Es gibt tatsächlich Leute, die nicht regelmäßig hier in den Blog reinschauen. Das erkennt man auch daran, dass ich immer noch Hinweise auf das Harz-Video des TV Plochingen II bekomme. Dabei habe ich hier schon am vergangenen Donnerstag kurz nach der Veröffentlichung drauf hingewiesen.
Das ist eine Wahnsinns-Sache, was da passiert. Das Video ist noch nicht mal eine Woche auf Youtube online, und schon 300 000 Menschen haben es angeschaut. Ich habe gestern mit Felix Bosch telefoniert, der die Idee dazu hatte und die Umsetzung angestoßen hat. Der Kerl war ganz überwältigt – natürlich war ich längst nicht der Erste, der ihn darauf angesprochen hat und auch nicht der erste Journalist.
Nächsten Mittwoch haben die Plochinger sogar einen Fernseh-Auftritt bei Sport1 im Rahmenprogramm der Übertragung des Spiels TVB Stuttgart gegen die Rhein-Neckar Löwen. Ob sie da auch singen und tanzen werden, werden wir sehen. Ich werde auf jeden Fall mal reinschalten.
Sowas wie dieses Video kann man nicht planen, das muss einfach passieren. Und wenn es passiert, ist es eine schöne Sache. Die ganze Geschichte der Entstehung und der Hintergründe ist morgen in der EZ auf Seite 17 nachzulesen – online schon heute auf www.esslinger-zeitung.de.
Ich hab mich natürlich darüber gefreut, dass so viele an mich gedacht und mir einen Link zu dem Video geschickt haben. Natürlich hab ich es auch gleich im Blog und auf der Facebook-Seite des Blogs verlinkt.
Obwohl es ja eigentlich immer noch die Facebook-Seite des EZ-Pokals ist. Das ist sie aber eben ein paar Tage im Jahr während des EZ-Pokals in der Neckarsporthalle. Ansonsten ist es die Am-Kreis-Facebook-Seite.
Also, wenn ihr irgendwas Witziges aus der Handball-Welt mitbekommt – her damit!
A propos regelmäßig reinschauen: Ihr werdet gemerkt haben, dass ich hier in den vergangenen ein bis zwei Wochen nicht so regelmäßig geschrieben habe. Es ist halt immer noch so, dass ich das neben meinem Job in der EZ-Sportredaktion mache.
Und wie ihr wahrscheinlich auch wisst, habe ich in diesem Rahmen ja auch ein bisschen was mit dem VfB-Stuttgart zu tun. Dass der Club mich in den vergangenen Wochen ganz schön geschlaucht und zeitlich gebunden hat, kann man auch beim regelmäßigen Blick in die EZ sehen. Ich weiß auch: Es gibt eine gewisse Schnittmenge zwischen Handball- und VfB-Fans.
Ich bemühe mich aber, etwas zu schreiben, immer wenn mir etwas auffällt. Und jetzt tippe ich das Interview ab, das ich gerade mit dem neuen VfB-Trainer Hannes Wolf geführt habe. Das gibt’s dann in der Donnerstag-Ausgabe.
Ein Abteilungsleiter schafft eher im Hintergrund. Deshalb gibt es kaum Bilder von Robert Seifried im EZ-Archiv. Hier, in der Mitte, sieht man ihn im Jahr 2012 mit Deizisaus Bürgermeister Thomas Matrohs (links) und Feuerwehrkommandant Bernd Schweizer bei der Übergabe eines neuen Defibrillators. Foto: Bulgrin
„Ich sitze beim Weißbier, aber Sie stören nicht.“ Das ist doch ein netter Beginn eines Telefongesprächs. Noch netter wurde es, als ich den Grund für die gemütliche Runde erfahren habe: Robert Seifried feiert heute seinen 62. Geburtstag.
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
Der Grund meines Anrufes war aber nicht, dass ich gratulieren wollte – beim Wählen wusste ich von dem Geburtstag noch nichts. Ich hab‘s natürlich trotzdem und gerne getan. Ich wollt mich kurz bedanken für viele Jahre einer guten Zusammenarbeit. Seifried hat nach acht Jahren den Posten des Handball-Abteilungsleiters beim TSV Deizisau an die nicht einmal halb so alte Vanessa Bachmann abgegeben. Bevor er 2008 den Job übernahm, war er schon sieben Jahre lang Jugendleiter beim TSV.
Ein angenehmer Mensch und ein engagierter Mensch. Daran wird sich auch jetzt nichts ändern. „Ich bleibe dem Verein ja erhalten“, sagt der Jubilar. Und das hat auch ein bisschen was mit Weißbier zu tun (sagt man bei uns nicht Weizen?). „Ich übernehme mit meiner Frau Gabi bei den Heimspielen den Foyer-Dienst“, erzählt er. Und wenn sonst was zu tun ist: Robert Seifreid wird bestimmt nicht Nein sagen. Er ist ein echter Vereinsmensch.
Meine Kollegin Steffi Gauch-Dörre wird das Ehepaar im Foyer der Ertinger-Halle am Sonntag vor und nach dem Spiel gegen Lauterstein übrigens sehen. Ihr Text ist dann – wegen des Feiertags – in der Dienstagausgabe der EZ zu lesen.
