So kennen wir ihn. Nur wird er so bald nicht mehr am Spielfeldrand der Schweizer Nationalmannschaft zu sehen sein: Rolf Brack. Foto: dpa
Was hab ich hier in den vergangenen Wochen über Trainer geschrieben. Und heute flattert diese Agenturmeldung (unten im Originalwortlaut) in unsere gemütliche Redaktionsstube. Bin mal gespannt, wo unser Scharnhausener Trainer-Urgestein Rolf Brack demnächst wieder auftauchen wird.
Bern (dpa) – Rolf Brack verliert zum Saisonende seinen Job als Trainer der Schweizer Handball-Nationalmannschaft. Nach dem Ausscheiden in der Qualifikation für die WM 2017 in Frankreich wird der Vertrag des Deutschen nicht verlängert. Das teilte der Schweizerische Handball-Verband (SHV) am Freitag mit. Damit endet das Engagement des ehemaligen Bundesliga-Trainers von HBW Balingen-Weilstetten in der Eidgenossenschaft nach zwei Jahren.
Die Schweizer hatten zuletzt in der Qualifikation für die WM-Playoffs den Kürzeren gegenüber der Niederlande gezogen. Auch in der Ausscheidung für die laufende EM in Polen waren Brack und seine Spieler gescheitert. Noch im Januar will der Verband einen Nachfolger benennen, der dann im Juni den nächsten Auswahl-Lehrgang leiten soll.
Wenn nach der kurzen Winterpause die ersten Tore geworfen werden, beginnen für die Handball-Macher die heißen Tage. Es heißt: Gespräche führen, den Kader für die neue Saison zusammenstellen. Nach neuen Spielern schauen, umworbene Spieler zum Bleiben überreden oder ihnen alles Gute wünschen. Das Ganze betrifft auch die Trainer. Wolfgang Stoll etwa ist in diesem Punkt gerade nicht zu beneiden.
Der Abteilungsleiter des TSV Wolfschlugen muss gleich zwei Trainer suchen: Einen für die BWOL-Mannschaft der Männer, wobei er da nach dem Abgang von Lars Schwend in Christoph Massong erstmal eine ordentliche Interimslösung zur Verfügung hat. Auch für die Württembergliga-Frauen – die in der kommenden Saison wahrscheinlich endlich auch in der BWOL spielen – braucht er auch einen Neuen.
Überhaupt ist bei den Frauen in der Region gerade viel in Bewegung: Pascal Morgant hat bei Zweitligist TV Nellingen bereits verlängert. Aber dann geht’s los: Die JSG Deizisau/Denkendorf sucht den Wager-Nachfolger, Wolfschlugen den Korreik-Nachfolger und Reichenbach die Lenz&Haug-Nachfolger. Die Telefondrähte glühen.
Gerade in Wolfschlugen kann nach dem Wechsel von Wager zur HSGDD nicht gerade von Kontinuität die Rede sein, wofür aber wohl keiner was kann. Ob Wager zurückkehrt? Glaub ich nicht. Macht’s sein HSGDD-Vorgänger Horst Fritz? Glaub ich auch nicht. Der könnte was für Reichenbach sein. Aber die Funktionäre haben ja ihr ganzes Handy-Telefonbuch voll und gerade im Frauenbereich wurde in den vergangenen Jahren immer wieder einer ausgegraben, den hier keiner auf der Rechnung hatte. Warten wir’s ab.
In den vergangenen Wochen hab ich hier ja schon ein bissle rumspekuliert. Ich gebe zu, das reizt, es fallen einem für alle möglichen Vereine alle möglichen Namen ein. Fritz, Wager, Greiner, Beck, Brack (Benjamin), Abele, Haigis (immer) undsoweiter. Hab ich einen vergessen? Aber andererseits warte ich auch gerne ab. Wir werden es erfahren.
Wie sieht es sonst so aus? Ich bin mir sicher, dass noch weitere Vereine aus dem EZ-Land eine Veränderung auf der Trainerposition vor sich haben. Wolfschlugen kann da zumindest schon frühzeitig planen. Plochingen, Deizisau und Wernau eher nicht. Beim Rest unserer Top-Teams bin ich mir schon nicht so sicher. Da sind einige lange dabei, einige nicht so zufrieden, bei anderen hat der Verein mehr erwartet. Und ein Privatleben gibt es ja auch noch. Fast jeden Abend und jedes Wochenende in der Halle und das neben einem normalen Job – das lässt sich mit Familie nicht so leicht vereinbaren. Aber viele kennen es nicht anders und brauchen es. Da sind Handballer und Sportjournalisten gar nicht so verschieden.
