Eine konsequente Entscheidung

Das ist ziemlich genau zehn Jahre her: Benjamin Brack als Spieler in Wolfschlugen. Im Sommer kehrt er als Trainer zurück. Fotos: Rudel
Das ist ziemlich genau zehn Jahre her: Benjamin Brack als Spieler in Wolfschlugen. Im Sommer kehrt er als Trainer zurück. Fotos: Rudel

Es wurden in den vergangenen Wochen viele Trainernamen mit dem TSV Wolfschlugen in Verbindung gebracht. Ich muss sie hier nicht wiederholen, denn es ist der geworden, der am häufigsten genannt wurde und den ja auch ich sehr schnell zum Top-Favoriten erklärt habe: Benjamin Brack.

Ich sehe jedenfalls noch das Grinsen vor mir, als ich Wolfschlugens Mister Handball Wolfgang Stoll kurz nach dem Rücktritt von Lars Schwend beim EZ-Pokal gefragt habe: „Na, haben Sie den Benni Brack schon angerufen?“ 😉

Benjamin Brack nach Wolfschlugen. Das ist eine konsequente Entscheidung. Für Wolfschlugen. Und für Brack. Eine naheliegende Entscheidung. Und eine gute.

Man könnte meinen, dass Benjamin (Name als Programm ?!?) immer im Schatten seines Vaters Rolf und seines Bruders Daniel stand. Der eine der Trainer-Guru, der andere der Bundesliga-Spieler. Aber es war ganz einfach so, dass Benjamin seinen eigenen Weg gegangen ist. Spieler in Wolfschlugen, Trainer in Pfullingen und Unterensingen und bald Trainer in Wolfschlugen. Dann in der gleichen Liga wie sein bis dahin wahrscheinlich nicht mehr auf dem Spielfeld aktiver Bruder Daniel. Den gleichen Beruf üben die beiden – als Lehrer – auch noch aus.

In der kommenden Saison heißt es wieder: Brack gegen Brack. Hier beim Interview im EZ-Haus vor ihrem ersten Aufeinandertreffen vor zweieinhalb Jahren.
In der kommenden Saison heißt es wieder: Brack gegen Brack. Hier beim Interview im EZ-Haus vor ihrem ersten Aufeinandertreffen vor zweieinhalb Jahren.

Das wird ein Derby. Wolfschlugen gegen Plochingen. Benjamin gegen Daniel. In der Württembergliga hat es das ja schon gegeben. Jetzt folgt es in der BWOL, falls – wovon ich ausgehe – beide in der Liga bleiben. Das Brack-Derby ab Herbst 2016 im Herzen des EZ-Landes.

Die Wolfschlugener haben diesmal zwar nicht wie in den Fällen Beck und Schwend für eine Überraschung gesorgt. Aber sie bleiben ihrem Weg treu, auf einen relativ jungen (Brack ist 31) und innovativen Trainer zu setzen. Und Wolfgang Stoll ist auch seiner Aussage gefolgt, dass Interimstrainer Christoph Massong, der nach dem Rücktritt von Schwend übernommen hat, vermutlich nicht den Kramny machen wird. Wie es mit Massong weitergeht, ist offen. Co-Trainer wird wahrscheinlich Florian Falk.

Christoph Massong soll die Wolfschlugener Mannschaft zum Klassenverbleib führen, dann übernimmt Benjamin Brack.
Christoph Massong soll die Wolfschlugener Mannschaft zum Klassenverbleib führen, dann übernimmt Benjamin Brack.

Ich kenne Benjamin Brack von einigen Gesprächen, habe wenige Spiele seiner Unterensinger gesehen und habe einiges über ihn gehört. Sehr gut kenne ich ihn nicht, dazu hat er vor allem außerhalb des direkten EZ-Landes gewirkt. Aber mein Eindruck ist nur positiv. Auch als ich jetzt mit ihm telefoniert habe, hat er mit einer guten Mischung aus Herzblut und Sachlichkeit – und trotz der erschwerten Bedingungen eines schreienden Kindes im Hintergrund – dargelegt, was er in Wolfschlugen vorhat.

Benjamin Brack hatte einige Anfragen, was ein weiterer Grund dafür ist, die Wolfschlugener zu seiner Verpflichtung zu beglückwünschen.
Gestern haben wir die Brack-News ja schon vermeldet, am morgigen Freitag gibt es in der EZ noch ein bisschen mehr dazu.

Es ist einiges in Bewegung in Sachen Trainer: Wolfschlugen hat einen neuen Männer-, aber noch keinen neuen Frauen-Trainer. Auch die Frauen der HSGDD und aus Reichenbach suchen. In Neuhausen beerbt Ralf Bader Alexandr Prasolov. Und, auch interessant, Steffen Rost hat in Unterensingen verlängert. Das gibt noch viel Stoff für die kommenden Wochen.


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