Zwischen Blues und Aufbruch

Ich hab in der heutigen EZ-Ausgabe nur noch eine kleinere Meldung untergebracht, weil die Seite eigentlich schon fertig war, als die Nachricht kam. Aber diese Nachricht war mal wieder eine gute von den Nellinger Zweitliga-Frauen: Geschäftsführer Stefan Wiech hat es tatsächlich geschafft, Maren Weigel davon zu überzeugen, eine weitere Saison für die Hornets zu spielen. Wobei er betont, dass es wohl eher Trainer Arne Kühr war, der die richtigen Worte gefunden hat. Leicht war es bestimmt nicht, denn Weigel ist zwar erst 18 Jahre alt, aber ehrgeizig. Und wenn dann ein paar Bundeslisten anrufen, kann man schon mal schwach werden. Aber wie gesagt, sie ist erst 18 und kann noch früh genug höher spielen. Für ihre Entwicklung ist es bestimmt nicht schlecht, noch ein Jahr nicht eine von vielen in einem Bundesligakader zu sein, sondern Top-Scorerin bei einem Zweitligisten. Zumal sie mit weiter guten Leistungen auch für die ambitionierteren Bundesligisten interessant wird, die jetzt schätze ich mal noch nicht bei ihr angeklopft haben.

Allerdings, und mich würde interessieren, wie sie davon überzeugt wurde, muss sich dazu auch das Nellinger Team weiterentwickeln. Denn die laufende Saison ist eine zum Vergessen. Ein Jahr ohne Aufstiegsrennen und mit der Entwicklung der Ideen des neuen Trainers wurde angekündigt, aber dass so wenig geht, war nicht ausgemacht. Und so wirklich ist es angesichts der momentanen Lage schwer vorstellbar, dass das Team in der kommenden Runde wieder ganz oben mitspielen kann – und Maren Weigel vielleicht sogar mit Nellingen in die Bundesliga aufsteigt. Im Moment herrscht in Nellingen eher der Blues.

Aber: Es gibt Dinge, die positiv stimmen. Auch Kreisläuferin Ariane Geissmann hat verlängert. Die Schweizerin macht nicht nur viele Tore, sondern ist auch eine, die für viel Push auf dem Spielfeld sorgt. Dazu sind ja auch so wichtige Spielerinnen wir Daniela Stratmann, Agne Zukauskaite und Louisa Wolf in der kommenden Runde dabei. Und Sandra Faustka. Die Ex-Spielführerin soll nach ihrer Baby-Pause noch in der laufenden Runde wieder einsteigen. Bin mal gespannt. Und ich bleibe dabei: Hätte Sandra Faustka die vergangene Runde bis zum Ende durchgespielt, wären die Hornets jetzt wahrscheinlich in der Bundesliga. Stünden da aber ebenso wahrscheinlich nicht so dolle da – es war wohl besser so…

Einiges muss sich im Kader noch tun, im Rückraum fehlt’s, im Tor. Und links außen. Tina Habiger hört auf und jetzt hat auch Tine Gall angekündigt, nach acht Jahren die Hornets zu verlassen. Damit fehlen nicht nur zwei gute Spielerinnen auf der gleichen Position, sondern auch zwei Persönlichkeiten, die für den Teamspirit wichtig sind. Es wird eine Herausforderung, dafür Ersatz zu schaffen.

Sehr, sehr spannend, was in den kommenden Wochen bei den Nellingerinnen passiert. In den Hallen muss erst mal klargestellt werden, dass es nicht doch noch eng wird in Sachen Ligaverbleib. Nach drei (sieglosen) Auswärtsspielen kommen am Samstag (19.30 Uhr) die Berliner Füchsinnen in die Sporthalle 1. Wiech hat in dem Zusammenhang übrigens darauf hingewiesen, dass wir in der Montag-Ausgabe zwar richtig geschrieben haben, das das Team drei Punkte vor einem Abstiegsplatz steht – aber drei Pluspunkte, wegen den weniger gespielten Spielen sind es auf der Minusseite sieben. Das sieht schon besser aus.