Als Robert Seifried die Abteilungsleitung übernommen hat, spielte die erste Männermannschaft der Deizisauer in der Regionalliga, damals die dritthöchste Spielklasse. Nach dem Niedergang bis in die Württembergliga feierte das Team vor dreieinhalb Jahren unter Trainer Mike Wolz den Aufstieg in die BWOL. Für Seifried der schönste Erfolg seiner Abteilungsleiterzeit.
Zwar ist die BWOL „nur“ die vierthöchste Liga, aber man wird Robert Seifreid nicht widersprechen, wenn er findet, dass das Niveau mit dem der Regionalliga vor einigen Jahren vergleichbar ist. Die (auch schon nicht mehr ganz so) neue 3. Liga trägt den Namen zurecht, dort geht es deutlich professioneller – und teurer – zu als damals in der Regionalliga.
Der schmerzlichste Punkt seiner Zeit an der Abteilungsspitze war nicht schwer zu erraten: Die Abmeldung der Frauen der HSG Deizisau/Denkendorf aus der BWOL. „Das war ein Schlag in den Bauch.“
Was auch für den Leiter einer Abteilung spricht: Er hat nicht nur die Top-Teams im Blick. Und deshalb nennt Seifried in seiner persönlichen Bilanz auch die Jugendteams – und da nicht nur die sportlichen Erfolge, sondern auch legendäre Ausflüge nach Spanien. Die Teilnehmer werden sich erinnern.
Vielleicht wurde und wird in den Erinnerungen über diese Erlebnisse ja auch noch beim Woiza geschwelgt. Schönes Feiern noch, Robert Seifried. Und man sieht sich in der Halle!
Nellingens Nachwuchs-Handballerin Marie Fröschle hat das Bietigheimer Tor im Blick Fotos: Rudel.
Es gibt in Deutschland wahrscheinlich keine Regionalzeitung, die dem Jugendhandball so viel Platz einräumt wie die EZ. Aber so eine Ausgabe wie die morgige gibt es auch bei uns selten: Fast eine komplette Seite (17) Jugendhandball. Nur ein paar Zeilen Badminton-Verbandsliga sind noch drauf. Eine knappe Spalte Tabellen und fünf Spalten seitenhoch Texte von elf Spielen.
Es spielt halt gerade alles im Jugendhandball – fast alles. Das weibliche A-Jugend-Bundesliga-Team des TV Nellingen hatte kein Spiel, da stehen durch den Vorrundenmodus ja erstmal nicht so viele Spieltag an.
Aber die Bundesliga-Jungs der HSG Ostfildern waren im Einsatz: Zweiter Spieltag, erster Sieg. Stark. Starke Abwehr vor allem. Und da man damit ja bekanntlich nicht nur einzelne Spiele gewinnt, sondern über eine gesamte Saison erfolgreich sein kann, könnte das was werden für die HSG.
Noch ein paar Bilder vom B-Jugend-Spiel zwischen Nellingen und Bietigheim: Lena Schweizer kämpft sich durch.
Es ist interessant: In den vergangenen Jahren waren immer wieder männliche A-Jugend-Teams aus dem EZ-Land in der Bundesliga dabei. Aber immer von verschiedenen Vereinen: Wolfschlugen, Neuhausen, jetzt Ostfildern? Woran liegt das? Auf jeden Fall ist es Ausdruck dessen, dass nicht nur bei einem Verein in der Region hervorragende Jugendarbeit geleistet wird.
Alessa Schmid sucht die Lücke.
Das Ganz trägt ja auch immer mehr Früchte: Sowohl im männlichen als auch im weiblichen Bereich ist Württemberg immer stärker im nationalen (und internationalen) Spitzenhandball vertreten: Göppingen, Balingen, Bittenfeld, zwischenzeitlich Neuhausen/Erms da, Metzingen, Göppingen, Bietigheim und neuerdings Nellingen dort. Es tut sich was. Und wird die Nachwuchsarbeit weiter verstärken. Die Perspektive für die Talente ist da, auch in der Nähe auf Spitzenniveau zu spielen.
Die Basis ist aber (etwas) weiter unten zu finden. Und das wird eben Mittwoch für Mittwoch in der EZ abgebildet: Von der BW-Oberliga bis zur Verbandklasse und noch weiter runter sind die Sprungbretter zu finden – von denen es aber nicht immer in die Bundesliga gehen muss. Die vielen, vielen Viert-, Fünft- und Sechstligisten freuen sich auch über Nachwuchs.
Die Nellinger Bundesliga-Mädels haben wie erwähnt am Wochenende nicht gespielt, und die Ostfilderner Jungs haben ihren ersten Sieg in der Fremde eingefahren. Deshalb haben wir unseren Fotografen Robin Rudel am Wochenende zwar nach Nellingen geschickt, aber zur B-Jugend-Begegnung des TVN in der BW-Oberliga gegen Bietigheim. Für den Hornets-Nachwuchs war dabei allerdings nichts zu holen – 28:36.
Und nochmal Lena Schweizer in Aktion.
