Spuren hinterlassen

Ab Sommer in Bietigheim: Ralf Bader. Foto. Rudel

Mein Kommentar zum Wechsel von Trainer Ralf Bader im kommenden Sommer vom TSV Neuhausen zur SG BBM Bietigheim. Morgen in der EZ, heute schon hier:

Spuren hinterlassen

Im Nachhinein war die Verpflichtung von Ralf Bader für die Handballer des TSV Neuhausen ein Glücksfall. Kaum ein Trainer hat bei dem Verein in den vergangenen Jahren so nachhaltig gewirkt, und das, obwohl er gerade einmal eineinhalb Jahre da ist. Er hat der Mannschaft seine Idee von Handball vermittelt und sich dabei auch von anfänglichen Rückschlägen nicht beirren lassen. Er ging seinen Weg und nahm die Spieler mit. Das (Zwischen-) Ergebnis: Die bislang als Fahrstuhlmannschaft bekannten Neuhausener sind auf dem besten Weg, dieses Image abzulegen und sich in der 3. Liga zu etablieren. Platz sechs mit 16:10 Punkten nach 13 Saisonspielen sind ein ordentliches Zwischenzeugnis für einen Aufsteiger. Das Konstrukt wirkt sehr stabil.

Von daher verwundert es überhaupt nicht, dass andere Vereine auf den 37-jährigen früheren Bundesliga-Rechtsaußen aufmerksam geworden sind. Dass sie mit einer attraktiven Spielklasse und einem schlüssigen Konzept bei ihm auf offene Ohren stoßen würden, war bekannt. Denn Bader hat schon bei seinem Amtsantritt in Neuhausen im Sommer 2016 unmissverständlich kundgetan, dass er seine Zukunft in der Bundesliga sieht. Sollte die SG BBM Bietigheim den Sprung ins Oberhaus am Ende der laufenden Saison schon schaffen, ist ihm das sehr schnell gelungen. Ansonsten ist der Aufstieg sein Ziel für das Jahr darauf.

Die Enttäuschung der Neuhausener über Baders bevorstehenden Weggang ist verständlich, denn sie verlieren einen guten Trainer. Aber Bader hat sie nie im Unklaren darüber gelassen, was seine Ziele sind und sie können ihm den nächsten Karriereschritt von Herzen gönnen. Sie wissen, dass sie ihm für das dankbar sein können, was er in einigen Monaten übergeben wird. Ralf Bader wird in Neuhausen Spuren hinterlassen.


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