmeldungen, im kommenden Jahr wieder.

Prestigeträchtiges Halbfinale: SKV Unterensingen gegen TSV Zizishausen.

Ein sehr engagierter und routinierter Ausrichter Team Esslingen. Danke auch für den leckeren Kaffee im EZ-Arbeitsräumle.

Viele, viele gute Gespräche in der Halle. Selbst geführt und beobachtet.

Eine Szene aus dem Finale: Timo Flechsenhar gibt den Ball nicht her.

Vorfreude auf 2019. Dann gibt es den 25. EZ-Pokal und Ausrichter ist die SG Hegensberg/Liebersbronn.


Eine Antwort auf „Das bleibt vom EZ-Handballpokal 2018“

  1. Grundsätzlich finde ich die Berichte über den EZ-Pokal auf Ihrem Blog sehr informativ und lesenswert.
    Schade ist aber, dass ich feststellen musste, dass die SR, die an diesem Wochenende teilweise an allen drei Tagen im Einsatz waren, um das Tunier zu ermöglichen, mit keiner Silbe erwähnt werden. Im Bericht der EZ wird lediglich auf eine vermeindliche Fehlentscheidung (ich war zu diesem Zeitpunkt selbst nicht in der Halle und kann die Entscheidung nicht bewerten, deshalb „vermeintlich“) im Spiel zwischen Köngen und Unterensingen eingegangen.
    Den meisten Zuschauern war sicher nicht bewusst, dass neben Schiedsrichter-Teams des DHB und der BWOL auch zwei Teams aus dem Bezirk Esslingen-Teck an diesem Wochenende angetreten sind, um sich für Aufgaben in höheren Leistungsklassen im Bereich des HVW zu empfehlen. Hierfür waren SR-Lehrwarte des Bezirks anwesend, um den Teams direkt nach den Spielen entsprechende Rückmeldung zu geben.
    Es wäre schön, wenn gerade bei einem so bekannten und beliebten Tunier wie dem EZ-Pokal, die Schiedsrichter nicht zu einer Randfigur oder im schlimmsten Fall zum Schuldigen für ein Spielergebnis gemacht werden.

    Mit sportlichen Grüßen
    Marcus Weckenmann

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