Ein Highlight

So, die Pokal-Seiten für die morgige EZ-Ausgabe sind fertig. Neuhausen, klar. Der Drittligist hat sich kaum Schwächen erlaubt und verdient den EZ-Pokal gewonnen. Übrigens erst zum zweiten Mal. Aber auch andere Mannschaften haben guten Sport gezeigt. Titelverteidiger HC Wernau hat sich immerhin bis ins Finale gekämpft und auch da für erfreulich viel Spannung gesorgt. Gut gefallen hat mir auch die HSG Ostfildern, die zwar im Halbfinale gegen Wernau fast mehr den Pfosten und HCW-Keeper Thomas Holl getroffen hat, aber vor allem kämpferisch hat die Mannschaft überzeugt. Und sich mit Platz drei belohnt. So wird es was mit dem Verbleib in der Württembergliga. Auch die SG Hegensberg/Liebersbronn als einziger Bezirksligist im Viertelfinale hat sich viele Freunde gemacht. Gegen die vier Klasen höheren Neuhausener hat HeLi richtig gut mitgehalten und sich phasenweise fast in einen Rausch gespielt. So viel Applaus von so vielen Leuten bekommen sie auf ihrem Berg sonst selten.

Der EZ-Pokal ist auch für uns EZ-Leute ein Highlight. Bei den Spielen in Schweißgeruchnähe zur Bank zu sitzen und zwischendurch viele Gespräche zu führen, macht Spaß. Und man sieht eben wieder, was für eine klasse Handballszene wir hier haben.

Interessant fand ich auch die Schiedsrichter. Ich hab‘s hier schon mal erwähnt. Natürlich ließen es sich unserer Nellinger Bundesliga-Schiris Fleisch/Rieber nicht nehmen, ein paar Spiele zu leiten, bevor sie zu einem internationalen Turnier in die Schweiz abdüsen mussten. International war es aber auch in der Neckarsporthalle. Die fünf Schweden, die Schiri-Einteiler Oliver Schmidt engagiert hat, waren eine Bereicherung. Am Ende hatten zwar auch sie ein paar Konzentrationsprobleme, aber wer will es ihnen bei so vielen Spielen verdenken. Ein paar Dinge haben sie etwas anders ausgelegt, als es unsere Mannschaften gewohnt sind. „Aber wenn man sich darauf eingestellt hat, war es wirklich gut“, war ein Satz, den ich häufiger gehört habe. Mangels Sprache hatten sie ganz klare Gesten, Trikotzupfen haben sie schneller abgepfiffen und mehr Stürmerfoul gepfiffen. Das hat mit besonders gut gefallen, denn meiner Meinung nach wird das bei uns zu wenig gemacht.

Den Schweden-Effekt – nicht alles zu verstehen, ist manchmal ein Vorteil – haben gestern übrigens auch zwei junge hiesige Schiris zu nutzen versucht. Sie haben sich einfach die Trikots von den skandinavischen Kollegen ausgeliehen. Auch sie haben ihre Sache gut gemacht. Ich freu mich schon auf den nächsten EZ-Pokal! Und wie hat’s euch gefallen?


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3 Antworten auf „Ein Highlight“

  1. @Hans Rahm: vielen Dank für dein Lob für die Mannschaft und für die Leistung von Oliver Beiser. Wir sind sehr froh, dass wir so einen tollen Spieler in unseren Reihen haben und hoffen, dass er es nicht noch einmal eine oder gar zwei Klassen höher probieren wird. Können tut er dies auf alle Fälle!

    @Thomas: Auch mich haben die schwedischen Schiesdrichter beeindruckt. Lag vermutlich auch an den mangelnden Deutschkenntnissen. So konnten sie sich ganz aufs Pfeifen konzentrieren, ohne verbale Störfeuer wahrnehmen zu können. Bei Trikotzupfen bin ich deiner Meinung, bei Stürmerfoul nicht. Da bekommen wir eine Inflation von Stürmerfoulszenen, die der Abwehrspieler meist geschickt provoziert. In der Folge entsteht dadurch eine zusätzliche Drucksituation für die Schiedsrichter, da es unmölgich ist bei dem Tempo immer genau zu erkennen, wer, wann, wo stand oder nicht.
    Mir wäre es lieber, wenn klare Aktionen gegen den Körper und Stoßen in der Luft deutlicher bestraft werden würden.

  2. Die wichtigste Erkenntnis des EZ-Pokals: Die Handballszene in der Region Esslingen brummt. Die Halle war an drei Tagen voll, die Stimmung bestens. Dass Neuhausen gewonnen hat ist nicht verwunderlich, umso mehr die Tatsache, dass Wernau ein absolut ernsthafter Finalgegner war. Respekt und Anerkennung. Dasselbe gilt für die HSG Ostfildern, die sich im „kleinen“ Finale, das keiner spielen will, auch von einem Rückstand nicht beeindrucken ließ. Plochingen dagegen geht mit einem schlechten letzten Eindruck aus dem Turnier.
    Nach den drei Turniertagen sollte sich übrigens Oliver Beiser vom HC Wernau fragen, ob er es nicht doch noch einmal eine Liga höher versuchen will. Denn in der Württembergliga ist er tendenziell unterfordert… das war beim EZ-Pokal deutlich zu sehen gegen die Ligakonkurrenten.