Und die, die gerade keinen Club haben – oder im Sommer keinen mehr haben werden – tauchen auch irgendwann irgendwo wieder auf.
Aber neben der Suche nach Personal müssen erst mal die Ziele für die laufende Saison angegangen werden. Beides kann ja zusammenhängen. Und da hat eine Mannschaft, über die ich vergangene Woche in der EZ und hier am Kreis geschrieben habe, mächtig geschwächelt: Das Team Esslingen, das viele gerne zumindest wieder in der Landesliga sehen würden, hat das Bezirksliga-Derby gegen Köngen verloren. Die SG Hegensberg/Liebersbronn geht vorne noch einsamer ihres Weges. Das Team hatte seinen Trainerwechsel in der laufenden Runde schon, HeLis Jochen Masching gehört alles andere als zu den Wackelkandidaten. Bei allen anderen schauen wir genau hin. Gutes Gelingen, Wolfgang Stoll und allen anderen Funktionären.
Hier entsteht das Foto, das heute das Doppelinterview auf der Lokalsportseiter der EZ ziert. Foto: Greppo
Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, Baden-Württemberg Oberliga, Württembergliga, Landesliga, Bezirksliga.
Bezirksliga. In dieser Spielklasse sind die beiden höchstklassigen Esslinger Handball-Mannschaft beheimatet: Das Team Esslingen und die SG Hegensbgerg/Liebersbronn. Auf alle Fälle ist das weit weg von oben. Und weit von der Spitze im EZ-Land. Neuhausen, Deizisau, Wolfschlugen, Plochingen, Reichenbach, Ostfildern, Wernau. Alle spielen höher. Und alle sind nicht aus Esslingen.
Schade eigentlich. Und es war ja auch nicht immer so. Es gab sogar mal Bundesliga. Turnscherschaft Esslingen. Aber das ist schon laaaaaange her. Später gab es in der Oberliga ebenfalls die Turnerschaft und die TSG. War auch nicht gerade gestern.
Zu sehr in der Vergangenheit schwelgen bringt nichts. Aber am Rande des EZ-Pokals habe ich schon (mal wieder) mitbekommen, dass sich viele schwer damit tun, dass Esslingen nur noch in Liga sieben zu finden ist. Vor allem die, die die Oberligazeiten noch aktiv miterlebt haben.
Warum ich das alles schreibe? Ich habe am Rande des EZ-Pokals mit den Trainern der beiden Top-Aufstiegskandidaten der Bezirksliga, Volker Pikard und Jochen Masching gesprochen. Maschings SG Hegensbgerg/Liebersbronn hat dabei noch bessere Karten als Pikards Team. Das Doppel-Interview ist heute auf Seite 17 in der EZ zu lesen.
Natürlich war die aktuelle Situation ein Thema. Und da sieht es in sofern rosig aus, dass die Chance groß ist, dass mindestens eine der beiden Mannschaften in der kommenden Runde in der Landesliga spielen wird. Beide wollen aber noch weiter hoch, wo ja zumindest das Team schon war.
Und natürlich war auch Thema, wie es mit dem Esslinger Handball wieder aufwärts gehen kann. Die Königslösung hat keiner, sonst würde es ja gemacht werden. Auch Pikard und Masching haben sie nicht. Eine weitere Bündelung der Kräfte sehen sie im Moment nicht. Immerhin sind im Team ja auch schon drei und in der SG zwei Vereine zusammengeschlossen. Ob es ein Fünferpack bringen würde? Oder sogar – die beiden in der SG Esslingen zusammengeführten Vereine dazugerechnet – ein Siebenernpack.
Im Moment haben das Team und HeLi das Problem, dass sie zwar eine gute Jugendarbeit haben und auch sonst das eine oder andere richtig machen – aber die richtig guten Nachwuchshandballer werden eher überlegen, ob sie nach Neuhausen oder Plochingen gehen und nicht, ob zum Team oder zu HeLi.
Ich bin der Meinung, dass eine große Esslinger Handball-Fusion zwar nicht automatisch der Weg zum Glück ist, dass es letztlich aber nicht ohne geht. Zumindest ein Modell, wie es die ebenfalls gebeutelten Fußballer mit dem FC Esslingen zurzeit angehen – und damit auch viele Probleme haben – sollte angestrebt werden. Sollen die Vereine ihre Identität behalten und ihr Ding machen – aber ein Esslinger Top-Handball-Team als Überbau wäre es doch. Das Kürzel EHC müsste man nicht länger nur mit Eishockey oder Hockey in Verbindung bringen, sondern könnte für Esslinger Handball-Club stehen. Ein Traum.
