A und O

Wie angekündigt, habe ich mich mit Nellingens Trainerin Irina Kolpakowa über das bevorstehende Frauen-Zweitliga-Spitzenspiel der Hornets gegen TuS Weibern unterhalten. Am Samstag (um 19.30 Uhr geht’s in der Sporthalle 1 los) ist das Interview in der EZ, getroffen hab ich mich mit ihr schon am Dienstag. Und ich war beeindruckt, was sie zu diesem Zeitpunkt schon alles über den Gegner wusste. Auch Details, die ich jetzt nicht geschrieben habe. Die Frau ist neu in dem Amt – aber sie hat einen Plan. Und so langsam hat sie auch die Umstellung von der Mitspielerin zur Cheftrainerin hinbekommen.

Keine Ahnung, wie ihr Standing im Verein und um den Verein herum wäre, wenn das eine oder andere der vier mit einem Tor gewonnenen Spiele verloren gegangen wäre. So aber hat die ehemalige weißrussische Nationalspielerin und TVN-Abwehrchefin eine Zwischenbilanz von sieben Siegen aus acht Spielen vorzuweisen. Nach einem Erfolg gegen Weibern hätte sie noch mehr Freunde. Und der ist machbar, auch wenn die Vulkan-Ladies gerade ziemlich viel Feuer und in der laufenden Runde noch gar nicht verloren haben. Aber das Team ist gegenüber der vergangenen Saison kaum verändert, also vom Papier her nicht viel besser. Aber: Weibern hat einen Lauf und da klappt alles. Wenn die Hornets also wieder schwach starten, wird das nix. Wenn sie gleich wach sind, vielleicht schon.

Die Vorzeichen für ein echtes Spitzenspiel sind also gut. Zumal Duelle zwischen Nellingen und Weibern meistens besondere Spiele waren. Ich erinnere mich an eins, als die TVN-Frauen in der letzten Minute noch einen Drei-Tore-Vorsprung aus der Hand gegeben haben. Aber das müssen sie ja nicht unbedingt wiederholen.

Ich hab das Gespräch auf einem Bänkle vor der Sporthalle im Scharnhauser Park übrigens auch genutzt, um Irina Kolpakowa mal zu fragen, wie man denn nun ihren Nachnamen richtig schreibt, der in der Urform ja kyrillisch ist. Also, das ist nicht so einfach. Sie selbst schreibt Kolpakova mit „V“. Das ist die russische Variante, direkt aus dem Weißrussischen müsste man aber Kalpakowa vorne mit „A“ schreiben, was ich auch schon mal in einer Aufstellung gelesen habe. Wir bei der EZ schreiben seit jeher Kolpakowa vorne mit „O“ und hinten mit „W“, ganz einfach deshalb, weil das der Regel der Deutschen Presse-Agentur dpa folgt, die wir im überregionalen Teil verwenden. Das ist wichtig, weil man sonst zum Beispiel irgendwelche neu aufkommenden russischen Tennis-Sternchen nicht auseinander halten und verwechseln kann. Da hatte ich beim Porsche-Grand-Prix schon mal größte Schwierigkeiten, weil der Frauen-Tennis-Verband WTA wieder andere Regeln hat. Aber auch bei bekannteren Fußballern wie Anatolij Tymoschtschuk (Anatoliy Timoshchuk) oder Pawel Pogrebnjak (Pavel Pogrebnyak) etwa findet man die verschiedensten Schreibweisen. Irina Kolpakowa kann mit der Schreibweise Irina Kolpakowa gut leben, sagte sie – und ergänzte nur mit einem breiten Grinsen: „Bei meinem Mädchennamen wäre es noch viel schwieriger.“ Ich konnte mir nicht merken, wie der war.


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