Das Foto von Marie Fröschle, das morgen vierspaltig die Seite 17 ziert, ist stark – allerdings haben wir zugegebenermaßen das auf der Seite, was wir Journalisten eine Tex-Bild-Schere nenne: Das Foto von Nellingen, in die Überschrift aber musste der erste Sieg der HSG-Jungs. Dazu noch Marie Fröschle im Angriff unter Überschrift: „Die Abwehr macht den Unterschied.“ Stört’s jemanden? Es würde einem Volontärs-Ausbilder vielleicht auffallen, wir haben es aber bewusst so gemacht.
Am kommenden Wochenende fällt die Entscheidung übrigens nicht schwer, wohin wir unsere Rudels zum Fotografieren schicken: Bundesliga-Handball satt in Nellingen. Die HSG und der TVN haben sich zusammen getan – am Samstag um 15 Uhr spielt die Nellinger A-Jugend gegen MTV Stadeln, anschließend um 17 Uhr die Ostfilderner A-Jugend gegen den SV Zweibrücken und um 19.30 Uhr gibt es das Frauen-Derby im DHB-Pokal zwischen den Hornets und Frisch Auf Göppingen.
Mittwochabend in der Göppinger EWS-Arena, Frisch Auf gegen HBW, Stehplatz schräg hinterm Tor. Ein schöner Tagesausklang mit netten Leuten.
Interessante Tage liegen hinter mir. Nicht, weil der VfB einen neuen Trainer hat – das ist ja schon fast Normalzustand. Ich hatte am Mittwoch und Donnerstag das Vergnügen, bei einem Seminar mit dem Titel „Regionale und lokale Sportberichterstattung“ zu referieren, und habe dabei unter anderem den Blog „Am Kreis“ vorgestellt. Von Sportjournalisten geschriebene Blogs gibt es erstaunlich wenige, habe ich bei der Vorbereitung auf das Seminar festgestellt. Vor allem im lokalen Bereich.
Meine lieben Ex-Kollegen beim Schwäbischen Tagblatt machen einen Video-Blog zum lokalen Fußball mit dem schönen Namen „Schwitzkasten“. Den hab ich den Teilnehmern gezeigt. Und natürlich „Matz ab“, den HSV-Blog des Hamburger Abendblatts, der meistgelesene Sportblog in Deutschland. Das ist eine ganz andere Dimension: Marcus Scholz, der den Blog vor einiger Zeit von Dieter Matz übernommen hat, macht in seinem beruflichen Leben nichts anderes. Spannend, das mal anzuschauen.
Die zumeist jungen Kollegen, die bei dem Seminar waren, arbeiten aber alle bei ähnlich strukturierten Zeitungen, wie es die EZ ist. Von daher: Wer weiß, vielleicht gibt es ja mal einen Handball-Blog in Soltau, in Plauen oder in Balingen…
Auch einen Podcast habe ich vorgestellt, und den kann ich euch wirklich ans Herz legen: Sascha Staat befasst sich regelmäßig mit dem Geschehen in der Handball-Bundesliga. Hoch kompetent und meistens mit interessanten Gästen. Den Namen des Podcasts finde ich übrigens auch interessant ?: „Kreis ab“. Hört mal rein.
Durch das Seminar bin ich auch mal wieder in die EWS-Arena gekommen, denn der ganze Tross ist am Mittwochabend nach Göppingen gefahren und hat sich das Derby zwischen Frisch Auf und HBW Balingen-Weilsteten angeschaut. Danke auch an Marco Ojemann für das Foto!
Wir haben kein gutes Spiel gesehen, aber die Stimmung in der Halle war klasse. Und Stehplatz schräg hinterm Tor hatte ich auch schon lange nicht mehr. Unter den Zuschauern war übrigens auch der Fußball(!)-Bezirksvorsitzende Karl Stradinger. „Ich komme seit 30 Jahren“, sagte er – wie immer schick im weißen Hemd statt im grün-weißen Frisch-Auf-Trikot, wie die meisten seiner Nebensitzer. Ich stand hinter ihm und kann bestätigen: Er ist nicht bei jedem Handspiel aufgesprungen ?.
Die Göppinger waren nach dem 29:26 einfach nur froh über die Punkte und die Balinger haben nicht erst in dieser Begegnung gemerkt, dass sie es in dieser Saison sehr schwer haben werden.
1666 Likes hat Manuel Späth für dieses Foto auf Facebook bis eben bekommen. Zu Recht.
Besonders glücklich war natürlich Göppingens Kapitän Manuel Späth. Ihr habt es alle mitbekommen: Vergangene Woche gegen Kiel hat er sein erstes Spiel für Frisch Auf seit über zehn Jahren verpasst, weil er Vater wurde. Was für eine schöne Geschichte. Gestern hat er bei Facebook ein Video von seinem ersten Tor als Papa gepostet. Wahrlich ein besonderer Treffer.
Manu war so nett, nach dem Spiel nicht gleich zu Frau und Kind abzudüsen, sondern sich noch ein paar Minuten Zeit für uns zu nehmen.
Es war ein nettes Bild, wie er dastand mit einem kleinen, bunten Päckchen in der großen Hand. Ein „Strampler?“ – „Ich glaube, ich passe da nicht rein.“
Die Seminar-Teilnehmer jedenfalls hatten ein schönes Thema für ihren Übungstext, den sie am nächsten Tag schreiben durften. Und ich hatte wieder was für den Blog.
