Gewinnen in Herrenberg

So, jetzt kommt‘s am Samstag also tatsächlich zum Abstiegs-Showdown der 3. Liga in Herrenberg. Und wir hoffen, dass es danach für den TSV Neuhausen nicht down in die BWOL geht. Ich hab nicht erwartet, dass die Maddogs gegen Nieder-Roden so deutlich gewinnen. Aber ich hab erwartet, dass sie gewinnen – ebenso wie es mich nicht überrascht, dass die Konkurrenten (mit Ausnahme von Hochdorf) gewonnen haben. Es ist tatsächlich die Zeit der komischen Ergebnisse und es ist klar, dass die Mannschaften, für die es um nichts mehr geht, nicht mehr so ganz hundertprozentig bei der Sache sind. Warum sonst gewinnen die Kellerteams zurzeit fast immer gegen die weiter oben stehenden Mannschaften? Der (punktgleich mit Neuhausen) Viertletzte Groß-Umstadt zum Beispiel gegen den Meister Friedberg.

Herrenberg hat bei Groß-Sachsen nur mit einem Tor gewonnen, hat so nun also weiterhin einen Punkt mehr als die Neuhausener. Dennoch gibt es für die kaum Rechenspiele vor dem letzten Saisonspiel. Nur bei einem Unentschieden in Herrenberg kommt es darauf an, was in anderen Hallen passiert ist. Ansonsten ist es ganz einfach: Sieg gleich 3. Liga, Niederlage gleich BWOL. Die Herrenberger, die in der kommenden Saison ja vom bisherigen Wernauer Nico Kiener trainiert werden, können sich jedenfalls auch keine Niederlage leisten, denn sonst müsste es für sie in den anderen Hallen passend laufen.

Wir sind bei Auswärtsspielen der Maddogs ja eigentlich nicht dabei, in diesem Fall aber wird Steffi Dörre (die mir gerade gegenüber sitzt und sich ausnahmsweise um die Fußballer kümmert) nach Herrenberg reisen und in der Montag-Ausgabe vom Drama oder vom Glück der Neuhausener berichten. Wir sind gerade auch noch am Überlegen, was wir im Vorfeld noch machen.

Die Handball-Saison geht also vollends dem Ende entgegen. Und auch im Relegations- und Entscheidungsspiel-Dschungel lichtet es sich so langsam. Dschungel, weil es nicht so ganz einfach ist durchzublicken, wie in welcher Liga der Modus ist. In der Württemberliga haben sich die Frauen des HC Wernau und die Männer des TV Oppenweiler (gegen „unseren“ Staffelsieger HSG Langenau/Elchingen) den württembergischen Meistertitel gesichert – aufgestiegen waren ja schon alle Meister. Bei den Männern hat der TSV Zizishausen das Aufstiegsrundenrückspiel gegen den TV Flein zwar mit 33:28 gewonnen, hatte das Hinspiel aber satt mit 25:36 verloren – bleibt uns also als Derby-Gegner erhalten. Flein ist damit aber noch nicht durch, am Donnerstag geht es gegen den TV Bretten weiter um den Aufstieg in die BWOL.

Gedankenspiele, ob sich der TSV Deizisau und der TSV Wolfschlugen, die ja lange mit Zizishausen im Rennen um Platz zwei waren, besser geschlagen hätten, sind müßig. Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass die drei Mannschaften auch in der kommenden Saison oben mitspielen werden. Deizisau mit neuem Trainer, Wolfschlugen mit guten Verstärkungen, allen voran Wolfgang Kroll aus Neuhausen.

Und sonst? Wenn ich es richtig verstanden habe, sind die Neuhausener Frauen raus aus dem Rennen um den Aufstieg in die Württembergliga, die Altbacherinnen dagegen haben in Aldingen gewonnen und damit im Heim-Rückspiel am Donnerstag gute Chancen, den Aufstieg in die Landesliga klarzumachen. Oder kommt dann noch ne Runde? Wäre echt schön, wenn die ganze Auf- und Abstiegsregelung mal ein bisschen einheitlicher wäre. Aber davon hatte ich es hier ja schon mal.   

Neuhausen

Die Neuhausener verabschieden sich vom Heimpublikum – in der neuen Saison möchten sie gerne als Drittligist wiederkommen.


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9 Antworten auf „Gewinnen in Herrenberg“

  1. Auch der TV Reichenbach hat mit der Frauenmannschaft die Landesliga erreicht! Außer einem zweijährigen verweilen in der Bezirksliga, konnte man seit der Saison 2009/2010 jedes Jahr einen Aufstieg feiern!

  2. Schön, dass ihr wieder da seid, hab euch schon vermisst. Sieht wirklich frischer aus :-), Glückwunsch!
    Jetzt drück ich die Daumen, dass es die Maddogs schaffen sie haben es verdient.

  3. Neuhausen wird in Herrenberg gewinnen.

    Aber das in der 3. Liga generell etwas nicht stimmt, sieht man an den oberen Mannschaften: Was sich zum Beispiel Friedberg nach feststehender Meisterschaft leistet, entbehrt jeder Sportlichkeit. Erst Meister werden wollen, aber nicht aufsteigen und nach besiegelter Meisterschaft die Spiele abschenken.

    Auch die Anzahlen an Ltd. als Rechtsform, Insolvenzen und Nicht-Aufsteiger in und aus der 3. Liga werden sicher weiter zunehmen, wenn der DHB als Verband nicht eingreift. Die eingleisige 2. Liga war kein Geniestreich.

  4. Es gibt außer Neuhausen noch eine weitere EZ-Mannschaft in der 3. Liga.
    Im Januar noch wurde die Drittliga-Mannschaft des TV Nellingen II zur Mannschaft des Jahres im EZ-Land gewählt. Kritische Stimmen wollten erst den Klassenerhalt sehen, here it is: ohne Budgetdiskussionen, ohne Sponsorenklagen, ohne Spielergehälter und dann nebenbei noch Teilnahme an den Viertelfinalspielen der deutschen A-Jugend Meisterschaft erreicht, – in der Summe annähernd 50 Spiele in der laufenden Saison in den Knochen und das alles neben Schule und Studium … sollte auch mal eine Erwähnung wert sein …

    1. @Jugendfreund: Ich bin ganz deiner Meinung.
      @Sigor: Du hast die HSG Leinfelden-Echterdingen vergessen die am kommenden Donnerstag nach einem 30:28 Rückstand beim NSU Neckarsulm 2 zu Hause um den Aufstieg in die Landesliga spielt. Bereits am 01.05. zogen sie mit einem Siegtreffer 20 sec. vor Schluss in die (letzte) Runde ein.
      Wird spannend 🙂

  5. Die Altbacherinnen wären durch, wenn das Spiel am Donnerstag vorbei ist. Ich glaub die würden sich auch über ein paar Zuschauer freuen, ist ja auch eine Mannschaft aus der Region, die in die Landesliga aufsteigt.
    Was die Württembergliga angeht, ist der Aufstiegsmodus so wie er jetzt ist deutlich besser, im Vergleich zu den letzten Jahren. Da konnte es sonst nämlich auch sein, dass man als Meister eventuell gar nicht aufgestiegen ist.