Zurück zum Thema: Im Hintergrund müssen Wiech und Co. ein starkes Team zusammenstellen. Nicht nur ein starkes, sondern auch eines, in dem es stimmt. Aufbruchsstimmung muss her. Aber offenbar hat der Geschäftsführer da das eine oder andere in der Pipeline. Und Trainer Kühr muss zeigen, dass er wirklich ein Guter ist, der die Hornets dahin bringen kann, wo sie hinwollen. Auch für ihn ist am 11. Mai die Übergangssaison und damit auch die Schonfrist vorbei.

Maren Weigel wirft auch in der Saison 2013/2014 Tore für die Hornets.

Nicht nur Tine Galls Flüge aufs Tor werden fehlen.


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39 Antworten auf „Zwischen Blues und Aufbruch“

  1. Zunächst möchte ich sagen dass ich größten Respekt vor dem Einsatz aller Spielerinnen habe, die einen enormen Zeitaufwand für einen Appel und ein Ei betreiben.
    @ECHTER FAN…
    Eine kleine Korrektur hätte ich da: Veltrop und Magelinskas gehörten zu den 10 neuen Spielerinnen in der Beinahe-Abstiegssaison.
    Natürlich ist bekannt dass diese Saison eine Übergangssaison ist. ABER hat sich nicht die Mannschaft selbst den 4. Platz als Ziel gesetzt? Wurde nicht vom Trainer und Manager angekündigt dass ab Mitte Oktober das neue System greifen würde? Wurde hier nicht auf den Bietigheimer Umbruch (der Personell auch tatsächlich einer war) der letzten Saison verwiesen, wo diese am Ende knapp am Aufstieg vorbeistreiften? Ich denke dadurch wurden Erwartungen geschürt denen man derzeit nicht entspricht.
    Im Sommer wurde die 3:2:1-Abwehr ohne Ende geübt und getestet. Mit dem Ergebnis dass nach den ersten Pleiten in der Liga wieder auf 6:0 umgestellt wurde. So frei vor dem Tor sah man Gegnerinnen sonst nur wenn sie beim Tempogegenstoß alleine auf die Torhüterin zuliefen… Unter Herrn Hornung als Trainer war die Abwehr in 2 Wochen umgestellt und es hat funktioniert!

    Jetzt kündigte Herr Kühr an dass Nellingen in der neuen Saison (wenn alles mit den geplanten Neuzugängen klappt) ganz oben mitspielen kann. Caro Tuc kann Lucy Wilamowska in der Abwehr ersetzen, offensiv aber keine Jessi Schulz. Sina Namat könnte eine Verstärkung am Kreis werden wenn ihr Kreuzband hält und sie sich fern der Heimat schnell zurecht findet. Judith Woerner sehe ich eher in der 2. Mannschaft. ECHTE Verstärkungen sehe ich bis jetzt nur durch Sandra Faustka und Saskia Herold.
    Als echter Fan steht man immer zu der Mannschaft auch wenn es mal nicht läuft, aber man muss auch nicht alles gut finden was in „seinem“ Verein passiert.

    Viele Grüße!

