Auf die Mischung kommt es an

Falls jemand schon auf ein paar Zeilen zu Alen Dimitrijevic und TSV Wolfschlugen gewartet hat – da ich gestern meinen freien Tag hatte, ging es mir wie vielen anderen auch: Ich habe aus der Zeitung erfahren, dass er nicht mehr Trainer bei dem Württembergligisten ist. In Facebook hab ich gestern auch nicht reingeschaut. Heute hab ich dann erst einmal an meiner Haigis-Geschichte für Samstag gebastelt und nebenher noch ein Interview mit dem neuen VfB-Kapitän Serdar Tasci geführt und geschrieben.

So, über die Gründe für den sofortigen Abgang von Dimitrijevic wissen wahrscheinlich einige Leser hier mehr als ich. Es wird welche geben, sonst hätte er nicht jetzt schon hingeschmissen, nachdem man ihm mitgeteilt hat, dass er am Saisonende gehen muss. In Wolfschlugen gibt es also nicht die Plochinger Greiner-Lösung. Den momentanen A-Jugend-Trainer Lars Schwend in der neuen Runde zum Chefcoach zu machen, macht Sinn. Weil er die A-Jugend der Wolfschlugener erfolgreich in der Bundesliga betreut. Und weil eben viele der A-Jugendlichen ins Württembergliga-Team aufrücken, beziehungsweise jetzt teilweise schon dort spielen. Aber es birgt auch Risiken. Denn genauso, wie jetzt offensichtlich einige A-Jugendliche mit Dimitrijevic ihre Probleme haben, oder zumindest mit der permanenten Umstellung von Schwend auf Dimitrijevic, muss Schwend, der ja selbst auch noch in Neuhausen spielt, erst einmal zeigen, dass er nicht nur mit den Jungen, sondern auch mit den Erfahreneren klar kommt. Auf die richtige Mischung kommt es an. Dass einige Jugendliche wegen ihm in Wolfschlugen spielen oder bleiben, reicht nicht allein. Das wissen dort aber alle.

Denn eines ist klar: Die Trennung mag tatsächlich nicht mit dem nicht ganz zufriedenstellenden Abschneiden in der laufenden Saison zusammenhängen, wie es die Vereinsverantwortlichen beteuert. „Wir waren nicht unzufrieden mit Dimitrijevics Arbeit“, sagt Abteilungsleiter Wolfgang Stoll. Aber in der kommenden Runde liegt die Messlatte wieder höher, und andere Mannschaften auch aus der Region werden dann ähnliche Ziele haben und es den Wolfschlugenern schwer machen, in die Aufstiegsrunde zu kommen. Ich bin mal gespannt, wie das weitergeht. Alen Dimitrijevic jedenfalls alles Gute!


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3 Antworten auf „Auf die Mischung kommt es an“

  1. Die Lösung in Wolfschlugen mit Lars Schwend scheint logisch, eines ist aber klar: Die A-Jugend und die Aktiven betreuen und noch in Neuhausen spielen wird nicht funktionieren. Übrig bleiben wird für Schwend wohl „nur“ die Erste von Wolfschlugen, sicherlich wird er da den Spielertrainer geben. Auch wenn er mit den A-Jugendlichen gut klar kommt, dass er als 26-Jähriger von den „Alten“ akzeptiert wird, scheint mir noch nicht eindeutig.