Ein starkes Bild: Neuhausens Timo Flechsenhar will den Lautersteiner Gegenspieler auf keinen Fall zum Wurf kommen lassen. Fotos: Rudel
Ein Blick auf die Tabelle der Baden-Württemberg Oberliga macht heute richtig Spaß: 1. TV Plochingen, 2. TSV Neuhausen, 3. TSV Deizisau. Die drei Teams aus dem EZ-Land auf den ersten drei Plätzen, so kann es weitergehen. Okay, es sind erst zwei Spiele absolviert. Aber nicht nur Handballer wissen: Ein guter Saisonstart ist wichtig. Und kann die Richtung vorgeben.
Das gilt auch und vor allem dann, wenn man sagen kann, was Daniel Brack sagen konnte: „Wir müssen uns noch steigern“, fand der Spielertrainer des Tabellenführers Plochingen nach dem 31:24 gegen HGW Hofweier. In der Vorbereitung sei es teilweise besser gewesen als in den Ligaspielen. Aber zwei Siege, obwohl noch nicht alles rund läuft – das passt. Brack betonte jedoch auch, dass die Gegner jetzt stärker werden. Das Spiel am Sonntag in Lauterstein wird seiner Meinung nach schwerer. Die 0:4 Punkte der SG wird er jedenfalls nicht überbewerten.
Die Handschrift von Neuhausens Trainer Ralf Bader ist bereits zu erkennen.
Zumal Lauterstein zuletzt gegen einen starken Gegner mit 29:37 verloren hat: gegen Neuhausen. Bei den Maddogs läuft es schon richtig gut, hat meine Kollegin Steffi Gauch-Dörre in der Halle beobachtet. Zumindest vorne. „Unser Angriff lief reibungslos“, hat Routinier Timo Flechsenhar gesagt, heute in der EZ nachzulesen auf Seite 21.
Ebenso deutlich haben die Deizisauer gewonnen, mit 38:29 gegen die HSG Konstanz II. Das tat gut. Für die Deizisauer ist der Start besonders wichtig, weil bei ihnen die Unsicherheit vor dem Saisonbeginn besonders groß war.
Wo ist Fuxe? Hannes Grundler war ausnahmsweise am Neuhausener Kreis im Einsatz.
Ein erstes fettes Ausrufezeichen hat auch die SG Hegensberg/Liebersbronn gesetzt. Der Landesliga-Aufsteiger hat das erste Saisonspiel nicht nur gewonnen, sondern das HT Uhingen-Holzhausen gleich mit 36:21 abgefertigt. Wo soll das noch hinführen?
Die Bundesliga ist in Nellingen angekommen: Desire Kolasinac setzt sich im Spiel gegen Buxtehude sehenswert durch.
Erwartungsgemäß schwerer hat es ein anderer Aufsteiger, auf den noch mehr Augen gerichtet sind: Zweites Spiel, zweite Niederlage hieß es für Frauen-Bundesliga-Neuling TV Nellingen. Das Auftaktprogramm ist schwer. Nach dem Start in Leverkusen kam der Buxtehuder SV mit dem von mir sehr geschätzten Trainer Dirk Leun zum Heimauftakt in die Sporthalle 1. Das etablierte Bundesligateam aus dem Norden war einfach eine Nummer zu groß für die Hornets.
„Die Bundesliga ist ein anderes Kaliber“, sagte Leun meiner Kollegin Karla Schairer – und sie hat daraus die Überschrift über ihren Text (auf Seite 17) gemacht. Ohne Anführungseichen. Denn das war auch ihr Eindruck, den wohl auch viele der 1000 Zuschauer in der Halle geteilt haben. Auch die Nellingerinnen und ihr Coach Pascal Morgant selbst.
Wieder eine der Besten: Annika Blanke (links).
Die Frauen-Bundesliga wird wahrscheinlich wieder eine Zweiklassen-Gesellschaft werden. Und da müssen die Nellingerinnen gegen andere Teams als Buxtehude gewinnen. Naja, beim Thüringer HC am Samstag wird es wieder sehr schwer werden.
Nach dem Heimspiel hat Karla Schairer übrigens gleich ein paar Zeilen und ein Foto online gestellt, der ausführliche Bericht war dann am gestrigen Sonntag auf esslinger-zeitung.de zu lesen. Am Abend dann Steffi Gauch-Dörres Text aus Neuhausen. Das wollen wir in Zukunft etwas ausbauen, also schaut öfter mal rein.
Noch was anderes in eigener Sache: Der Blog kommt diese Woche noch ganz groß raus. Ich habe nämlich die Ehre, am Mittwoch und Donnerstag vor Volontären bei einem Seminar mit dem Thema „Lokale und regionale Sportberichterstattung“ zu referieren. Dabei werde ich auch vorstellen, was ich hier „am Kreis“ so mache. Am Mittwochabend besuchen wir das Bundesligaspiel zwischen Göppingen und Balingen. Ich freu mich drauf. Auch darauf, Frisch-Auf-Kapitän Manuel Späth zur Geburt seiner Tochter Nora Siena zu gratulieren.