  2. Ich verfolge mit gesteigertem Interesse diesen Blog und will nun nach reiflicher Überlegung einen weiteren Aspekt zur Diskussion stellen. Vorab möchte ich gerne akzentuieren, dass ich ein ECHTER Hornets Fan bin und seit Jahren mit Begeisterung die Spiele in der Halle und die Entwicklung des TV Nellingen bis hin zu den Schwaben Hornets verfolge.
    Beim Lesen der obigen Beiträge fällt mir sofort eine gewisse Skepsis auf. Eine Skepsis gepaart mit enormem Pessimismus gegenüber dem, was in Nellingen zur Zeit bewerkstelligt wird. Die Skepsis reicht, wenn ich die Inhalte des Blogs resümieren darf, von der Vereinsführung, über die aktuelle Mannschaft, über den Trainer bis hin zur Zusammenstellung der neuen Mannschaft.
    Ich frage mich bei Leibe, wer sich in diesem Blog tatsächlich an den Hornets erfreuen kann und wer in diesem Blog auf Teufel komm raus das Haar in der Suppe sucht. Als FAN bin ich, in nicht unerheblichem Maße, daran interessiert die Mannschaft, den Trainer und den Verein zu unterstützen und an ein positives Momentum zu glauben.
    Gerne möchte ich in die Saison 2008/2009 zurückblicken:
    Ein gewisser Herr Haigis war Trainer des TV Nellingens. Die Mannschaft war zu dieser Zeit gespickt mit wirklichen Top-Spielerinnen (Urbisch, Radulovic, Solic, Rücker, Veltrop, Magelinskas)… die den Verein VOR dieser Saison verlassen haben. Man machte einen Umbruch – 10 neue Spielerinnen kamen. Bei Weitem nicht die Topspielerinnen, die man gewohnt war, aber der Verein musste finanzielle Abstriche machen und es war mit diesen Spielerinnen eine zufriedenstellende Lösung vorhanden. Die angesprochene Saison 2008/2009 war eine „Übergangssaison“, in der man bis zum Schluss zittern musste und man hat trotz aller anerkannten Qualitäten von Herrn Haigis den Klassenerhalt nur sehr knapp realisieren können.
    Erst im darauffolgenden Jahr begann fortan die Erfolgsgeschichte, der zur Zeit – so scheint mir – alle hinterher trauern. Man ergänzte den Kader punktuell auf 2 Positionen und startete mit einem Team in die Saison, dem viele vorab diesen Erfolg, den sie am Ende hatten, nicht zugetraut hätten. Erst durch diese eine erfolgreiche Saison ergaben sich Möglichkeiten Spielerinnen wie Jessica Schulz zu verpflichten und durch Erfolg hatte man das Gefühl, dem Verein laufen die Spielerinnen zu. Die Situation war ein Selbstläufer für alle Beteiligten.
    Fraglich für viele Außenstehenden bleibt allerdings, warum in diesen zwei Jahren, in denen alle nötigen Umstände realisiert wurden, der Aufstieg nicht verwirklicht werden konnte und auch warum diese Saison derart schlecht verlief. (Zu dieser Frage könnte man sicherlich einen neuen Blog eröffnen – daher äußere ich mich zu diesem eigenen Thema ferner nicht .)
    Zur zentralen Überlegung meinerseits: Sollten wir nicht der Situation, dem Umbruch (der vielleicht notwendig ist) eine reelle Chance geben, ohne vor schon zu entscheiden, dass wir immer das Haar in der Suppe suchen werden. Herr Haigis hat es auch geschafft aus einer nominell schwächeren Mannschaft etwas zu Formen, das Erfolg hatte (wenn auch, wie oben beschrieben das letzte Quäntchen nie erreicht wurde).
    Geben wir dem Tv Nellingen in seiner gesamten Form doch die Chance sich wieder einmal neu zu formieren und folgen wir dem Leitsatz von H. Hesse: „… und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne!“

  3. Also ich finde es gut dass am Kreis vom Spielertyp eine Veränderung erfolgt. So kann flexibler auf die Gegner reagiert werden. Schade natürlich für Martina, die immer alles gegeben hat und vor allem in den Spielen wo sie die einzige Kreisläuferin war zur Hochform auflief. Auch die neue Rechtsaußen wird ihre Einsätze bekommen.
    In der 2. Mannschaft spielt mit Saskia Hiller nur noch eine RA und in der 1. könnte ich mir vorstellen dass Sandra Faustka mit Ihrem Baby nicht jedes Spiel mitmachen wird.
    Ich hoffe nur dass für den linken Rückraum und der Spielmacherposition noch was kommt.

  4. Ich frage mich auch, wo die Nellinger Reise hingehen soll. Die Entscheidung für Sina Namat als ein anderer Spieltyp auf Kreismitte finde ich ausgesprochen gut. Die Personalie Judith Woerner zeigt mir, dass im Jahr drauf wohl mit einem Weggang von Maren Weigel zu rechnen ist und man sich darauf einstellt, dass auch Dani Stratmann kürzer tritt. Aber ob das für die Spitze der 2. Bundeliga reicht bezweifle ich.

