Blick nach Deizisau

Ein etwas älteres Foto von Veit Wager. Wenn er auch am Sonntag auf der Deizisauer Bank sitzt, gibt es neue Bilder. Foto: Rudel

Gestern Abend schaute die Nation nach Berlin in die baden-württembergische Landesvertretung, um zu sehen, was aus Jamaika wird. Heute blickt das EZ-Handball-Land nach Deizisau. Okay, es sind ein paar weniger Leute, die interessiert, wie die Trainerfrage bei den dortigen Baden-Württemberg-Oberliga-Handballern ausgeht, und die Tragweite der Entscheidung ist für die Nation auch nicht von ganz so großer Bedeutung. Dafür aber sind die Chancen für eine Einigung deutlich größer.

Nach der Trennung von Ralf Rascher hat Veit Wager für das Wochenende übernommen – mit einem fulminanten Ergebnis. Mit 46:31 haben die Deizisauer die Mannschaft der SG Lauterstein aus deren Halle gefegt. Was auch dazu führt, dass es jetzt in Lauterstein eine Trainerdiskussion gibt. Am heutigen Monntagaben setzen sich Wager und die Deizisauer Vereinsführung zusammen und beraten darüber, ob und wie es einen Weg für eine weitere Zusammenarbeit gibt.

Egal, wie es ausgeht: Für Wager spricht auf jeden Fall, dass er schonmal geholfen hat, noch bevor Klarheit über das weitere Vorgehen bestand. Ich habe gestern kurz mit ihm gesprochen. Lust, so mein Eindruck, ist vorhanden. Zeit aufgrund des Berufs nicht ganz so viel. Auch das spricht für ihn: Er macht es nur dauerhaft, wenn er sich der Aufgabe in dem dafür nötigen Umfang widmen kann. Ein passender Co-Trainer würde da helfen, die Suche läuft.

Die Deizisauer jedenfalls wollen mit Wager zusammenarbeiten. Sie kennen ihn gut aus der Zeit, als er die Frauen der HSG Deizisau/Denkendorf erfolgreich trainiert hat. Wager kennt dadurch den Verein auch. Ich halte viel von ihm – was im Übrigen aber auch für Rascher galt – und würde mich freuen, wenn er es macht.

Zeit für intensiven Austausch wird es dann auf jeden Fall beim EZ-Pokal vom 5. bis 7. Januar in der Neckarsporthalle geben. Deizisau ist dabei, so viel kann ich schon verraten. Ich bin gemeinsam mit dem Ausrichter Team Esslingen gerade in den finalen Zügen der Zusammenstellung des Teilnehmerfeldes. Dazu demnächst mehr in der EZ.

Auch Titelverteidiger Neuhausen wird natürlich beim EZ-Pokal mitspielen. Die MadDogs sorgen heute mit für eine schöne Seite 21 in der EZ. Oben der Text von Steffi Gauch-Dörre über den 25:23-Sieg der Neuhausener gegen Hochdorf, unten der über den Triumph der Deizisauer in Lauterstein. Und dazwischen der Bericht vom 32:30-Sieg des TV Plochingen beim Top-Team TV Willstätt. So happy habe ich TVP-Trainer Daniel Brack selten erlebt, als er gestern aus Willsätt in der EZ-Redaktion angerufen hat. Macht Spaß zurzeit, der Handball im EZ-Land.

Und allen, für die es am Wochenende nicht so gut lief, etwa die Landesligisten HSG Ostfildern und Team Esslingen: Kopf hoch, man kann nicht immer gewinnen.

Ein Kommentar zum
Deizisauer Trainerbeben

Ralf Rascher und der TSV Deizisau – das hat nicht funktioniert. Foto Rudel

Selten hatte man bei der Verkündung einer Trainerverpflichtung so sehr das Gefühl, dass die Konstellation passen müsste – und selten hat man sich so getäuscht. Baden-Württemberg Oberligist TSV Deizisau und Trainer Ralf Rascher trennen sich nach nur elf Saisonspielen. Auch Raschers Bruder Andreas hört als Co-Trainer auf. Die Probleme, die zur Trennung führten, sind klar. Wie die Probleme aufkamen, wissen die Beteiligten dagegen selbst nicht so genau.

