Die Expertin sagt: weiter so

Die Neuhausener und Pfullinger schenken sich nichts - Markus Fuchs kämpft sich in dieser Szene durch. Foto: Rudel
Die Neuhausener und Pfullinger schenken sich nichts – Markus Fuchs kämpft sich in dieser Szene durch. Foto: Rudel

Am vergangenen Wochenende hatte ich ehrlich gesagt wenig Handball im Kopf. Wer die heutige EZ-Ausgabe anschaut, sieht, warum. Heute ging‘s grad so weiter – Pressekonferenz mit Huub Stevens. Hat was, der Mann. Dabei war auch handballerisch einiges geboten, und meistens mit sehr erfreulichem Ausgang für die Teams aus dem EZ-Land.

Naja, die Plochinger werden über ihre Derby-Niederlage gegen Wernau nicht glücklich sein. Aber für die Wernauer ist der Erfolg für den Verbleib in der Württembergliga auch wichtiger. Super war der 27:26-Sieg des TSV Deizisau im Spitzenspiel in Schwäbisch Gmünd. Es war ein großer Schritt in Richtung Aufstieg in die BWOL. Am kommenden Sonntag könnte gleich der nächste und vielleicht noch größere Schritt folgen: Die Deizisauer erwarten als Tabellenführer den Zweiten TSV Heiningen – der nur deshalb nicht mehr ganz vorne steht, weil es gestern eine überraschende 28:32-Schlappe gegen den SV Vöhringen gab.

Das Kracher-Spiel im EZ-Land fand gestern aber in der Neuhausener Egelseehalle statt. Der TSV Neuhausen hat in der BWOL das Verfolgerduell gegen den VfL Pfullingen mit 32:27 gewonnen – ein echter Bigpoint. Und mit neun Toren des zukünftigen Pfullingers Felix Klingler. Neuhausen ist jetzt Dritter (33:13 Punkte), Pfullingen Zweiter (34:12), davor steht nur noch die SG Nußloch (37:7, ein Spiel weniger). Der Kampf um die zwei Aufstiegsplätze ist spannend, vor allem der um den zweiten. Denn der Abstand der Teams dahinter ist auch nicht groß.

Meine geschätzte Kollegin Steffi Dörre war gestern in der Halle – und ich hab sie nach ihrer Meinung gefragt.

Hallo Steffi, wie hat dir denn der Auftritt der Neuhausener gegen Pfullingen im Vergleich zu den vergangenen Spielen gefallen?

Steffi Dörre: Er war auf jeden Fall sehr überzeugend im Bezug auf die mannschaftliche Geschlossenheit und die Körpersprache jedes einzelnen Spielers. Sie sind dahin gegangen, wo es weh tut. Der Mittelblock mit Markus Fuchs und Hannes Grundler war richtig stark.

Das heißt, der Sieg war verdient?
Auf jeden Fall.

Wie beurteilst du, dass es ein Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg war?
Entscheiden war schon, dass die Mannschaft zuvor auch gegen die SG Pforzheim/Eutingen gewonnen hat – und jetzt die Revanche gegen Pfullingen für die Niederlage im Hinspiel. Eigentlich war ja Pfullingen der Favorit in dem Spiel.

Und, klappt es jetzt mit der Rückkehr in die 3. Liga?
Das ist schwierig zu beantworten, nach dem Auftritt gegen Pfullingen ist vieles möglich. In dieser Liga kann vieles passieren, da können einige Mannschaften noch patzen. Ich bin mir nicht so sicher, ob die Maddogs schon konstant genug sind – auf jeden Fall aber sind sie konstanter als am Anfang der Saison. Ein Problem könnte sein, dass sie ohne Mittelmann trainieren, weil Simon Wohlrabe unter der Woche schon beruflich in Düsseldorf ist und Timo Durst verletzt ist. Aber wenn sie weiter so auftreten wie gegen Pfullingen, können sie es schaffen.

Na dann hoffen wir, dass sie sich dran halten.


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