Heiko Fleisch, der Aufstiegs-König von Nellingen. Das war im April 2002. Damals spielte das Team unter dem Namen Haspo Ostfildern und schaffte den Sprung in die 2. Bundesliga. Links Steffi Urbisch. Fotos: Rudel
Ein Leben ohne Handball ist möglich – und kann auch sinnvoll sein. Ein gutes Beispiel für diesen handballspezifischen Gegenentwurf zu Loriots Mops-These ist Heiko Fleisch. Der frühere Trainer der Nellinger Frauen ist heute selbstständig, mit der früheren Nellinger Spielerin Julia Bühner verheiratet und im Dezember bekommt das glückliche Paar ein Kind. Ein erfülltes Leben.
Eine der ersten Trainingseinheiten vor der Saison 2003/2004. Der EZ-Reporter schaut zu und schreibt eine Trainingsreportage.
In den Handball-Hallen ist Fleisch immer noch hin und wieder, bei seinem und Jules letztem Club H2Ku Herrenberg und natürlich auch in Nellingen, wo er lange Jahre bis 2007 tätig war. Über den Aufstieg der Hornets in die Bundesliga freut sich der 46-Jährige und will auch das eine oder andere Spiel besuchen. „Ich habe das Gefühl, dass sie einen tollen Trainer haben“, lobt er seinen Nach-Nach-Nach-Nachfolger Pascal Morgant. „Ich wünsche ihnen, dass sie den Klassenverbleib schaffen. Nellingen gehört in die Bundesliga.“ Fleisch stand mit dem Team ja auch schon kurz vor dem Aufstieg, unter seinem Nachfolger Stefan Haigis war der TVN noch näher dran. Geschafft hat es Morgant.
.Damals, im September 2005, noch kein Paar (oder?): Rückraumspielerin Julia Bühner und Trainer Heiko Fleisch.
Allgemein findet es Fleisch „klasse, dass so viele württembergische Vereine in der Bundesliga dabei sind. Da wird belohnt, dass seit vielen Jahren eine gute Jugendarbeit gemacht wird“.
Arme hoch. Fleisch während des Derbys der Nellingerinnen gegen Göppingen im Jahr 2005.
In Heiko Fleischs Leben ist in den vergangenen Jahren neben dem Privaten der Beruf immer wichtiger geworden. Zunächst war er im Aramis-Sporthotel in Gäufelden-Nebringen so genannter „Sportwelt-Leiter“, seit 2014 ist er selbstständig. Sein Aufgabenfeld ist so interessant wie schwierig zu erklären. Zum einen hilft er pflegebedürftigen Menschen bei der Wohnungssuche und dabei vor allem bei der Zusammenstellung von Wohngemeinschaften. Anschließend betreut er die Bewohner und ihre Angehörigen. „Dieser Bereich wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger“, erklärt Fleisch.
Fleisch weiß, wo es langgeht. In diesem Fall im Jahr 2006 nach Bensheim. Mit an Bord der Autor dieser Zeilen, um eine Reportage über die Auswärtsfahrt zu machen.
Sein zweiter Geschäftsbereich ist im internationalen Gesundheitstourismus. Dabei organisiert er Reisen ins Ausland, betreut aber vor allem Menschen aus dem arabischen Raum auf Deutschland-Reise. Als ich Heiko vor ein paar Wochen am Telefon hatte, war er zum Beispiel gerade mit 60 in Dubai lebenden indischen Kindern und Jugendlichen unterwegs. Eine spannende Aufgabe.
Und noch ein Spiel gegen Göppingen, diesmal im Jahr 2006.
Heiko und Jule sind in Herrenberg heimisch geworden. „Die Lebensqualität ist dort hoch“, sagt er und zählt den Schönbuch, die schöne Altstadt und die Nähe zu Tübingen auf. Nach Nellingen kommt Fleisch aber noch regelmäßig. Um seine Neffen bei der HSG spielen zu sehen, um seine Brüder, Freunde und frühere TVN-Weggefährten wie Steffen Wallach, Stefan Gilg oder Bernd Aichele zu treffen – und um eben hin und wieder in die Sporthalle 1 zu gehen. Auf die Bank zurück zieht es Heiko Fleisch im Moment nicht. Wie gesagt, hat er gemerkt: Ein Leben ohne Handball ist möglich.
TV Nellingen gegen TuS Weibern im Januar 2007. Eines der letzten Bilder von Heiko Fleisch im EZ-Archiv. Vorne seine Nach-Nachfolgerin Irina Kolpakova.
War nett, mal wieder mit ihm zu plaudern, nachdem wir früher über viele Jahre fast jede Woche miteinander tu tun hatten. Alles Gute, Heiko, vor allem für das junge Familienglück!
P.S. Am Samstagabend beim Bundesliga-Heimauftakt der Hornets gegen Buxtehude ist meine Kollegin Karla Schairer in der Halle. Schaut nach Spielschluss auch mal auf www.esslinger-zeitung.de. Einen ausführlichen Bericht in der Zeitung – und online – gibt es dann am Montag
Der erste Liga-Handball-Fototermin für unseren Herbert Rudel in der Saison 2016/2017: Wolfschlugens Marcel Rieger im Spiel gegen die SG Herbrechtingen/Bollheim im Einsatz. In der Folge noch ein paar weitere Impressionen vom ersten Wolfschlugener Saisonsieg. Fotos: Rudel
„Bämm – das war mal ein Auftakt für Plochingen“, schreibt Andi hier in einem Kommentar. Ich sage: Bämm – das war mal ein Saisonauftakt für die Handballer im EZ-Land.