Offenbar gab es von Anfang an große Verständigungsprobleme zwischen Trainer und Mannschaft. Und das mit einem Trainer, der eigentlich für seine Kommunikation und seinen Umgang mit jungen Spielern bekannt ist. Sowohl Rascher als auch Arne Staiger vom Management und Spielführer Dennis Prinz bemühten sich, nicht schlecht übereinander zu reden und nicht im Unfrieden zu scheiden. Es können sich sicherlich (zumindest bald wieder) alle in die Augen schauen. Aber alle machten deutlich, dass es so nicht weitergehen konnte.

Rascher hatte angekündigt, keine Handball-Revolution in Deizisau durchzuführen. Dann hat er aber offenbar doch mehr geändert, als die meisten Akteure der Mannschaft erwartet hatten. Und, so die Sicht der Spieler, er erklärte dies nicht ausreichend und offensichtlich nicht so, dass es die Mannschaft verstanden hat. Früh, wohl zu früh, haben gerade die erfahrenen Handballer dann dicht gemacht und sich gegen die Umstellungen gesperrt. Prinz gesteht das auch ein.

Es wird klar: Alle haben Fehler gemacht. Fehler, die sie so in Zukunft vielleicht nicht mehr machen werden. Und Fehler, die die Spieler sehr schnell nicht mehr machen sollten, denn sonst wird es auch Raschers Nachfolger schwer haben. Es wird auch klar: Bei allem anfänglichen Willen war das einfach ein Fall, in dem eine Zusammenarbeit nicht funktioniert hat. Das kommt vor. Rascher und eine andere Mannschaft oder die Deizisauer Mannschaft und ein anderer Trainer – das kann bestens funktionieren.

Allerdings, nochmal: Es sollten alle aus den Fehlern lernen, die zum Deizisauer Trainerbeben geführt haben, und der Versuch mit dem neuen Coach – der vielleicht schon am morgigen Freitag präsentiert wird – sollte nicht daneben gehen. Denn sonst, so einfach ist es im Sport, steigt der TSV Deizisau ab.

Forrest Gump und die MadDogs

Ein Blick vom Arbeitsplatz des EZ-Redakteurs in der Sprecherkabine der Pfullinger Kurt-App-Halle. Neuhausen im Angriff. Die Scheibe könnte ein bisschen sauberer sein.

Beim Handball ist es ein bisschen wie bei Forrest Gump und den Pralinen: Man weiß nie, was man bekommt. Als ich kürzlich beim Spiel des Drittligisten TSV Neuhausen/Filder beim TV Neuhausen/Erms war, haben die meisten Zuschauer wohl eher an einen Sieg des Erms-Teams geglaubt – es gewannen nach einer ganz starken Vorstellung die Neuhausener von den Fildern. Gestern Abend haben die MadDogs in Pfullingen gespielt und waren diesmal die Favoriten. Aber sie haben mit 24:31 verloren.

Beides waren interessante Spiele und beide Spiele hatten am Ende den verdienten Sieger – jeweils der Außenseiter. Das zeigt auch: Man kann das Leistungsniveau einer Mannschaft nicht konservieren. Und: Ein Team kann über dem erwarteten Niveau spielen. Neuhausens – also Filder-Neuhausens – Trainer Ralf Bader hat gestern auch schnell und anerkennend erklärt, dass Pfullingen besser war, als er es erwartet hatte.

Ich habe aktuell aus der Kurt-App-Halle berichtet. Das heißt, ich saß in der Sprecherkabine und habe schon während des Spiels (Beginn war 20 Uhr) mit dem Schreiben begonnen. Nach der Schlusssirene hatte ich noch etwa eine halbe Stunde Zeit (so viel hat man nicht immer), habe noch ein paar Stimmen geholt, habe fertig geschrieben und anschließend noch den Text online gestellt und auf Facebook gepostet.

Blick in die andere Richtung: Pfullingen im Angriff.

