Ehemaligentreffen in der Körschtalhalle

Pascal Reitnauer kommt geflogen. Fotos Rudel (3), Paesler.

Handballspiele gleichen manchmal einem Familien- oder Klassentreffen. Oder einem Ehemaligentreffen. Vor allem für Derbys gilt das. Es war jedenfalls nett, wen ich beim Württembergliga-Spiel zwischen der HSG Ostfildern und der SG Hegensberg/Liebersbronn so alles in der Körschtalhalle getroffen habe. Okay, für Hegensberg-Chef Hermann Beck und den frisch aus dem Urlaub eingeflogenen HSG-Boss Kurt Ostwald war es ein Pflichttermin.

Aber auch die ehemaligen HSG-Handballer Manuel Späth – jetzt Bundesligist TVB Stuttgart – und Hannes Grundler – jetzt Kapitän des Drittligisten TSV Neuhausen – waren da und haben sich über den ersten Saisonsieg (35:30) ihres Ex-Clubs gefreut.

Ein klasse Foto unseres Robin Rudel von Jannik Schlemmer – drum ist es auch in der EZ abgedruckt.

Dass auch Michael Schwöbel in der Halle war, hat mich natürlich weniger gewundert. Der Ostfilderner Aufstiegstrainer genießt nach eigener Aussage die Handball-Auszeit. „Nur zuschauen ist noch komisch“, sagte er nach dem Spiel im Foyer  beim kleinen Sieg-Anstoßer.

Und wer saß da am Hallenmikrofon? Der alte SWR-Haudegen Stefan Kiss, mit dem ich die eine oder andere VfB-Auswärtsfahrt bestritten habe und den ich, nachdem ich nicht mehr den Wasenkickern nachreise, nun halt beim Handball in Scharnhausen treffe. Auch nicht schlecht.

Blick vom „Reporterplatz“ in der Körschtalhalle.

Auch nicht schlecht gefallen haben mir die Ostfilderner. An individueller Klasse sind ihnen viele Mannschaften in der Liga überlegen, aber das wussten sie schon vorher. Stark fand ich, dass man ihnen den 0:6-Punkte-Start nicht angemerkt hat. Das war richtig selbstbewusst, was die Mannschaft da gezeigt hat. Und es wurde von Minute zu Minute selbstbewusster, als die Spieler merkten, dass an diesem Tag von HeLi nicht mehr viel kommen würde. Die HSG wird bis zum Ende um den Klassenverbleib kämpfen, so aber müsste sie den einen oder anderen Sieg schaffen.

Und HeLi? Die Mannschaft wird auch wieder anders auftreten. Trainer Jochen Masching hat ein Jahr nach dem Aufstieg und nach einem personellen Umbruch nicht zu unrecht gewarnt, es würde eine schwere Saison. Der Sieg gegen den (immer noch – unglaublich – punktlosen) SKV Unterensingen und der Punkt in Schwäbisch Gmünd haben wohl ein bisschen über die Lage hinweggetäuscht. Gefühlsmäßig stand die Mannschaft besser da als mit 3:5 Punkten – und jetzt sind es halt 3:7. Aber gerade individuell ist die Mannschaft stark genug, um einen Mittelfeldplatz schaffen zu können.

Für Arne Helms und HeLi lief es im Derby in Ostfildern nicht so gut.

HSG gegen HeLi, am kommenden Sonntag Wolfschlugen gegen Ostfildern und am Samstag drauf HeLi gegen Wolfschlugen – es ist Derbytime in der Württembergliga und wir bei der EZ haben im Moment geplant, bei jedem der Spiele in der Halle zu sein. Ich selbst werde mir am Samstag Grundlers Neuhausener gegen Fürstenfeldbruck anschauen.

Apropos Anschauen: Habt ihr heute die Seite 21 in der EZ gesehen? Jugendhandball satt. Aufgrund des Feiertags und des auch dadurch begrenzten Platzes in der Zeitung leider erst in der Donnerstagausgabe, nachdem ein paar Teams am Mittwoch schon wieder gespielt hatten. Ließ sich leider nicht vermeiden. Vier Spalten seitenhoch hat der Jugendhandball bekommen. Ich kenne keine Zeitung, die dem Nachwuchs so viel Platz einräumt.

Ich hoffe, es lohnt sich, auch der Aufwand, ich bin da schon einige Zeit drangesessen. Deshalb würde mich eure Meinung interessieren: Findet ihr es gut, dass der Jugendhandball in er EZ so groß kommt? Lest ihr das? Hättet ihr da andere Ideen. Schreibt mir. Hier in der Kommentarfunktion oder an sport@ez-online.de


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