Metzingen und Nellingen

Es war ein gutes Wochenende für unsere Handballer(innen), zumindest für die meisten. Nellingen eins und zwei, Neuhausen, Deizisau, Wernau, Wolfschlugen, HSG DD, Reichenbach – alle gewonnen. Dass es ein paar Verlierer gab, lag auch daran, dass Derbys anstanden. In der 2. Bundesliga der Frauen leg ich mich nach dem beeindruckenden Sieg der Nellinger Hornets gegen das bis dahin ungeschlagene Top-Team TuS Weibern jetzt mal fest: Nellingen und Metzingen schaffen den Aufstieg. Falls sich die Runde anders entwickelt, kann ich’s mir ja noch mal anders überlegen. Ich hoffe, nicht allzu bald, aber gegen Greven werden die TVN-Frauen am kommenden Samstag (wieder daheim) nicht vergeigen. Obwohl, Achtung Phrasenschwein, es gibt in dieser Liga (wirklich!) keine leichten Gegner.

Aber ich glaube einfach, dass sich diese beiden Teams an den ersten neun Spieltagen als die stabilsten herausgestellt haben. Weibern ist wegen dem besseren Torverhältnis zwar immer noch vor Nellingen, aber das Team hat auf Dauer einen zu dünnen Kader und zudem in den ersten Wochen etwas über den Verhältnissen gespielt. Zudem war der Aufstieg in Weibern vor Saisonbeginn überhaupt kein Thema, dort sind sie einfach nur happy, dass es so gut läuft. Gut ist das Team aber trotzdem und wird auch oben dabei bleiben.

Metzingen macht auf mich bislang den besten Eindruck, trotz der bisher drei Minuspunkte und nicht nur wegen dem Sieg in Nellingen. Die TuS, also die aus Metzingen, hat sehr viele Spielerinnen auf ähnlichem Niveau, und das wird in der langen Saison wichtig sein. Gerade Metzingens Trainerin Edina Rott betont immer wieder, dass man einen langen Atem braucht und hütet sich, zu laut über den Aufstieg nachzudenken. Obwohl die selbst ernannten Tussies auch mal Zeit dafür aufwenden, sich in Unterwäsche für einen Kalender ablichten zu lassen, werden sie im Training hart arbeiten. Denn auch in Sachen Willen sind die Metzingerinnen vorne dabei.

Das sind sie auch in Nellingen, dort spricht man auch lauter über die Bundesliga. Und das Team füllt das auch mit Leben aus. Der Saisonstart war nicht so dolle, die Punkte waren trotzdem auf dem Konto. Aber die Hornets haben sich gesteigert. Und, ganz wichtig, immer mehr zeigen auch die Spielerinnen aus der zweiten Reihe ihre Leistung. Das macht in einer Spitzenliga den Unterschied, wie man auch in der Bundesliga beobachten kann. Stark schätze ich auch noch Bensheim/Auerbach ein, aber diesen Konkurrenten können die Nellingerinnen am 3. Dezember aus der eigenen Halle putzen.

Noch ein Wort zu Neuhausen: Der Drittligist ist ganz schön stabil geworden, zumindest in eigener Halle. Waren Spiele der  Maddogs früher immer permanente Wechselbäder der Gefühle, so haben sie gestern die Kickers richtig dominiert – und damit auf jeden Fall schon mal das Rennen der beiden Aufsteiger gewonnen. Sich als Neuling in dieser Liga gleich zu etablieren – und das kann man bei der Zwischenbilanz von 11:11 Punkten so sagen – ist schon eine starke Leistung. Nicht nur an diesem Wochenende, insgesamt machen die Handballer(innen) im EZ-Land in dieser Runde richtig Spaß.


Schreibe einen Kommentar

3 Antworten auf „Metzingen und Nellingen“