Das Spiel der Neuhausener war nicht gut, ich habe die Leistung kritisch betrachtet. Direkt danach habe ich mit Bader und MadDogs-Kapitän Hannes Grundler gesprochen. Natürlich mache ich mir objektiv mein eigenes Bild, das ist mein Job, und ich muss auch nicht einer Meinung mit den Protagonisten sein. War ich auch nicht, in meinem Text steht, dass das 13:13 zur Halbzeit aus Neuhausener Sicht „etwas schmeichelhaft“ war. Bader fand es leistungsgerecht. Zum ganzen Bild, das sich ein Journalist macht, gehört auch der Eindruck von den Aussagen der Beteiligten. Bader und Grundler haben erklärt, dass die Leistung zwar nicht gut war, dass 10:10 Punkte als Zwischenbilanz für einen Aufsteiger aber okay sind. Und dass Pfullingen stark war. Der Gegner spielt eben auch mit.

Auszeit Neuhausen. In diesem Fall bringt sie nicht viel.

Stimmt. Rückschläge sind gerade bei einem Aufsteiger einzuplanen. Das gestern war einer. Aber es kommt darauf an, was man daraus macht. Bader hat Fehler aufgezeigt und angekündigt, sie mit der Mannschaft aufzuarbeiten. Und Grundler hat diesen interessanten Satz gesagt, den ich in meinem Text in der EZ auch zitiert habe: „Wir haben in Pforzheim ein grottenschlechtes Spiel abgeliefert und anschließend Horkheim geschlagen. So müssen wir es wieder machen.“ Mit dieser Einstellung kann man was anfangen.

Ich habe mich entschieden, das Spiel der MadDogs nicht schön zu schreiben und die Schwachpunkte zu benennen, aber die Leistung einzuordnen. Ich bin mir sicher: Der Auftritt in Pfullingen wird am Ende der Saison als einer der schwächeren eingeordnet werden. Am Ende einer insgesamt zufriedenstellenden Saison. Daran glaube ich auch nach gestern.

Mein lieber Kollege Michael Grimm hatte im Reutlinger General-Anzeiger natürlich einen ganz anderen Tenor in seinem Text. Er musste auch nicht lange überlegen. Seine Leser interessieren sich vor allem für die Pfullinger. Und da konnte er einfach drauflosloben.

Die Pfullinger Trommler. So saßen sie vor 20 Jahren schon da.

Für einige Neuhausener war es gestern übrigens trotzdem ein schöner Abend: Einige von ihnen haben eine Pfullinger Vergangenheit und es gab ein freudiges Wiedersehen. Mir ging es auch ein kleines bisschen so, denn zu meiner Zeit beim Radio habe ich viele Male zum Beispiel Rolf Brack oder Holger Breitenbacher zu Pfullinger Zweitligazeiten das Mikro unter die Nase gehalten. Ist das lange her… Fast so lange, wie die Zeit, als Forrest Gump im Kino lief.

P.S Ich mach jetzt hier zwei Wochen Urlaubs-Pause.

„Der Druck ist größer
als im vergangenen Jahr“

Nellingens Nives Ahlin wirft auf das Tor ihres Ex-Clubs. Fotos: Rudel

In der vergangenen Runde holten die Bundesliga-Handballerinnen des TV Nellingen im Auswärtsspiel bei Mitaufsteiger Neckarsulmer SU den ersten Saisonsieg. Diesmal ist das Spiel gegen Neckarsulm der erste Tiefpunkt: Die 19:26-Niederlage war ernüchternd. Für die EZ war meine Kollegin Karla Schairer in der Halle. Ich habe mit unserer Nellingen-Expertin über das Spiel und die Lage bei den Hornets gesprochen:

„Der Druck ist größer als im vergangenen Jahr“

Roxana Ioneac im Einsatz. Hinten neben Hallensprecher Hans A. Schatz sitzt EZ-Redakteurin Karla Schairer.

Woran hat es beim Spiel gegen Neckarsulm vor allem gefehlt?

Karla Schairer: Zum einen haben die Nellingerinnen ihre Chancen nicht richtig genutzt, zu früh abgeschlossen. Vor allem nach der Pause hätten sie mit mehr Elan und Aggressivität auftreten müssen.

Du schreibst auch, dass sie sich zu früh aufgegeben hätten.

