Henning Richter, der EZ-Pokal-Star

Henning Richter, der „EZ-Pokal-Star“ (rechts, im Spiel gegen Wolfschlugen und Florian Falk). Fotos: Rudel

Aus dem Kurzurlaub und damit aus ein paar Kilometern Entfernung von der Redaktion drei bis vier Erkenntnisse: Der TSV Deizisau hat im Abstiegskampf der BWOL ein fettes Lebenszeichen gesendet. Darüber werden sich Noch-Trainer Mike Wolz sowie der zukünftige Coach Ralf Rascher freuen. Dazu gab es in den Derbys Wernau gegen Ostfildern und Reichenbach gegen HeLi keine Überraschungen.

Lukas Lohmann und der TSV Deizisau fahren einen wichtigen Sieg gegen Hofweier ein.

Und Henning Richter von der SG Hegensberg/Liebersbronn wurde von euch mit Abstand zum besten Spieler des EZ-Pokals gewählt. Oder zum „EZ-Pokal-Star“, wie meine Online-Kolleging es genannt hat. In ihrem Bereich hat sie das Ergebnis schon veröffentlicht, im Print wird meine Kollegin Karla Schairer in der Mittwochausgabe noch ausführlicher nachliefern und den Geehrten zu Wort kommen lassen.

Ich habe den freien Sonntag genutzt und ein bisschen Handball geguckt. Internet geguckt muss man ja sagen. Komisch irgendwie. Aber die Deutschen überzeugen bislang mächtig in Frankreich, worüber mein hier schon erwähnter Kollege Arne Wohlfahrt hoch kompetent und lesenswert berichtet, wie ich finde. Morgen lest ihr von ihm ein Interview mit Patrick Groetzki.

In der morgigen Ausgabe der EZ gibt es auch die nächste „Späthlese“ von unserem Kolumnisten Manuel Späth, die ich euch wärmstens empfehlen möchte!

Hier noch Arnes aktuelles WM-Tagebuch:

Tagebuch aus Rouen: Wenn das Bier zum Luxus wird


Leben wie Gott in Frankreich – das wäre schön. Doch davon sind wir bei unserer Tour de France weit entfernt. Was vor allem damit zu tun hat, dass es in unserem Nachbarland längst eine kostenspielige Angelegenheit ist, sich zu verpflegen. Und angesichts dessen, was das Hotel uns morgens als Frühstück verkauft, ist es wichtiger denn je, sich da selbst zu kümmern. Die Preise im Supermarkt liegen jedoch über den in Deutschland. Die in Restaurants sind sogar deutlich höher.

Das Feierabendbier nach getaner Abend ist Luxus pur. Das billigste, das wir bei unserer Erkundungstour durch die zum Teil malersiche Altstadt von Rouen gefunden haben, lag bei 5,50 Euro für den halben Liter. Nebenan kostete es sogar 7,50 Euro. Es soll Läden geben, da ist es noch teurer.

Nun könnte man den Vorschlag machen, während der WM einfach auf Alkohol zu verzichten. Mit diesem Vorschlag macht man sich in der Journalistenrunde aber ungefähr so beliebt wie Bob Hanning bei seiner Bundestrainersuche beim SC DHfK Leipzig.

Das beduetet: eine Alternative muss her. Und die hat drei Buchstaben und heißt DKB. Eine Bank, die sich der Sportart so sehr verbunden fühlt, dass sie sich die TV-Rechte für die WM sichert, sollte in der Lage sein, für Handball-Journalisten ganz besonders lukrative Kredit-Konditionen anzubieten.

– Arne Wohlfahrt ist Sportredakteur der „Wetzlarer Neuen Zeitung“.