Obwohl mir das mit dem „Team“ ja eigentlich auch schon gut gefällt, aber da könnte HeLi natürlich nicht mitmachen. Wobei, zurück auf den Boden der Tatsachen, ja eh alle nicht mitmachen.
Wir werden das hier nicht lösen. Aber ich bin mal gespannt, ob ich als EZ-Sportredakteuer die Wiedergeburt des Esslinger Spitzenhandballs noch miterleben darf. Die Ziele, die Volker Pikard und Jochen Masching da erst einmal vor Augen haben, lesen sich da eher bescheiden. Heute in der EZ.
Es gibt in nächster Zeit noch einige Handball-Themen in der EZ zu lesen. Unter anderem eine Geschichte über den wohl spannendsten EZ-Land-Transfer der vergangenen Wochen: Der ehemalige Bundesliga-Spieler und Zweitliga-Geschäftsführer Alexander Trost hat am Samstag sein erstes Spiel für den TSV Neuhausen absolviert.
Das Tor des Turniers: Marcel Planitz trifft nach der Halbzeitsirene per Freiwurf. Fotos: Rudel
So, der EZ-Pokal 2016 ist schon wieder Geschichte. Und ich glaube, wir haben alle zusammen ein gutes Kapitel EZ-Pokal-Geschichte geschrieben. … und hier erklärt er, wie es dazu kam.
Bevor ich meine Eindrücke vom Turnier schildere, möchte ich noch Dank sagen. Ich darf das, denn ich war in diesem Jahr der Organisator von EZ-Seite. Ich möchte meinen Kollegen von der Sportredaktion danken – meinen Redakteurskollegen Hannes Kern und Andreas Müller, dem Fotografen Herbert Rudel und Holger Strehlow und unseren freien Mitarbeitern Steffi Gauch-Dörre und Patrick Kuolt. Und, wie sagt man so schön, mein besonderer Dank gilt Jan Geißler und Lorena Greppo, die Facebook bedient haben. Guter Job. Über Facebook immer auf Ballhöhe.
Lorena ist seit dem vergangenen Jahr Volontärin bei der EZ und seit ein paar Tagen in unserer Online-Redaktion. Als ich sie gefragt habe, ob sie beim EZ-Pokal mitmachen möchte, hat sie keinen Moment gezögert. Ich glaube, es hat ihr Spaß gemacht. Das Ergebnis habt ihr, sofern ihr bei Facebook seid, gesehen.
Danke auch den anderen Abteilungen der EZ wie Marketing und Vertrieb, ohne die das alles auch nicht geht.
Ein riesen Dankeschön gilt dem diesjährigen Ausrichter Team Esslingen, den vielen, vielen Helfern. Ich möchte euch dazu Patricks Geschichte „Eine echte Team-Leistung“ heute in der EZ (Seite 18) ans Herz legen. Ich hatte im Rahmen der Vorbereitung und dann auch in der Halle vor allem mit Nils Fehrlen, Joachim Steimle und Reinbert Ulrich zu tun. Die Jungs und ihr ganzes Team haben einen super Job gemacht. Was mir aber vor allem gefallen hat: Es war ein sehr, sehr angenehmes Miteinander. Keine Spur von Stress, obwohl ja genug Stress war. Kompliment!
Überhaupt war die Stimmung in der Halle super. Guter Sport, gute Zuschauer, gute Gespräche. Viel positives Feedback. Das Siegerteam.
Das Turnier hat im TSV Wolfschlugen einen sehr würdigen Gewinner. Schwach gestartet und dann mächtig durchgestartet. Es hätte ja sein können, dass die Mannschaft nach dem Rücktritt von Trainer Lars Schwend kurz vor Weihnachten verunsichert gewesen wäre. Viele haben wohl tatsächlich kein gutes Turnier von den Wolfschlugenern erwartet. Und so hat es ja auch angefangen. Aber dann hat die Mannschaft eine ganz andere Reaktion gezeigt. Und der Siegertrainer.
Wie sagte mir Deizisaus Trainer Mike Wolz nach dem verlorenen Finale, durchaus zufrieden mit seiner Mannschaft: „Wir haben ein Spiel verloren und Wolfschlugen hat ein Spiel verloren.“ Nur haben die Wolfschlugener ihr erstes (gegen Unterensingen) und die Deizsauer ihr letztes (gegen Wolfschlugen) verloren.