Karla Schairer: Genau. Besonders in der Schlussphase kam keine Gegenwehr mehr, das hat ja auch Trainer Pascal Morgant bemängelt. Das hat man auch an der Körpersprache gesehen: Als Neckarsulm mit vier Toren weggezogen war, haben sie sich aufgegeben. Dabei hatten sie noch fünf Minuten Zeit, da kann eigentlich noch viel passieren.

Ein Sieg aus fünf Spielen ist ein bisschen wenig – andererseits mussten die Nellingerinnen in der vergangenen Saison bis ins neue Jahr auf den ersten Sieg warten – gegen Neckarsulm.

Karla Schairer: Das kann man als Fortschritt bezeichnen, sie stehen aber nur deshalb mit diesem einen Sieg auf Platz elf, weil auch andere Teams schlecht gestartet sind. Auf die Schwäche der anderen sollte man sich nicht verlassen. Der Anspruch in Nellingen sollte sein, dass es besser läuft als in der vergangenen Saison.

Louisa Wolf – noch eine ehemalige Neckarsulmerin im Hornets-Trikot.

Tut es das denn handballerisch?

Karla Schairer: Das Problem ist, dass viele junge Spielerinnen da sind. Die müssen schon viel Verantwortung übernehmen. Die Leistungsträgerinnen haben sich schon weiterentwickelt, auch was das Selbstbewusstsein betrifft. In den ersten 20 Minuten gegen NSU war das zu sehen. Umso erstaunlicher war, dass danach nicht mehr viel ging. Es war jetzt genug Zeit da, um in der Bundesliga anzukommen, zu den Spitzenteams ist aber schon noch ein Klassenunterschied zu erkennen.

Stimmt die Struktur im Team?

Karla Schairer: Es ist viel Talent da und auch spielerische Qualität. Die können schon alle was. Es fehlen aber ein paar robuste Spielerinnen im Team, die die Gegner auch körperlich beeindrucken. So wie Sina Namat, die jetzt in Neckarsulm spielt.

Wie schlagen sich die Neuzugänge?

Karla Schairer: Vivien Jäger am Kreis und Szimonetta Gera auf Rechtsaußen machen ihre Sache gut und sind im Team angekommen. Aber auch hier gilt: Eine Erfahrene mehr wäre gut gewesen – das ist aber alles eine Frage der finanziellen Möglichkeiten.

Im Derby geht es zur Sache. Roxana Ioneac (rechts) bekommt das zu spüren.

Welchen Eindruck macht Trainer Pascal Morgant?

Karla Schairer: Gegen Neckarsulm hat auch er nicht entscheidend eingreifen können. Er war mir nach der Niederlage fast zu gefasst. Aber vielleicht ist das nach so einem Spiel auch richtig – den Blick nach vorne richten und nicht an Dingen rumknabbern, die man nicht mehr ändern kann. Er wird das Spiel mit den Spielerinnen entsprechend aufarbeiten. Er ist erfahren genug, jetzt nicht in Panik auszubrechen und die Niederlage überzubewerten.

In der vergangenen Runde sind die Hornets sportlich abgestiegen und sind nur in der Bundeliga geblieben, weil ein Platz frei wurde. Hand aufs Herz: Schaffen sie es diesmal?

Karla Schairer: Das ist schwierig zu beantworten. Es sind erst fünf Spiele absolviert und es gibt Dinge, die für, und Dinge, die dagegen sprechen. Sie haben jetzt mehr Erfahrung, aber der Druck ist auch größer als im vergangenen Jahr. Das kann aber durchaus auch motivierend sein.

Hand in Hand

Ab 2018: Handball in der EZ im neuen Gewand. Foto: Paesler

Nachdem ich das seltene Vergnügen hatte, mal ein freies Wochenende zu haben – und ja auch mit richtig klasse Wetter verwöhnt wurde -, heute mal wieder was aus der Rubrik „Wir über uns“. Das vergangene Handball-Wochenende habe ich als EZ-Leser rekapituliert und mich unter anderem über den Text von Steffi Gauch-Dörre aus Reichenbach gefreut. Es war eine gute Idee, sie zu bitten, dort hinzugehen. Sie durfte vom wiedergewonnenen Spaß beim Württembergliga-Absteiger berichten.