Mit Ausnahme der beiden Nellinger Frauenteams war es ein rundum erfolgreiches Auftakt-Wochenende. Und auch das erste Spiel der Hornets in der Bundesliga war trotz der am Ende doch klaren 26:33-Niederlage in Leverkusen nicht so schlecht.
Robin Brandner.
Ich habe gestern ein paar Mal bei „Sportdeutschland.tv“ reingeschaut, wo das Spiel live übertragen wurde. Bis zur Halbzeit hat das Team von Trainer Parcal Morgant klasse mitgehalten. Wünschen wir den Nellingerinnen, dass sie nicht so oft als gelobter Verlierer vom Platz gehen – kann aber passieren. Am Samstag ist Heimauftakt gegen Buxtehude.
Wer den Text über die Hornets zunächst nicht auf der Lokalsport-Seite gefunden hat: Als Bundesligist fahren wir das Team jetzt auf unseren überregionalen Sportseiten, so wie etwa auch die Wasserballer vom SSV Esslingen und dem SV Cannstatt und Judo-Bundesligist KSV Esslingen.
Robin Habermeier.
Und sonst: Neuhausen gewonnen, Plochingen gewonnen, Deizisau gewonnen, Reichenbach gewonnen, Reichenbacher Frauen im Pokal weiter. Wow.
Mich freut es für alle Teams, aus verschiedenen Gründen: Für die BWOL-Mannschaft Neuhausen, weil ein Start-Sieg auch und gerade für einen Aufstiegs-Mitfavoriten wichtig ist, um Selbstvertrauen zu tanken. Für Deizisau, weil die Mannschaft nach dem großen personellen Umbruch mit vielen Fragezeichen gestartet ist. Jetzt ging es zwar „nur“ gegen einen Aufsteiger, aber jeder weiß, dass diese Spiele erst einmal gewonnen werden müssen.
Für Plochingen freut es mich, weil die Mannschaft von Daniel Brack so fröhlich weiter auf der Erfolgswelle der vergangenen Aufstiegssaison weiterschwimmen kann.
Marcel Planitz.
In der Württembergliga wird Wolfschlugen der Erfolg gut tun, weil man nach einem Abstieg mit am wenigsten weiß, wo man steht. Und die Reichenbacher werden nach der Erfahrung der vergangenen Saison jeden Punkt für den Klassenverbleib brauchen – auch wenn ich, wie in meiner Saisonprognose beschrieben, nicht glaube, dass der TVR so große Probleme bekommen wird.
Nochmal Robin Brandner.
Zwei Zähler haben die Reichenbacher schon gesammelt. Viele Teams beginnen mit dem Punktesammeln am kommenden Wochenende. Drei Sonderseiten haben wir dazu in dieser Woche noch in der EZ, vermutlich eine in der Donnerstag- und zwei in der Freitagausgabe.
Dominik Ehrlich.
Bis zum nächsten Mal. Ich bin jetzt hier „am Kreis“ wieder regelmäßig aktiv.
Im Pokal sind die Nellingerinnen mit Rückkehrerin Louisa Wolf schonmal weiter. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt gegen Haunstetten steht jetzt das erste Bundesligaspiel in Leverkusen an. Fotos: Rudel
Endlich wieder Handball. Dass der Saisonstart ansteht, erkennt man auch daran, dass wir in dieser und in der kommenden Woche die Sonderseiten zum Saisonstart der Liga in der EZ haben beziehungsweise hatten. Die BWOL hat am Mittwoch den Anfang gemacht, am heutigen Donnerstag waren die Nellinger Bundesliga-Frauen sowie eine Mischseite mit den beiden Teams des TSV Wolfschlugen und der Reichenbacher Männer dran.
Ich war an den Texten nicht beteiligt, allein deshalb, weil ich in der entscheidenden Entstehungsphase (im Land des Handball-Weltmeisters) im Urlaub war. Jetzt bin ich wieder da und haue in die Tasten – natürlich auch hier am Kreis.
Und was wird da zu dieser Jahreszeit immer von mir erwartet? Klar, die Saisonprognose. In diesem Zusammenhang muss ich gestehen, dass ich am Ende der vergangenen Runde vor lauter Trainer-der-Saison-Wahl vergessen habe, meine Prognose vom Anfang der Runde aufzulösen. Ich habe es wirklich vergessen und wollte mich nicht drücken, weil ich ehrlich gesagt noch nie so danebengelegen bin. Aber im einen oder anderen Fall war ich da wahrscheinlich nicht alleine.
Um es kurz zu machen: Den Aufstieg der Nellinger Frauen haben ich „noch nicht in dieser Runde“ gesehen, den Neuhausenern habe ich den Wiederaufstieg in die 3. Liga zugetraut, dem TSV Wolfschlugen den Klassenverbleib in der BWOL – wenn auch mit Mühe – vorhergesagt. Und auch an den Aufstieg der Wolfschlugener Frauen in die BWOL habe ich nicht geglaubt. Kam alles anders.
Das neue Trainerduo in Neuhausen: Ralf Bader (links) und Markus Locher.