Dem Siegerteam wird der unerwartet Triumph jedenfalls gut tun. Ob Interimstrainer Christoph Massong nun den Jürgen Kramny machen und dauerhaft bleiben darf, will ich hier jetzt nicht weiter vertiefen. Kann ich auch nicht beantworten. Wolfgang Stoll und seine Mitstreiter können jetzt jedenfalls ganz ohne Hast nachdenken.
Auf mich hat Christoph Massong jedenfalls einen guten Eindruck gemacht. Wie, um bei dem Vergleich zu bleiben, übrigens auch der neue VfB-Cheftrainer. Beide haben eine sehr ruhige, verbindliche Art, eine gute Analyse und scheinen was von ihrem Geschäft zu verstehen. Die Wolfschlugener Spieler, zu einem guten Teil Massongs ehemaligen Mitspieler, sehen das wohl ähnlich. Klar, als Dauerlösung ist das immer etwas anderes als kurzfristig. Man wird sehen. Volle Ränge in der Neckarsporthalle. Davor die Neuhausener Bank.
Positiv fand ich auch andere Mannschaft. Der TV Reichenbach hat mir gut gefallen, vor allem die jungen In-die-Bresche-Springer. Auch der SKV Unterensingen, der das Turnier bereichert hat. Und die beiden Bezirksligisten Team Esslingen und SG Hegensberg/Liebersbronn, die es überraschend ins Viertelfinale geschafft haben. Dort war zwar Endstation, aber gut war ihr Auftritt trotzdem.
Ich habe mich wie angekündigt mit den beiden Trainern Volker Pikard und Joachen Masching unterhalten, das Ergebnis ist demnächst in der EZ zu lesen. Ach ja, der Esslinger Handball. Das ist ein Thema für sich. Beim EZ-Pokal war das Viertelfinale ein Erfolg. Gewonnen hat Wolfschlugen.
Nun heißt es: Nach dem EZ-Pokal ist vor dem Liga-Endspurt. Und irgendwann wieder vor dem EZ-Pokal. War eine klasse Veranstaltung. Danke. Auch denen, die ich nicht erwähnt habe und die ihren Beitrag geleistet haben.
Und allen Handballern alles Gute für eben den Liga-Endspurt. Ich bleibe am Ball.
So sieht der EZ-Pokal-Sieger 2016 aus. Gratulation nach Wolfschlugen zum verdienten Sieg. Eine Nachbetrachtung aus meiner Sicht gibt es hier morgen. Foto. Rudel
Bitte lächeln: EZ-Fotograf Herbert Rudel bei der Arbeit. Vor seiner Linse die heute erfolgreichen Trainer Volker Pikard und Jochen Masching. Fotos: Greppo, Geißler, Rudel
Die BWOL-Teams TSV Neuhausen und TV Plochingen werden ihrer Favoritenrolle gerecht, das Team Esslingen und die SG Hegensberg/Liebersbronn sorgen für die großen Überraschungen. So kann man Tag 2 des EZ-Pokals zusammenfassen.
Ich habe den Sieg des Bezirksliga-Zweiten aus Esslingen gegen den Württembergliga-Vorletzten aus Ostfildern miterlebt. Das Team hat lange geführt, es sah aber immer wieder nach dem typischen Spielverlauf aus: Underdog spielt stark, am Ende aber setzt sich der Favorit durch. War aber nicht: Die Mannschaft des Turnier-Ausrichters gewann mit 15:13 und steht morgen im Viertelfinale. Ganz stark!
Während der zweiten Hälfte bin ich neben Reinbert Ulrich gesessen, der in diesem Moment nicht Organisator des Geschehens in der Halle war, sondern nur Esslinger Handballer. Dass die Team-Spieler jetzt morgen zunächst nicht zum Helferdienst zur Verfügung stehen, sondern um 10.40 Uhr gegen den SKV Unterensingen antreten, konnte Ulrich bestens verschmerzen. „Die Jungs werden erst zum Aufräumen gebraucht“, sagte er mit einem ganz breiten Strahlen im Gesicht.
Und dass dann auch noch HeLi mit 13:12 gegen Vaihingen gewonnen hat, wird der Stimmung morgen nicht abträglich sein. Das Spiel war fast noch spannender als das des Teams gegen die HSG. Glückwunsch an die beiden Bezirksligisten.
Ich bin morgen mit Team-Trainer Volker Pikard und HeLi-Coach Jochen Masching verabredet. Ich will mit ihnen eine Geschichte über das Aufstiegsrennen in der Bezirksliga machen und über den Esslinger Handball im Allgemeinen. Das gibt es dann irgendwann in den kommenden zwei Wochen in der EZ zu lesen. EZ-Sportchef Hannes Kern verfolgt ein Spiel auf der Tribüne.