  5. @ Hornet
    Mit Tina und Tine kann ich dir natürlich voll zustimmen, wollte ihre Leistungen auch nicht unterschlagen hab Kissi und Martina nur als beisp. genommen.
    Leider werden Tina und Tine ja nächste Saison nicht mehr für unsere Hornets spielen und heute die Meldung Martina auch nicht mehr (“ in gegenseitigem Einvernehmen“ , wäre aber auch gerne geblieben?). Was ist den da los????
    Wenn man die Neuzugänge anschaut frage ich mich wo den die Reise der Hornets hingehen soll.
    @ Poldi
    Vollkommen dafür finde aber das er gut zu unseren Hornets gepasst hat…….
    @Hornets Fan
    Dachte eigentlich dass die Torhüterinnen von Stefan Wallach betreut werden?

  6. @B.Hans
    Ich finde es gibt noch weitere Vorbilder/Identifikationsfiguren. Man sollte auch Tina und Tine nicht vergessen. Sie haben immer unermüdlich gekämpft und sich für den Verein engagiert. Sie haben meiner Meinung nach die Abwehr mit zusammengehalten und vorne immer viel Druck gemacht.
    Es waren gerade Kissi, Dani, Martina, Tina, Tine, Sandra und Celi bei denen man gesehen hat, dass sie immer Vollgas gegeben haben und sich nicht haben hängen lassen.
    @ Hornets Fan
    Ich finde nicht, dass es mit mangelndem Respekt gegenüber Arne Kühr zu tun hat, wenn ich seine „Manschaftsführung/aufstellung“ kritisiere. Zum Thema Übergangssaison kann ich nur eins sagen: Ich kann es nicht mehr hören. Die einzig junge Spielerin die neu dazugekommen ist, ist Louisa Wolf. Maren Weigel war meiner Erinnerung nach schon unter Markus Hornung da. Also bitte nicht immer diese Übergangssaison als Alibi heranziehen. Ich finde auch überhaupt das Gerede von Verjüngung des Kaders völlig falsch: Die von mir oben genannten Spielerinnen sind im besten Handballalter. Es ist ja nicht so, dass alle über 30 sind. Die meisten sind Mitte zwanzig. Wieso also will man den Kader mit aller Macht verjüngen? Ich glaube eher, Herr Kühr kommt vielleicht nicht so gut mit gestandenen Spielerinnen klar, weil diese womöglich auch mal ihre Meinung vertreten. Aber das ist nur eine Vermutung und hat nichts mit mangelndem Respekt gegenüber Arne Kühr zu tun, dafür kenne ich ihn persönlich zu wenig. Es sind nur Gedanken, die man sich macht, wenn man kontinuierlich mit dieser Verjüngung des Kaders konfrontiert wird.
    @ Luckilucki Beitrag 31
    Ich stimme dir voll zu.
    @Poldi
    Wäre ich auch vollkommen dafür, auch wenn es nicht in Nellingen ist. Er steht jeder Mannschaft gut zu Gesicht und kann dem Handball in der Region nur gut tun.
    @ Alle „Am Kreis“-Leser
    Was ich immer schön an derartigen Diskussionen finde ist, dass die Zukunft zeigen wird wie es ausgeht bzw. weitergeht. Wie schon einmal erwähnt: Es bleibt spannend…

  7. @B.Hans

    die positive Entwicklung von Celia Schneider ist ganz sicher auch ein Verdienst von Arne Kühr. Im letzten Jahr war ihre Körpersprache noch eine ganz andere

    @Hornet

    Und wo bleibt dein Respekt gegenüber Arne Kühr. Es war von Anfang an klar dass es eine „Übergangssaison“ wird und eine deutliche Verjüngung des Kaders durchgeführt wird. Und wir vergessen auch sehr schnell diese unfassbar vielen verletzten Spielerinnen fast über die komplette Saison

  8. @stefan haigis: Guter Beitrag!
    Für Zuschauer wirkt es momentan so als ob die Statik durch den neuen Trainer ins wanken gebracht wurde. Die neuen Spielerinnen sollten tragende Säulen sein, wurden jedoch bereits nach wenigen Wochen mit öffentlicher Schelte demontiert und gelten als Wackelkandidatinnen für die neue Saison. Altgediente Spielerinnen sitzen trotzdem auf der Bank oder traben mit hängenden Köpfen übers Spielfeld. Die Juniorinnen sollen es also richten… doch bei allen spielerischen Qualitäten des Nachwuchses: An wem sollen sie sich aufrichten wenn es mal nicht so läuft? Die bisherigen Säulen sind oft mit sich selbst beschäftigt weil sie a) auf der Bank sitzen, b) sich um einen neuen Vertrag sorgen oder c) auf ungewohnten Positionen spielen müssen.