Naja, dass die HSG Deizisau/Denkendorf und der HC Wernau ihre Frauenteams zurückziehen würden, konnte wirklich niemand ahnen. Und einige Dinge habe ich auch so erwartet, wie es gekommen ist. Zum Beispiel, dass der TV Plochingen und die beiden Teams des TV Reichenbach in ihren jeweiligen Klassen den Verbleib schaffen würden. Und dass, da hab ich es mir ein bisschen leicht gemacht, in der Bezirksliga entweder das Team Esslingen oder die SG Hegensberg/Liebersbronn den Aufstieg in die Landesliga schaffen würden.
Willkommen HeLi in der der Landesliga und HeLi-Frauen in der Württembergliga! Ich bin davon überzeugt, dass die beiden Teams den Handball im EZ-Land bereichern werden.
Und jetzt – ich wage es wieder – zu meiner aktuellen Saisonprognose. Mal sehen, was eintrifft.
Fangen wir oben an. Wir haben nach vielen Jahren wieder Bundesliga im EZ-Land! Die Frauen des TV Nellingen werden es aber sehr schwer haben im Oberhaus. Beispiele wie Trier haben zwar gezeigt, dass und wie lange man sich als Abstiegskandidat in der Liga halten kann. Aber es wäre eine Überraschung, wenn es die Hornets schaffen würden. Im Kollegenkreis sind die Meinungen geteilt und der Glaube an den Klassenverbleib vorhanden. Ich glaube eher nicht. Täusche mich aber gerne wieder. Wie gesagt, den Aufstieg hat dem Team von Trainer Pascal Morgant vor einem Jahr auch kaum jemand zugetraut. Warum sollen sie dann jetzt nicht wieder alle Zweifler eines Besseren belehren? Auf die Spiele und die Gegner dürfen sich die Fans auf jeden Fall freuen.
Wie auf der Sonderseite schon zu sehen, werden sich vor allem meine Kollegen Karla Schairer und Andreas Müller journalistisch um die Hornets kümmern.
Der Jubel bei den Wolfschlugener Frauen über den Aufstieg war riesig. In ein paar Monaten wollen sie den Klassenverbleib feiern.
In die BWOL der Männer: Da haben wir nach dem Abstieg der Wolfschlugener drei Mannschaften mit höchst unterschiedlicher Perspektive. Drei Mannschaften, deren jeweilige Philosophie mir gefällt. Neuhausen geht die Saison bescheiden an. Aber ich glaube fest, dass es diesmal klappt mit dem Aufstieg. Der Kader mag nicht zum Zungeschnalzen sein. Aber ich glaube, der neue Trainer Ralf Bader ist ein Guter und er kann eine Aufstiegsmannschaft formen.
Plochingen wird die Liga vermutlich nicht so aufrollen wie nach dem Aufstieg vor einem Jahr. Aber die Mannschaft wird eine solide Runde mit ein paar Höhen und Tiefen spielen und sich erneut über den Klassenverbleib freuen. Für den TSV Deizisau wird es nach dem erneuten Umbruch sehr, sehr schwer. Ich weiß nicht so recht, aber wenn die Mannschaft in ein negatives Fahrwasser gerät, könnte es eng werden. Das muss das Trainerteam Mike Wolz/Daniel Kraaz vermeiden. Ausgang offen.
Frauen hoch in die BWOL, Männer runter in die Württembergliga hieß es beim TSV Wolfschlugen. Der Klassenverbleib ist für die Frauen das einzige Team – nachdem es so lange mit dem Aufstieg gedauert hat und das Team entsprechend gewachsen ist, wird es unter dem neuen Trainer Robert Schenker klappen. Da bin ich mir ziemlich sicher.
Mit Hilfe der Routine von Werner Fischer wollen die Reichenbacher weiter in der Württembergliga bestehen.
Die Wolfschlugener Männer werden in der Württembergliga ihre Wunden lecken und zumindest im vorderen Mittelfeld mitspielen. Ob es zu mehr reicht, ist auch hier schwer zu sagen. Der TV Reichenbach wird mit Werner Fischer nur um den Klassenverbleib spielen. Aber das wird schon.
Bei den Württembergliga-Frauen geht es nächste Woche gleich mit dem Derby zwischen HeLi und Reichenbach los. Beide Teams werden keine Bäume ausreißen, aber irgendwie drinbleiben. Dazu kommt noch der TV Nellingen II, bei dem der Abwärtstrend der vergangenen Jahre mal aufgehalten werden sollte.
HeLi-Coach Jochen Masching zieht sich das Aufstiegsshirt über. In der Landesliga sind er und die Mannschaft noch mehr gefordert. Aber sie wollten es so.
Wie in der BWOL tummeln sich in der Männer-Landesliga drei Mannschaften aus dem EZ-Land: Absteiger HSG Ostfildern, der HC Wernau und Aufsteiger Hegensberg/Liebersbronn. Auch hier geht es gleich mit einem Derby los, HSG gegen HCW. Ich bin gespannt, wie sich die Ostfilderner nach dem Abstieg berappeln. Erst mal sammeln und dann sehen, was zu holen ist, wird die Maxime lauten. Wernau traue ich eine solide Runde mit einem Mittelfeldplatz zu. Und HeLi eine (positive) Überraschung. Was das heißt? Sie werden auf dem Berg abwinken, aber ein Platz in der Spitzengruppe könnte schon drin sein. Unterschätzen wird die Mannschaft von Jochen Masching jedenfalls niemand.
