Triumph, Tränen, Trotz

Bilder sagen manchmal mehr als Worte. Deshalb hier erst einmal das Geschehen des vergangenen Wochenendes in drei Fotos aus Großröhrsdorf, Schwetzingen, Deizisau und Wolfschlugen:

So bejubelten die Hornets ein Stück hinter Dresden den erstmaligen Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Foto: TV Nellingen
So bejubelten die Hornets ein Stück hinter Dresden den erstmaligen Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Foto: TV Nellingen
So traurig blickten die Neuhausener, links der scheidende Trainer Alexandr Prasolov, nach der verpassten Aufstiegschance in Schwetzingen drein. Foto: Kehle
So traurig blickten die Neuhausener, links der scheidende Trainer Alexandr Prasolov, nach der verpassten Aufstiegschance in Schwetzingen drein. Foto: Kehle
So verabschiedeten sich Team und Trainer der HSG Deizisau/Denkendorf von ihren Zuschauern und aus der BWOL. Foto: Rudel
So verabschiedeten sich Team und Trainer der HSG Deizisau/Denkendorf von ihren Zuschauern und aus der BWOL. Foto: Rudel
So schwer taten sich Simon Geist und der TSV Wolfschlugen in der BWOL und auch im letzten Spiel gegen die HSG Konstanz II. Foto: Rudel
So schwer taten sich Simon Geist und der TSV Wolfschlugen in der BWOL und auch im letzten Spiel gegen die HSG Konstanz II. Foto: Rudel

Jetzt aber doch auch noch ein paar Worte. Denn solche Emotionen gibt es nur im Sport. Was im EZ-Land am Wochenende los war, lässt nicht nur an den Bildern, sondern auch ganz gut an einigen Überschriften heute in der EZ auf den Seiten 20 und 21 ablesen. „Am Ziel einer langen Reise“ (Nellingen), „Tränen beim TSV Neuhausen“, „Versöhnlicher Abschluss für die HSG“ (Deizisau/Denkendorf), „‘Riesen-Enttäuschung‘ beim TSV Wolfschlugen“.

Gratulation natürlich erst einmal nach Nellingen zum vorzeitig klargemachten Aufstieg in die Bundesliga der Frauen. Dass die Hornets es irgendwann packen würden, war mir klar – ich habe aber ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass es in diesem Jahr passieren würde. Es wurde in den vergangenen Jahren viel umgekrempelt in Nellingen – jetzt werden die Früchte geerntet, auch von der unaufgeregten Arbeit von Trainer Pascal Morgant.

Wie sich die Hornets in der Bundesliga schlagen werden, ist sehr schwer zu beurteilen. Es gab in den vergangenen Jahren positive und negative Beispiele. Aber zuerst einmal sollen die Mädels feiern. Das Gedankenmachen kann warten.

Was die MadDogs betrifft, so hätte die Überschrift über dem Aufmacher auf Seite 20 auch so lauten können: „Jetzt greifen wir eben nach der Pause wieder an“. Das war ein Zitat von Linksaußen Daniel Roos. Die Enttäuschung über den verpassten Wiederaufstieg war natürlich groß. Die Neuhausener hätten es mit einem Sieg im letzten Spiel bei der HG Oftersheim/Schwetzingen gepackt. Aber eigentlich haben sie den Aufstieg schon vorher durch die eine oder andere unnötige Niederlage verspielt.

Die Neuhausener haben eine gute Saison gespielt. Aber eine zu unkonstante. Das wird das Thema in der kommenden Saison mit dem neuen Trainer Ralf Bader sein. Da werden die MadDogs wahrscheinlich, ob sie wollen oder nicht, der Top-Favorit sein. Sollen sie der Rolle ruhig gerecht werden!

Zur HSGDD. Ich will nicht noch einmal die Geschichte nacherzählen, warum die beiden Stammvereine das Team aus der BWOL zurückgezogen haben. Das hat in den vergangenen Wochen für viel Wirbel, Enttäuschung und Ärger gesorgt. Und was macht das Team um den scheidenden Trainer Veit Wager? Gewinnt und gewinnt, zieht ins Final Four um den HVW-Pokal ein und schließt die Saison mit einem Sieg und als Vierter und damit so gut wie noch nie ab. Chapeau!

Das HSG-Team bricht nun auseinander. Nur drei bisherige BWOL-Spielerinnen werden das Landesliga-Team der Spielgemeinschaft verstärken, das in einem Jahr den Aufstieg in die Württembergliga feiern will.

In der Württembergliga spielen in der kommenden Runde die Männer des TSV Wolfschlugen. Für sie ist es richtig doof gelaufen. In einer anderen Konstellation hätten sie als Viertletzter Relegation spielen können, aber wegen der Zahl der Runterkommer von der 3. Liga geht es nun direkt wieder eins tiefer.

Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass die Mannschaft überhaupt so weit unten landen würde. Dazu war der Aufstieg vor einem Jahr zu souverän und der Kader zu gut. Dann ist aber das eine oder andere schiefgelaufen. Es gab große Verletzungsprobleme. Im Dezember ist (zumindest für viele) überraschend Trainer Lars Schwend zurückgetreten. Christopher Massong hat sich zwar gleich mit dem Sieg beim EZ-Pokal eingeführt, den Abstieg am Ende aber ebenso wenig verhindern können wie Benjamin Brack, der statt zur kommenden Saison (für viele) nicht überraschend sofort eingestiegen ist.

Der von mir etwas schwächer eingeschätzte, weil knapper aufgestiegene Mit-Aufsteiger TV Plochingen hat die Saison mit einem positiven Punktekonto auf Platz acht abgeschlossen. Auch hier: Chapeau!

Schade für die Wolfschlugener. Aber sie werden es verkraften und in der kommenden Saison in der WL eine gute Rolle spielen.

Ob die Wolfschlugener irgendwann ab September gegen die HSG Ostfildern oder den TV Reichenbach spielen werden, entscheidet sich am Donnerstag und Sonntag in der Abstiegsrelegation. Meine Kollegin Steffi Gauch-Dörre kümmert sich um das Zitter-Derby. Sie wird für die Mittwoch-Ausgabe eine interessante Vorschau schreiben und bei Hin- und Rückspiel in der Halle sein.

Und ihr, liebe treue Am-Kreis-Leser, könnt euch wie ich schonmal gedanklich auf die Wahl zum Trainer der Saison einstellen. Am Sonntag oder Montag werde ich die Nominierten vorstellen – und dann seid ihr gefragt.


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2 Antworten auf „Triumph, Tränen, Trotz“

  1. Hoffentlich werden bei der Wahl zum Trainer der Saison auch Jugendtrainer berücksichtigt. Die A-Jugend Trainer der HSG Ostfildern zum Beispiel: Württembergischer Meister, HBW-Pokal Sieger und den Einzug in die A-Jugend Bundesliga 2016/17 klar gemacht.

    1. Mmh, ist grundsätzlich eine gute Idee, weil im Jugendbereich gute Arbeit geleistet wird. Es ist nur ein bisschen schwierig, weil ich im Jugendbereich natürlich nicht die Einblicke habe wie bei den Aktiven.