
Wie seit dem Beginn hier im Blog im Jahr 2011 stellt sich auch Anfang 2026 die Frage: Wer gewinnt den EZ-Pokal? Zum zweiten Mal stellt sie sich doppelt: Wer gewinnt den EZ-Pokal der Männer und wer gewinnt den EZ-Pokal der Frauen?
Ich könnte hier sehr schnell fertig sein. TSV Neuhausen und TSV Wolfschlugen. Ja, die Favoritenrolle ist in diesem Jahr ziemlich klar verteilt. Aber ob die beiden Drittligisten tatsächlich ihren Titel verteidigen – und die Neuhausener mit dann zwölf Erfolgen alleiniger Rekordsieger sind – ist zum einen noch nicht sicher und zum anderen ist der Weg ins Finale ebenso spannend wie mindestens die Frage nach dem jeweiligen Gegner dort.

Auch wenn die letzte Phase des Jahres 2025 bei den Neuhausenern nicht mehr ganz so souverän war, so spielen doch sowohl sie als auch die Wolfschlugenerinnen eine insgesamt sehr gute Runde. Und, so haben es beide Trainer erklärt, sie werden das Turnier zwar auch nutzen, um einigen Spielerinnen und Spielern etwas mehr Praxis zu geben als während der Saison, aber sie nehmen den EZ-Pokal ernst und wollen ihn gewinnen. Bei Neuhausens Daniel Brack kommt dazu, dass er zwar als Spieler und als Spielertrainer schon dabei war, aber noch nie den Wanderpokal der Eßlinger Zeitung in die Höhe recken durfte. Das will er unbedingt ändern.
Von der berühmten Papierform sind daneben die Oberligisten plus bei den Frauen speziell Regionalligist HSG Leinfelden-Echterdingen die heißesten Anwärter auf das Finale und die Rolle des Favoritenärgerers. Ich bin darauf gespannt, wie sich die Heli-Männer (kurz nach der Vertragsverlängerung von Trainer Veit Wager) präsentieren, die ja als Aufsteiger so eine gute Rolle spielen.

Auch auf die EZ-Pokal-Neulinge SG Lauterstein (Männer) und TSV Heiningen (Frauen) und natürlich auf LE freue ich mich. Ich bin sicher, dass die Teams das Turnier bereichern werden. Das gilt auch für die Frauen des TSV Neckartenzlingen. Die spielen zwar „nur“ in der Verbandsliga. Aber ich bin gespannt, ob das Team tatsächlich so einen flotten Handball spielt, wie viele sagen.
Aber es geht ja nicht nur darum, wer gewinnt. Von den Verbandsligisten wird es wahrscheinlich keiner schaffen, aber alle freuen sich auf die Derbys. Überhaupt ist bei den Männern mit Ausnahme der HSG Ostfildern, die zurückgezogen hat, alles aus dem EZ-Land von der Verbandsliga aufwärts am Start. Es dürfte also der beste EZ-Handballpokal aller Zeiten sein.

Die Vorbereitung war wie immer anstrengend und die Tage in der Halle werden lang. Aber auch für uns bei der EZ ist es eines der Highlights des Jahres. Auch wir werden in Weil gut besetzt antreten, Texte für Online und Print sowie Seiten für die kommenden Ausgaben produzieren und – federgeführt von meinem Kollegen Robin Kern – einen aufwändigen Liveticker bieten. Nutzt ihn. Aber vor allem: Kommt in die Halle.
Auch die Macherinnen und Macher des diesjährigen Ausrichters TV Reichenbach haben sich voll reingehängt und werden, da bin ich sicher, in den kommenden Tagen über sich hinauswachsen. Die Zusammenarbeit macht riesig Spaß. Eine Person, die es so was von verdient hat, haben wir in Form eines Porträts in der Sonderbeilage zum Turnier (liegt der heutigen Ausgabe der EZ bei und ist auch hier komplett zu lesen) herausgehoben: Miss Tausendsassa Sigrid Bayer.

Man sieht sich in der Halle. Und wer gewinnt jetzt? Also, meine Prognose: Neuhausen durch einen Finalsieg gegen Heli und Wolfschlugen durch einen Erfolg im Endspiel gegen Leinfelden-Echterdingen. Wolfschlugen, also die Männer, und Denkendorf werden Dritte. Was meint ihr?
Hier geht’s zum EZ-Handballpokal-Spezial auf der Homepage der Eßlinger Zeitung.