Das wollten wir sehen: Handball vor historischer Kulisse. Fotos: Rudel
Von der Lokalredaktion der Eßlinger Zeitung zum Marktplatz sind es nur ein paar Meter. Dazwischen ist noch der Löwenbrunnen. Zwischen dem letzten Vorrundenspiel und dem Finale des Hans-Metz-Pokals beim Marktplatzturnier habe ich mich in die Redaktion verzogen, um ein paar Zeilen zu schreiben. Mein Büro ist ja eigentlich draußen in der Zeppelinstraße. Das Praktische hier: Ich habe das Geschehen auf dem Marktplatz im Blick. Und deshalb erbitte ich einmal im Jahr bei den Kollegen Unterschlupf. Und was sehe ich? Zuerst Tobias Funk und dann Fabian Sokele von der SG Hegensberg/Liebersbronn tauchen nach getaner Arbeit im Brunnen unter. Daneben steht Trainer Jochen Masching und lacht.
Eine Szene aus dem Schwabenderby zwischen Frisch Auf Göppingen und dem TVB Stuttgart.
Wer hätte gedacht, dass man an diesem Marktplatzturnier-Wochenende so eine Erfrischung brauchen würde? Die Wettervorhersage war sagen wir mal suboptimal. Als ich am Samstag nach Esslingen gefahren bin, dachte ich beim Blick an den Himmel, dass ich gleich in die Schelztorhalle gehen kann. „Esslinger Schelztorhallen-Turnier“ hab ich schonmal geschrieben. Darauf hatte ich aber keine Lust. Und der Gag war ja auch schon verbraucht.
Es hat geregnet am Samstag. Aber erst ab der 3. Minute des letzten Spiels zwischen Frisch Auf Göppingen und dem TVB Stuttgart. Und danach, als die Frauen der TuS Metzingen, des TV Nellingen und der TG Nürtingen gespielt haben. Aber da war die Halle trotzdem voll.
… und nochmal eine.
Am Sonntag war das Wetter top. Für die Handballer fast zu heiß, aber da wollen wir mal nicht meckern. So war es wieder ein echtes Marktplatz-Marktplatzturnier. Und ich weiß, warum ich mich immer bewerbe, wenn wir intern absprechen, wer welche Veranstaltung macht. Ist zwar auch Stress – morgen ist eine ganze Seite im Blatt und ein bisschen VfB hab ich im Nachklang an das Trainingslager der Wasenkicker auch noch geschrieben –, aber es gehört wirklich zu meinen Lieblingsterminen.
Das Finale des Turniers der regionalen Teams zwischen dem TV Plochingen und dem TSV Deizisau.
EZ-Pokal, Eßlinger Zeitung Lauf und Marktplatzturnier – das sind (hier in zufälliger Reihenfolge) wohl die drei Esslinger Top-Veranstaltungen im Jahr.
Was mir aufgefallen ist: Schön, dass Frisch Auf zum ersten Mal gewonnen hat – und gute Besserung an den verletzten Daniel Fontaine. Schön, dass Plochingen gewonnen hat. Ich hätte es natürlich allen gegönnt, aber die TVP-Jungs haben sich so richtig gefreut. Natürlich lief bei den Mannschaften noch längst nicht alles rund. Aber insgesamt haben wir guten Handball gesehen.
Nochmal Plochingen gegen Deizisau.
Interessant war, dass man wohl zum ersten Mal geballt die Umsetzung der neuen Regel mit dem siebten Feldspieler gesehen hat. Da herrscht noch große Unsicherheit. Und nicht allen gefällt’s. Auch Plochingens Spielertrainer Daniel Brack ist kein Fan davon, auch wenn sein Vater Rolf die „Vorgänger-Variante“ ja geprägt hat. „Ich bin gespannt, wohin das führt“, hat mir Daniel Brack gesagt. Der TVP hat auch gewonnen, weil die Mannschaft das „Sieben gegen Sechs“ am besten umgesetzt hat. Torhüter Johannes Klimmer dürfte jedenfalls so viel gelaufen sein wie nie zuvor bei einem Spiel.
Eine tolle Kulisse.
Über den Modus kann man vielleicht ein bisschen mäkeln. Beim Turnier der Profis spielten am Samstag die Gewinner und die Verlierer der Freitagsspiele im Modus „jeder gegen jeden“ gegeneinander. Dadurch wurden die Freitagsspiele aufgewertet und es ist super, dass die Hallen in der Region da voll waren. Aber ich finde, so ein Turnier sollte ein Endspiel haben. Beim Turnier der regionalen Mannschaften wäre vielleicht ein Halbfinale gut gewesen. So hatten das Team Esslingen und die HSG Ostfildern jeweils nur zwei Spiele. Und Vorjahressieger TSV Neuhausen war nach der Niederlage gegen Plochingen raus.
Aber hier gilt: Es ist immer zu loben, wenn man mal was Neues ausprobiert und die Macher werden sicherlich eine Analyse machen. Dazu auch: Insgesamt war es ein superklasse Turnier. Hat Spaß gemacht.