Wir von der Sportredaktion sind in der Halle mit viel Spaß dabei. Hier ein kleiner Einblick, was wir so machen: Gestern waren Andreas Müller, Stefanie Gauch-Dörre und meine Wenigkeit hier im Einsatz. Steffi ist morgen wieder da, während Kollege Müller den Laden in der Redaktion schmeißt – man mag es dieser Tage kaum glauben, aber es ist in der Welt des Sports noch mehr los als der EZ-Pokal. Patrick Kuolt schreibt im zur Kurzzeit-Redaktion umfunktionierten Hausmeister-Kabuff einen Online-Text.
Auch unser Ressortleiter Hannes Kern war heute in der Halle und wird auch morgen da sein (und beim Überreichen der Pokale helfen). Dazu ist heute noch unser freier Mitarbeiter Patrick Kuolt da. Wir alle schreiben die Spielberichte für www.esslinger-zeitung.de, die Splitter und werden morgen zwei Seiten für die Donnerstag-Ausgabe der EZ produzieren. Patrick hat dabei auch die Aufgabe, so genannte „Helfer-Geschichte“, also die über den fleißigen Ausrichter Team Esslingen zu schreiben. Lorena Greppo macht ein Video… …das sie oder Jan Geißler gleich auf Facebook postet.
Dazu führen wir natürlich viele Gespräche, um in Sachen Handballball im EZ-Land auf dem Laufenden zu bleiben. Und füllen unsere Blöcke, zum Beispiel mit Aussagen von Volker Pikard und Jochen Masching.
Alles wird aber nichts ohne die Fotos, für die ist wie gefühlt schon immer unser Herbert Rudel verantwortlich. Und weil man das heute so macht, darf ich natürlich die liebe Lorena Greppo und den lieben Jan Geißler nicht vergessen, die euch an den drei EZ-Pokal-Tagen über Facebook auf dem Laufenden und unter-halten. Dazu kommen noch meine Kollegen von der Marketing- und der Vertriebsabteilung, ohne die das alles hier auch nicht möglich wäre.
Aber am allerwenigsten möglich wäre alles ohne die fleißigen Bienen vom Team Esslingen, die vielen Zuschauern und natürlich vor allem die Handballern. Morgen geht’s weiter. Auch das ist ein Arbeitstag für die EZ-Sportredaktion. Aber einer, der besonders viel Spaß macht.
Dieses Bild von Reichenbachs Erik Rummel hat mir besonders gut gefallen, deshalb seht ihr es morgen in der EZ wieder. Fotos: Rudel
Nachdem ihr ja alle auf esslinger-zeitung.de und facebook bestens versorgt seid und morgen eine ganze Seite in der EZ ist (die ich gerade fertig gemacht habe), auch hier noch ein paar Zeilen zu Turniertag 1 beim 22. EZ-Handball-Pokal. Es hat Spaß gemacht, kann ich nur sagen. Schon beim ersten Spiel zwischen Deizisau und Reichenbach saßen mit mir viele Zuschauer auf der Tribüne. Spätestens als dann auch der TSV Wolfschlugen und der SKV Unterensingen im Einsatz waren, war es voll.
Guten Sport haben wir gesehen. Der TSV Wolfschlugen hatte zwar etwas Mühe, ist aber ebenso weiter wie alle anderen Favoriten. Dass es die Wolfschlugener nur als Zweiter ins Viertelfinale geschafft haben, macht es für sie etwas schwerer. Geht es nach der Papierform, könnte dort der TV Plochingen der Gegner sein, der heute ins Geschehen eingreift. Aber dass das mit dem Papier nicht immer hinhaut, haben die Wolfschlugener ja selbst bewiesen. Der TSV Deizisau wurde seiner Favoritenrolle gerecht.
Erster der Gruppe 3 ist also der SKV Unterensingen aus der WL mit Trainer Steffen Rost. Ebenso überzeugend war Rosts Ex-Team TSV Deizisau, der in der Gruppe 1 zwar nicht in jeder Situation so gespielt hat, wie sich das Coach Mike Wolz wünscht – aber es war insgesamt doch ziemlich souverän.
Gut gefallen haben mir aber auch die Reichenbacher, deren junge Mannschaft der Auftritt beim EZ-Pokal gut getan und Mut für den Abstiegskampf in der WL geben dürfte. Im Viertelfinale dürfte Titelverteidiger TSV Neuhausen warten, falls der sich morgen gegen die HSG Ostfildern und das Team Esslingen durchsetzt. Manager Bernd Locher, der heute den Wanderpokal in die Halle gebracht hat, klang zwar etwas skeptisch. Aber die Favoritenrolle werden die MadDogs nicht los. Und sie nehmen sie ja auch an. Christoph Massong hat jetzt beim TSV Wolfschlugen das Sagen.