Bei der EZ gibt es gerade einige Umstrukturierungen. Wir sind dabei, uns für die Zukunft aufzustellen, wie man so schön sagt. Für mich persönlich bedeutet das viele Arbeitsgruppen, was Spaß macht, worunter aber auch ein bisschen das Schreiben für den Blog leidet. Aber das geht ja nicht ewig so.

Von einigem, was in den Arbeitsgruppen passiert, werdet ihr als EZ-Leser nicht so viel mitbekommen. So führen wir etwa im Januar ein nagelneues Redaktionssystem ein. Wer mit EDV zu tun hat, weiß, wie viel Arbeit das ist. Was deutlich sichtbarer sein wird: Wir arbeiten mit Hochdruck an einem Relaunch, also an einem neuen Erscheinungsbild der Zeitung. Erste Ansätze wurden in der EZ ja schon gezeigt. 400 Leser, die sich auf den entsprechenden Aufruf hin gemeldet haben, nehmen das Ganze schon mal in Augenschein und werden uns ein Feedback geben.

Dafür haben wir im September eine so genannte Nullnummer produziert, das heißt wir haben eine komplette EZ-Samstagsausgabe im neuen Design erstellt. Wir werden das nun weiter begleiten, Anregung aufnehmen, noch ein paar Änderungen vornehmen, noch etwas an der Technik feilen… Ende Januar geht es dann los.

Was das Ganze mit Handball zu tun hat? Der Handball nimmt im EZ-Sport einen wichtigen Teil ein und wird in Zukunft auch moderner präsentiert. Und, insofern werdet ihr von unserem neuen Redaktionssystem eben doch etwas mitbekommen: Es macht die crossmediale Arbeit zwischen der gedruckten Zeitung und Online leichter. In diese Richtung geht es ja.

Crossmediales Arbeiten ist eines meiner Lieblingsthemen. Wir Sportler sind da ohnehin – nicht nur bei der EZ – oft ein bisschen in der Vorreiterrolle. Im Gegensatz zu anderen Zeitungen haben wir hier nicht das eine Top-Team, hinter dem alles andere zurückbleibt und das wir ständig mit Livetickern, Dossiers undsoweiter begleiten. Wir haben Wasserball-Bundesliga, Judo-Bundesliga, Radball-Bundesliga – alles tolle Sportarten, die auch mir wichtig sind, die aber (da werden mir die Wasserballer, Judoka und Radballer nicht böse sein) nicht die Publikumsmagneten sind.

Lokal betrachtet ist Handball unsere Top-Sportart, aber verteilt auf viele Teams. Deshalb wechseln wir ja auch ab, was die Berichterstattung aus den Hallen betrifft. Natürlich mehr Nellingen und Neuhausen, aber eben auch mal Köngen oder wie am vergangenen Wochenende Reichenbach.

Das Relaunch-Team diskutiert über die Entwürfe. Arbeitsgruppenmitglied Paesler war an diesem Tag als Seminar-Referent unterwegs. Foto: Bulgrin

Online first wird es in Zukunft noch mehr geben. Mir ist das wichtig. Als ich vor kurzem aus der Halle in Neuhausen/Erms nach Hause gekommen bin und vom sensationellen Drittliga-Derbysieg von Neuhausen/Filder dort am Samstagabend kurz vor Mitternacht noch eine schnelle Online-Meldung abgesetzt habe, ist das clickmäßig durch die Decke geschossen. Sowas bestärkt mich. Die tiefere Analyse gab es dann später in der Zeitung (und auch online). So ist der Weg.

Am vergangenen Freitagabend habe ich – bei allem Spätdienst-Redaktionsstress mit VfB und so – auch noch eine Meldung über die Abend-Auswärtsspiele von Deizisau und Plochingen ins Netz gestellt.

Was meint ihr: Findet ihr es gut, wenn wir das in Zukunft noch mehr machen? Das ist Arbeit. Aber es ist die Zukunft. Online ist schnell, Print bringt den Hintergrund. Ich bin davon überzeugt: Gedruckte Zeitung und Online werden in den kommenden Jahren Hand in Hand gehen.

