Gratulation Frank Ziehfreund

Bei Frank Ziehfreund läuft's. Fotos: Rudel
Bei Frank Ziehfreund läuft’s. Fotos: Rudel

Morgen kann sich Frank Ziehfreund vielleicht revanchieren. Denn Lars Schwend, Trainerkollege vom TSV Wolfschlugen, war einer der Ersten, die Ziehfreund zur vorzeitigen Meisterschaft mit der SG Leonberg/Eltingen gratuliert hat. Der frühere Coach des Team Esslingen und des HC Wernau wird mit der SG in der kommenden Saison in der Württembergliga antreten. Allerdings vermutlich nicht in „unserer“ Süd-, sondern in der Nordstaffel.

Eines ist klar: Sollten Schwends Wolfschlugener morgen in Blaustein den Aufstieg in die BWOL klar machen, wird Ziehfreund einer der ersten Gratulanten sein. Ansonsten ist der Esslinger Ziehfreund in der Handball-Region nicht mehr so sehr präsent. Mit seinen Leonbergern ist er mehr in der Region Heilbronn unterwegs. Und er hat handballerisch bei der SG sein Glück gefunden. Nicht nur wegen des Aufstiegs. „Ich fühle mich sehr wohl. Das Gute ist, dass die sportliche Leitung zu 100 Prozent hinter mir steht. Es sind viele vernünftige Leute da. Da kann man ruhig und konzentriert arbeiten“, erklärt er.

Ziehfreund heuerte in Leonberg von knapp drei Jahren an, als die SG gerade aus der Württembergliga abgestiegen war. In der ersten Saison scheiterte die Mannschaft in der Relegation, in der zweiten wurde sie Dritter, jetzt hat es geklappt. Durch den 39:22-Sieg gegen die Neckarsulmer SU II hat die Mannschaft den Aufstieg schon am drittletzten Spieltag perfekt gemacht. Dass Haupt-Konkurrent TSV Alfdorf patzte, machte keinen Unterschied mehr.

Der König von Esslingen - so feierte Frank Ziehfreund einstmals einen Aufstieg mit dem Team.
Der König von Esslingen – so feierte Frank Ziehfreund einstmals einen Aufstieg mit dem Team.

Es ist nicht Ziehfreunds erster Aufstieg. Mit dem Team hat er es zwei Mal, mit dem HCW ein Mal geschafft. „Jeder Aufstieg hat seine Bedeutung gehabt. Dass Besondere an diesem ist, dass ich die heimischen Gefilde verlassen und woanders etwas bewegt habe“, sagt er.

Ganz ohne Unterstützung aus dem EZ-Land ist er in Leonberg allerdings nicht. Die Spieler Dominik Merkle (Wolfschlugen und Esslingen) und Denny Spiller (Plochingen) haben den Wechsel die paar Kilometer auf der A8 nach Westen mitgemacht. Für die kommende Saison hat Ziehfreund bereits seinen früheren Wernauer Spieler Ladislav Goga verpflichtet, der zurzeit in Waiblingen spielt, wo bis vor kurzem ja Ziehfreunds früherer Wernauer Trainerkollege Michael Abele tätig war.

Als Plus der Leonberger Handballer bezeichnet Ziehfreund das, was oft das Plus ist, wenn eine Mannschaft den Aufstieg schafft: „Wir sind während der Runde zu einer richtig guten Mannschaft geworden, haben einfach eine gute Mischung, spielen eine gute Abwehr und haben erfolgreich einige Spieler aus der A-Jugend integriert.“ Und der Trainer war wahrscheinlich auch nicht der schlechteste. Entsprechend „optimistisch gehen wir die Württembergliga an“, sagt er.

Frank Ziehfreund hat bei der SG richtig Spaß, das merkt man. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte die ganze Mannschaft Spaß. Wurde gefeiert? „Kennsch ja die Handballer“, sagt Ziehfreund nur und lacht. Die große, organisierte Sause folgt dann noch nach dem letzten Spiel am 25. April gegen die Alfdorfer, die dann nur brav gratulieren dürfen.

Tu ich hier auch.


Schreibe einen Kommentar

Eine Antwort auf „Gratulation Frank Ziehfreund“