Dass bei den Wolfschlugenern nicht mehr Lars Schwend auf der Bank saß, dürfte nicht der Grund für die Niederlage gegen Unterensingen gewesen sein. Interimstrainer Christoph Massong scheint seine Sache ganz gut zu machen – und darf vielleicht sogar den Kramny geben. Abteilungsleiter Wolfgang Stoll hat nicht ausgeschlossen, dass Massong (und sein Co Florian Falk) den Laden zumindest bis zum Saisonende schmeißen. Aber das Thema krieg ich heute nicht mehr vertieft.
Das Team Esslingen hat heute als Ausrichter schon einen super Job gemacht, auch wenn manche den Kuchen vermisst haben. Naja, ich persönlich brauche nach 16 Uhr keinen mehr – und wir haben die Anspielzeit ja im Vergleich zu den vergangenen Jahren ein bisschen nach hinten verschoben.
Kuchen gibt’s am Mittwoch. Und mehr Handball morgen. Ab 16 Uhr. Ich bin wieder in der Halle. Gute Nacht.
Da sind sie, die Pötte, um die ab Montag in der Neckarsporthalle gespielt wird. Fotos: Rudel
Da ist sie wieder die Frage, mit der hier am Kreis alles begann: Wer gewinnt den EZ-Pokal? Das war die erste Überschrift hier im Blog und ich stelle die Frage jedes Jahr wieder – um zu versuchen, sie zu beantworten.
Wer gewinnt den EZ-Pokal? In den vergangenen Jahren war das leichter zu beantworten. Mit „TSV Neuhausen“ lag man nicht verkehrt – und ja auch regelmäßig richtig. Die größte Überraschung im vergangenen Januar war, dass dem Drittligisten Neuhausen im Finale nicht der TSV Deizisau aus der BWOL, sondern der TSV Wolfschlugen aus der Württembergliga gegenüberstand.
Doch die Zeiten haben sich ziemlich schnell geändert. Neuhausen ist nicht mehr Drittligist, Wolfschlugen nicht mehr Württembergligist, nur Deizisau spielt noch in der BWOL. Ist da aber nicht mehr alleiniger Vertreter des EZ-Landes: Neuhausen ab-, Wolfschlugen mit Plochingen aufgestiegen – und plötzlich haben wir beim EZ-Pokal vier Spitzenteams aus der gleichen Liga. Das schönste Foto des EZ-Pokals 2015. Von Montag bis Mittwoch werden Herbert und Robin Rudel neue Bilder machen.
Was sagt uns das? Es müsste der spannendste EZ-Pokal aller Zeiten werden. Oder zumindest der spannendste seit langer Zeit. Immerhin haben wir ja schon Ausgabe Nummer 22. Wir haben am morgigen Samstag die große Vorschau-Seite in der EZ. Die Überschrift lautet „Neuhausen nimmt die Favoritenrolle an“. Gut so. Gleichzeitig wissen die Neuhausener, dass diese Favoritenrolle aber eben nicht mehr so groß ist.
Und jetzt muss ich sagen, was ich denke. Okay. Es wäre ja langweilig, wenn ich wieder auf Neuhausen setzen würde. Aber ehrlich gesagt glaube ich schon, dass es die MadDogs schaffen. Würde ihnen auf jeden Fall guttun. Ich habe zwei Szenarien im Kopf. Nummer eins: Die Neuhausener, die ja in der Liga schon gegen Plochingen und Deizisau verloren haben, scheitern auch beim EZ-Pokal frühzeitig oder zumindest im Halbfinale. Dann schafft es der frühere Seriensieger Deizisau mal wieder, durch einen Finalsieg gegen Plochingen. Würde auch den Deizisauern guttun.
Oder – Nummer zwei – Neuhausen will es beim EZ-Pokal allen zeigen und schafft das auch, setzt sich in der Gruppe locker gegen Ostfildern und Ausrichter Team Esslingen durch, schlägt im Viertelfinale Reichenbach, im Halbfinale Plochingen und im Traumfinale Deizisau.
Ich denke, so könnte es kommen.