  9. Chapeau! Ein derart beschriebenener, empathischer Trainer mit entsprechendem Sachverstand ist ein idealer Trainer, wie ich ihn bei „Guter Trainer“ erwähnt habe. So mancher Trainer, aber auch so manche Trainerin, sollte sich den Text ausdrucken und versuchen ihn zu verstehen. Dennoch: Wer hat schon die mentale Kraft und vor allem die Zeit, sich so intensiv mit den einzelnen Spielerinnen auseinanderzusetzen? Es sind hehre Ziele, die in der Praxis oft schon an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen scheitern. Hinzu kommt, dass denjenigen Trainern oder Trainerinnen, denen es an dieser Empathie fehlt, auch kaum in der Lage sein werden, sich selbst die Frage zu beantworten, ob er/sie seine/ihre Mannschaft mangels dieser Fähigkeit noch erreicht. Und wenn dies nicht mehr der Fall ist, wäre dies die Stunde eines Abteilungsleiters oder eines Geschäftsführers einer Spielbetriebs-GmbH. Auch und gerade in Nellingen.

  10. Ich mag diese Diskussion: ich will auch mitmachen. Wer Zeit hat beginne zu lesen:
    Ich kann zum Status-Quo der Hornets natürlich nichts Fundiertes beitragen, da ich beileibe nicht mehr nah an der Mannschaft bin…aber ich kann ein paar generelle Dinge aus Trainersicht beitragen. Alle Menschen haben ihren spezifischen Charakter, jede Spielerin ihre eigene persönliche Disposition. Jede ist nun mal wie sie ist: Sie ist schwarz oder weiß, groß oder klein, ängstlich oder mutig, laut oder leise. An der Außenwirkung einer Akteurin irgendetwas festzumachen, beispielsweise ob jemand motiviert ist oder nicht, ob jemand kämpft oder nicht, ist stets unmöglich. Manche kämpft nach Außen sichtbar, eine andere tut das nach Innen gerichtet. Das Verhalten ist Ihr eigen und kaum zu ändern. Aber: manche vermeintlich Stille wirkt im Verborgenen…für den Betrachter nicht zu erkennen, für die Mannschaft jedoch sehr wohl spürbar. Es ist die Aufgabe des Trainers, vielleicht die zentrale, die einzelnen Spielerinnen in Ihrer Disposition und in ihren offenkundigen sowie in den ‚verborgenen‘ Qualitäten wahrzunehmen und zu erkennen, an welcher Stelle innerhalb des Teams sie sich individuell optimal entfalten kann und zudem der Mannschaft Energie geben kann. Er hat Tag für Tag aufs Neue die Aufgabe, jede Spielerin immer wieder neu wahrzunehmen. Jede Spielerin braucht stets das unabdingbare Vertrauen darin, dass man sich mit Ihr auseinandersetzt im täglichen Tun. Will heißen: eine Dynamik innerhalb einer Gruppe entsteht (interessanter Weise) nur durch eine stabile Statik…nämlich nur dann, wenn viele (im Optimalfall alle) innerhalb des Teams ihren sozialen Platz gefunden haben und sich dort wohl fühlen. Kann sein als Joker, als Mädchen für Alles, als Organisatorin, als Pusherin, als Revolutionärin, als ‚In-den-Arsch-Treterin, als Trösterin und Streichlerin, als Witz vom Dienst, als Schlichterin, und, und, und. Egal, sie muss einen sozialen(!) Platz haben. Genau das ist uns einige Jahre lang (egal ob Abstiegskampf oder Play Off) ganz ordentlich gelungen….in ein paar Sequenzen (leider) auch nicht. Selbst der eifrigste Betrachter, und gibt er sich noch so viel Mühe, kann in der Regel nicht schlüssig erkennen, wer welche Energien in ein Team einbringt. Manchmal ist es weder die 10fache Torschützin, noch die 60-Minuten-Pusherin, die dem Spiel die entscheidende Wende gibt. Nein…sondern vielleicht die Physiotherapeutin, die es schafft, die beiden nach einem heftigen, stutenbissigen Streit wieder zu einen und die beiden in einer 60 Sekunden Auszeit (ganz nebenbei) wieder auf den gemeinsamen Kurs bringt. Oder war’s vielleicht doch die verletzte Spielerin auf der Bank, die der Torhüterin (beim Reichen der Trinkflasche) den Tipp gegeben hat, die Halblinke werfe alles nur kurz und ihr zudem durchdringend klar macht: ‚den nächsten machst du weg‘. Teamsport ist so vielfältig wie das Leben. Eine Mannschaft ist eine ‚Blackbox‘ – wer Licht ins Dunkel bringt hat nachhaltig Erfolg…und bis es soweit ist, eine (Un-)Menge zu tun. Und merke: nichts, aber auch gar nichts, ist wie es scheint. Entschuldigt die Fülle. Ich grüß Euch alle.

  11. @ Hornets Fan bei Dani und Sandra kann ich dir voll zustimmen. Auch bei Agne kann man deutlich erkennen dass sie sich mit der Mannschaft und dem Umfeld idendifiziert .
    Bei Ari sehe ich das nicht so. Denn da würde ich schon eher Celi erwähnen, denn wenn eine Spielerin sich gegen die Heimmannschaft bei einem wichtigen Punktspiel entscheidet und daführ lieber einen Lehrgang mit Freunschaftsspiel (den Celi abgesagt hat) der Schweizer Nationalmannschaft bevorzugt………..kann ich sie nicht als Vorbild erkennen.
    Zu Vorbildern zählen für mich z.B. auch Kissi und Martina, die bereits seit vielen Jahren, egal ob um Auf- oder Abstieg Motivation und Kampfgeist auf dem Spielfeld zeigen.

  12. @Hornets Fan
    Ich finde es eigentlich schon fast ein wenig frech so über die Spielerinnen zu reden, die den Verein nach vorne gebracht haben und die auch, als es finanziell nicht so gut ausgesehen hat, dem Verein die Treue gehalten haben und trotzdem alles für ihren Verein gegeben haben. Ich finde dies zeugt von mangelndem Respekt. Außerdem kann der Kader, der Herrn Kühr zur Verfügung gestellt wurde nicht so schlecht sein, da man mit diesem immerhin über Jahre hinweg vorne mitgespielt hat. Ich bin mal gespannt, ob die von ihnen genannten Spielerinnen auch bleiben, wenn nicht mehr soviel Geld vorhanden ist. Ich hoffe ja dass der Hauptsponsor noch eine Weile erhalten bleibt.

  13. @Hornets Fan: Auch für mich ist Agne Z. eine Lieblingsspielerin, da sie in jedem Spiel 120 % gibt und sich auch in schwächeren Phasen des Teams zeigt und mit Emotionen dabei ist. Vor allem das „sich Pushen“ geht mir bei einigen anderen Spielerinnen ab…

  14. @Stefan Haigis

    Die Leistungen und Anerkennung von Agne Z. kommen mir auch viel zu kurz. Erst gerade wieder bei der Wahl zur Spielerin des Monats zu sehen. Eigentlich hätte die Rangfolge genau umgekehrt lauten müssen

  15. @007 sicherlich war eingebunden aber der größte Teil der Kaders wurde ihm „bereitgestellt“. Ich bleibe dabei dass es versäumt wurde die ein oder andere weg zu schicken…..da schmoren einige schon zu lange im „eigenen Saft“ und sind für Neues wenig offen.

    @B.Hans es gibt mit Dani Stratmann und bald auch wieder Sandra Faustka Mädels im Kader welche volle Identifikation leben. Auch Agne Zukauskaite und Ari Geissmann, die zwar noch nicht so lange im Club sind, sind da Vorbild. Bei einigen anderen habe ich seit längerem halt meine Zweifel…..