Und Wolfschlugen? Die Augen werden auf den Vorjahresfinalisten gerichtet sein, nachdem Trainer Lars Schwend dort so plötzlich aufgehört hat. Beim EZ-Pokal trifft sich die Szene – und Wolfschlugen wird Thema der Gespräche auf der Tribüne oder bei der Roten Wurst sein. Noch gibt es keinen neuen Chefcoach bei den Wolfschlugenern. Ich wünsche dem Aufsteiger der vergangenen Jahre im EZ-Land, dass einer gefunden wird, der den von Schwend geebneten Weg weitergeht. Mr. Wolfschlugen Wolfgang Stoll wird schon was einfallen. Das Abschneiden beim EZ-Pokal ist da nicht so entscheidend, da müssen wir uns bei allem Prestige des Turniers auch nicht zu wichtig zu nehmen.
Nachdem ich – wie ihr hoffentlich auch – einen sehr schönen Jahreswechsel mit Freunden erlebt habe, freue ich mich jetzt riesig auf die drei Tage in der Neckarsporthalle. Vorher noch ein Sonntagsdienst in der Redaktion, und dann geht es los. Ich freue mich auf die Spiele, viele Gespräche, das ganze Drumherum – die erwähnten Spitzenteams, aber auch auf die Mannschaften aus den Ligen darunter, die ich eher selten spielen sehe.
Ich werde so ziemlich die ganze Zeit dort sein und mich auch hier im Blog mit meinen Einschätzungen melden.
Wir machen in der EZ natürlich eine ganze Seite für die Dienstag-Ausgabe und berichten in der Zeitung groß über den Finaltag. Wer direkt informiert sein will, schaut auf www.esslinger-zeitung.de vorbei oder bei Facebook, wo wieder Jan Geißler und erstmals Lorena Greppo aktiv sein werden. Am besten aber, man sieht sich in der Halle.
Was für eine Überraschung: Lars Schwend ist nicht mehr Trainer in Wolfschlugen. Fotos: Rudel
Und ich dachte, das Trainerbeben hätte es am Wochenende in der Fußball-Bundesliga gegeben. Pep Guardiola, Jürgen Kramny, Michael Frontzeck. Da ich gestern ja erst um 12 Uhr bei der Pressekonferenz war, auf der Kramny offiziell als neuer VfB-Chefcoach vorgestellt wurde und insgesamt vier Texte draus gemacht habe, war ich um 22.47 Uhr auch noch in der Redaktion.
22.47 Uhr? Da kam die Mail aus Wolfschlugen mit der Mitteilung, dass Lars Schwend um die Auflösung seines Vertrages bei den BWOL-Handballern zum Jahresende bittet. Der Text mit dem Abschiedsankündigung von Veit Wager bei dem BWOL-Frauen der HSG Deizisau/Denkendorf (allerdings zum Saisonende) stand da schon seit einer Weile auf der Seite. Veit Wager hört im Sommer bei der HSGDD auf.
Bei Wager liegt es vermutlich daran, dass seine Ziele ehrgeiziger sind als es die HSG mitgehen kann. Schwend hat eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag genutzt. Er glaubt, wie er mir eben sagte, dass die Mannschaft einen neuen Impuls braucht. Auf meine Frage, warum die Trennung dann nicht im Sommer kommt, antwortete er: „Ich halte das jetzt für einen günstigen Zeitpunkt.“ Die Mannschaft steht nach dem Aufstieg in die BWOL jedenfalls ordentlich da. Mehr morgen in der EZ.
Schwend, seit 2012 Trainer der Wolfschlugener, wird auf jeden Fall ein Verlust sein. Er ist fachlich einer der Besten in der Region, in der vergangenen Saison hat er die Mannschaft als Württembergliga-Meister in die BWOL geführt, wo sie momentan als Neunter auf Klassenverbleib-Kurs ist. Er wurde von den Am-Kreis-Lesern nicht umsonst zum „Trainer der Saison“ im EZ-Land gewählt.
Wie geht es weiter in Wolfschlugen? Beim EZ-Pokal vom 4. bis 6. Januar werden, so Stoll, Co-Trainer Christoph Massong und ein paar verletzte Spieler die Betreuung der Mannschaft übernehmen. Und dann? Ein paar Namen fallen mir schon ein. Volker Greiner ist meines Wissens frei (bzw. „nur“ als Jugendtrainer im Einsatz). Benjamin Brack hat im Sommer in Unterensingen aufgehört, weil er kürzer treten wollte. Vielleicht will er das ja nicht mehr, immerhin hat er einen Bezug zu Wolfschlugen, weil er dort gespielt hat. Und auf Stefan Haigis kommt man immer, wenn in der Region ein Trainer gesucht wird.