  16. Ich hatte eher den Eindruck, als wenn die beiden als Wunschspielerinnen des Trainers bezeichneten Spielerinnen erst im Sommer verpflichtet wurden, nachdem Bedenken aufkamen, ob die bisherige Kaderzusammenstellung ausreichend ist. Und an dieser ursprünglichen Kaderzusammenstellung dürfte Arne Kühr noch nicht beteiligt gewesen sein.

    Auch dieses Jahr scheint in der Ruhe die Kraft zu liegen. Wenn ich die Homepage der Hornets richtig gelesen habe, sind es bislang insgesamt sieben Spielerinnen. Etwas mager.

  17. @stefan haigis: Danke für die Korrektur. Dank Agnes starken Leistungen im RR bin ich davon ausgegangen dass sie das ursprünglich gelernt hat. 🙂

    Zu der Kaderplanung wissen wir bis jetzt noch nicht viel außer den Verlängerungen diverser Spielerinnen und Caro Tuc als Neuzugang.Daraus auf die kommende Saison zu schließen halt ich für gewagt.
    Zur laufenden Saison muss ich leider sagen dass die beiden als Wunschspielerinnen des Trainers verplichteten Frauen in der Offensive bisher eine einzige Enttäuschung waren. Man muss ihnen aber auch zugute halten dass die Defensive stabiler steht als letzte Saison.

  18. @Luckilucki…du scheinst viel zu wissen. Eines aber ist nicht korrekt: Agne Z. ist eine gelernte Außen links und keine Rückraumspielerin. Sie hat bei mir in der Saison 2009/10 RR gespielt…und das sehr gut…..aber sie ist ‚von Haus aus‘ eine LA. Viele Grüße an ALLE. Stefan

  19. @ Hornets Fan die Aussage das 3 – 4 Spieler schon zu lange dabei sind finde ich persönlich schon sehr gewagt, meiner Meinung nach braucht eine Mannschaft Spielerinnen die sich länger als eine oder zwei Saison mit IHRER Mannschaft und dem Umfeld identifizieren und auch in schlechteren Zeiten zur Stange halten. Ihnen den unbedingten Willen ein neues Spielsystem umzusetzen abzusprechen finde ich nicht fair dazu haben wir als Fans viel zu wenig Einblick hinter die Kulissen was vielleicht der Auslöser ist warum es die Saison einfach nicht klappen will, aber sicher sind es mehrere Faktoren.

  20. @Hornets Fan

    Soweit mir bekannt ist, war der Trainer in die Planung für die Spielzeit 12/13 mit eingebunden.
    Als Trainer ist man auch für die Motivation und die Taktik verantwortlich und man kann nicht sagen, es liegt an den Spielerinnen.
    Wenn man die Mannschaftsplanung für die kommende Saison sieht, wird sich nicht viel ändern und es geht weiter wie in dieser Saison.

  21. Man hat allerdings auch nicht den Eindruck, als liefe die Kaderzusammenstellung dieses Mal anders ab als in der vergangenen Runde. Außer Caro Tuc war bislang von Neuzugängen noch nichts zu lesen. Aber es ist ja immer noch die Zeit nach Ostern.

    @Jugendfreund: Ich habe nicht den Eindruck als wünsche man sich gestandene Spielerinnen im Perspektivkader, sondern ausschließlich junge Spielerinnen. Wenn man die dabei mal nicht überfordert. Denn die sollten tatsächlich von gestandenen Spielerinnen an die erste Mannschaft herangeführt werden.

  22. @007

    warum sollte man über den Trainer diskutieren. Er hat diesen Kader in weiten Teilen nicht zusammengestellt. In dieser Mannschaft spielen einfach 3-4 Spielerinnen die schon viel zu lange dabei sind. Da fehlt es an echten „Typen“ und somit auch den unbedingten Willen ein neues Spielsystem mit umzusetzen

  23. Können einem schon leid tun, wenn Nellingen II in der 3. Liga pemanent still und leise im Abstiegskampf sich selbst motivieren und sogar im Lokalderby gg Nürtingen mit gefühlten 50 Zuschauern in der Halle spielen muss, es weder Hallenheft noch Mannschaftsaufstellung gibt, während bei anderen 3. Ligarivalen die Halle mit 300-400 Zuschauern boomt …
    Welche gestandenen Spielerinnen sollen diese Aussichten denn anlocken ?

  24. Zuerst sollte vielleicht mal über den Trainer diskutiert werden bevor man neue Spielerinnen verpflichtet.
    Ich Glaube, dass die Mädels Herrn Kühr einfach nicht verstehen und Glaube, dass ein Trainer wechsel die richtige Lösung wäre.

  25. Eigentlich ist das gar nicht so blöd mit den Abgängen in der 2. Mannschaft:

    Für die Juniorinnen-Bundesliga sind Fleischer, Goldmann und Seitzer bereits zu „alt“ (und stagnieren auch in der Entwicklung).
    Um neue Talente für die A-Jugend anzulocken kann so mit Einsätzen in der 3. Liga geworben werden. Zusätzlich spart sich der Verein weitere Aufwandsentschädigungen für Spielerinnen die ausschließlich in der 3. Liga spielen würden. 🙂

  26. …. und wie heute in der Printausgabe im Beitrag über Caro Tuc zu lesen war, werden im Perspektivteam die bisherigen Co-Trainer Seitzer und Blanke von den Herren Leibssle und Güthoff abgelöst. Ansonsten darf man gespannt warten, welche weiteren Personalentscheidungen es sind, die Stefan Wiech für die Zeit nach Ostern, wann immer das konkret sein mag, angekündigt hat.

  27. Überhaupt bin ich ein wenig verwirrt von den vielen Abgängen auch in der 2. Mannschaft…
    Lisa Fleischer geht als 3. Torhüterin nach Waiblingen???
    In Nellingen konnte sie als Nr. 1 in der gleichen Liga spielen…
    Goldmann und Seitzer ebenfalls nach Waiblingen. Bin mal gespannt wer fürs Perspektivteam kommen soll.

  28. Das mit Carolin Tuc stimmt wohl – eine gute Verstärkung. Sie ist zwar keine Tor-Granate (22 in der laufenden Bundesliga-Saison), aber in der Abwehr stark, sehr dynamisch und was ich aus Metzingen mitbekomme eine gute Teamplayerin und auch sonst ein guter Typ. Und nicht sprunghaft: Sie ist seit 2002 bei den Tussies.

  29. Also ich spekuliere mal zum Verbleib von Maren Weigel:
    In Metzingen und Sindelfingen bekam sie kaum Einsatzzeiten, während sie sich bei Nellingen stetig steigern konnte und entsprechend zur Leistungsträgerin gereift ist.
    Wie groß der Unterschied zu den Shooterinnen der 1. Liga (noch) ist bekam sie nicht zuletzt gg. FA Frauen vorgeführt. Dort würde eben erst einmal wieder die Bank drohen. Bietigheim hat genügend Geld um sich fertige Spielerinnen zu gönnen. Bliebe noch Metzingen, aber ob die in der 1. Liga bleiben? Scheinbar wird ja auch dort der Etat deutlich gekürzt…
    Nellingen könnte sich noch mit einer talentierten Außenspielerin wie Freya Stonawski verstärken. Auch sie spielte ja in der Jugend-Nationalmannschaft und kommt ebenfalls aus der Metzinger Jugend. Auch Freundschaft kann einen zum Verbleib bewegen. 🙂

    Schön dass auch Ariane Geissmann bleibt. War ich anfangs skeptisch ob sie das Team verstärken kann, so bin ich mittlerweile von ihrem Einsatzwillen begeistert!

    Tine Gall und Tina Habiger werden mit Sicherheit fehlen. Doch wenn man sich die Anzahl der Einsätze der letzten beiden Jahre anschaut muss man leider feststellen dass sie öfter verletzt als im Einsatz waren. Dafür können sie natürlich nichts, aber für den Trainer ist es sicher ärgerlich wenn er Woche für Woche andere ungelernte Außen spielen lassen muss.