Oder Veit Wager? Der ist zwar im Frauenbereich unterwegs und will bei der HSG erst im Sommer aufhören. Aber man kann ja mal reden. Auch er kennt sich in Wolfschlugen bestens auf, weil er dort die Frauen trainiert hat. Bei Spielen (der Männer) sieht man ihn glaube ich auch noch manchmal in der Halle.
Aber lassen wir das mit dem Spekulieren. Wir werden es erfahren. Gratulation, Frank Ziehfreund.
Lars Schwend wünsche ich auf alle Fälle alles Gute. Den Wolfschlugenern auch. Frank Ziehfreund gratuliere ich zum Gewinn des HVW-Pokals mir der SG Leonberg/Eltingen (auch wenn es mir für den im Halbfinale unterlegenen TSV Deizisau natürlich leid tut).
Und allen wünsche ich ein schönes Fest und einen guten Rutsch.
Man sieht sich am 4. Januar in der Neckarsporthalle.
Auf solche Szenen wie beim Finale 2015 freuen wir uns. Foto: Rudel
Wenn es Dezember wird, häufen sich die Anfragen, wann denn endlich der Spielplan des EZ-Pokals fertig ist. Fertig ist er, und heute ist er in der EZ. Den ganzen Text dazu gibt es auch hier. Unter Beobachtung des Sport-Ressortleiters (hinter der Kamera) und dem Blogschreiber (rechts) zieht die charmante Losfee und EZ-Wirtschaftsredakteurin Sabrina Erben die Mannschaften. Fotos: Kern
Vielleicht wird es vom Niveau her der beste EZ-Pokal aller Zeiten. Der an der Spitze am ausgeglichenste dürfte es auf jeden Fall sein. Es ist zwar diesmal kein Drittligist mehr dabei, weil der TSV Neuhausen kein Drittligist mehr ist. Aber vier gleichklassige Mannschaften (aus der BWOL) als Gruppenköpfe, das ist einmalig. Ostfildern in Gruppe 2.
Ich hab diese Tage kurz mit Neuhausens Manager Bernd Locher telefoniert und ich darf kurz aus dem Gespräch zitieren. Wir haben abgeklärt, wie der Wanderpokal, den die Neuhausener ja in ihrer Vitrine stehen haben, in die Halle kommt. Auf meinen lapidaren Satz „vielleicht könnt ihr ihn am 6. Januar ja wieder mitnehmen“, sagte Locher nur: „Oje, das wird diesmal wirklich schwer.“ Und so sieht das ganze Tableau aus – alles noch handschriftlich. Das oben ist übrigens nicht der EZ-Pokal, sondern einer, den die Sportredaktion mal kickend gewonnen hat.
Tatsächlich war die Favoritenrollen schon lange nicht mehr so schwer zu vergeben. Klar, Neuhausen ist als Wiederaufstiegskandidat in der BWOL und Titelverteidiger gejagt, aber immerhin hat die Mannschaft in dieser Saison schon in Plochingen und Deizisau verloren. Bevor es los geht, werde ich hier natürlich wieder fragen: „Wer gewinnt den EZ-Pokal.“
Dazu was in eigener Sache. Wenn ich das frage, hoffe ich natürlich auch auf Antworten. Es wurde ja die Frage aufgeworfen, warum es so ruhig ist. Bestimmt hat das was mit der Registrierung zu tun, auf die ich aber nicht verzichten kann. Und allgemein ist zu beobachten, dass im weltweiten Netz mehr konsumiert als mitgemacht wird. Dazu wandert ein Teil der Kommentare zu Facebook ab, zum Teil auch nicht auf die EZ-Handball-Seite, sondern auf Seiten, die meine Beiträge geteilt haben. Passt scho.
Obwohl ich nicht mehr ganz so regelmäßig zum Schreiben komme wie in den vergangenen Jahren (was ich ja angekündigt habe), bin ich mit den Mitleserzahlen hier ganz zufrieden.
Also werde ich nicht aufhören zu schreiben. Und freue mich natürlich weiterhin über Kommentare.
Zum Schluss noch der Hinweis, dass auch am kommenden Wochenende interessante Spiele anstehen: Der TSV Deizisau, der beim EZ-Pokal das Eröffnungsspiel bestreitet, tritt zum Final Four in Leonberg an. Im Halbfinale trifft die Mannschaft auf den Gastgeber und einen alten Bekannten: Trainer Frank Ziehfreund. Der war übrigens der Letzte, der mit einer anderen Mannschaft als Neuhausen den EZ-Pokal gewonnen hat: 2011 mit dem HC Wernau.