Die Frauen sind im Vormarsch

„Das Wort Zeit nehme ich persönlich auch häufig in den Mund, auch wenn man im Spitzensport leider häufig nur sehr wenig davon hat.“

Diese fast schon philosophische Weisheit von Plochingens Trainer Daniel Brack ist mein Liebslings-Zitat im Montag-Sportteil der EZ.

EZ-Land-Frauen-Derby Reichenbach gegen Kšöngen. Reichenbach gewinnt. Fotos: Rudel

Es war ein insgesamt sehr erfolgreiches Wochenende für die Handballer(innen) im EZ-Land. Auch für die Plochinger und Deizisauer in der BWOL scheint es nach schwachem Saisonstart aufwärts zu gehen. Und Landesligist HSG Ostfildern hat endlich den ersten Saisonsieg geschafft. Drittligist TSV Neuhausen dagegen erlebt eine Wechselbad der Gefühle: Eine Woche nach dem grandiosen Comeback-Sieg beim TV Neuhausen/Erms haben die MadDogs gegen die SG Nußloch einen Vorsprung noch aus der Hand gegeben und mit 27:28 verloren. Unglaublich. So wie die Filder-Neuhausener diesmal, müssen sich die Erms-Neuhausener vor einer Woche gefühlt haben. Und der Zweitliga-Absteiger, also Neuhausen/Erms, hat schon wieder verloren.

Hannes Grundler wirft. Wer dieses Foto in der Montagausgabe der EZ findet, ist beim Text zum Spiel der Neuhausener.

Auffallend: Die Frauen sind im Vormarsch. Nicht nur, dass wir mittlerweile so viele Frauen-Teams in den höheren Ligen haben – sie spielen auch sehr erfolgreich. Alle ab der Württembergliga aufwärts haben am Wochenende gewonnen, mit einer Ausnahme, die sich aber nicht verhindern ließ, weil es in der WL ein Derby gab.

Reichenbachs Alisa Stockburger wirft.

Dort gab es für Aufsteiger TSV Köngen eine bittere Niederlage, die aber mit etwas Abstand weniger bitter schmecken dürfte, weil die Reichenbacher Frauen eben richtig stark sind (wie sage ich immer: „Der Gegner spielt halt auch mit“). 38:22 Meine Kollegin Steffi Gauch-Dörre, die für die EZ in der Halle war, war begeistert von Reichenbach. „Vor allem die niedrige Fehlerquote, die starke Abwehr um den Mittelblock Maike Kienzlen und Lisa Breymayer sowie das hohe Tempo brachten die Köngenerinnen an ihre Grenzen“, schreibt sie.

Beste Haltungsnoten: Katharina Seiter.

Der andere Aufsteiger HSG Deizisau/Denkendorf hat auch schon wieder gewonnen und ist Tabellenführer, für den TV Nellingen II läuft es auch gut. Und unser zweithöchstes EZ-Land-Frauenteam TSV Wolfschlugen ist in der BWOL nicht erst seit dem am Ende doch hart erkämpften 26:25-Sieg gegen die HSG Strohgäu mit jetzt 6:2 Punkten auf einem guten Weg.

Maike Kienzlen spielt gut Handball und versorgt die EZ-Redaktion zudem mit Informationen zu den TVR-Frauen. Das war am Wochenende allerdings nicht nötig, weil Steffi Gauch-Dörre aus Reichenbach berichtete.

Einigermaßen locker hatten es die Nellinger Bundesliga-Frauen. Im Pokal gegen ein zwei Klassen tieferes Team muss man sich aber erstmal so souverän durchsetzen. 37:16 bei der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhard – erledigt. Jetzt kommen wieder stärkere Gegner.

Gute Woche allen – und an deren Ende wieder erfolgreiche Handballspiele.

Ein Abend in Neuhausen –
so täuscht man sich

So jubeln Derbysieger. Fotos: Paesler

So, Sonntagabend, ein langer Arbeitstag liegt hinter mir. Aber ich muss hier noch ein bisschen was loswerden. In der vergangenen Woche bin ich ja nicht so zum Schreiben gekommen. Drei Tage lang habe ich bei der EZ mit Kollegen eine Relaunch-Nullnummer produziert – was das ist, lest ihr morgen in der Zeitung – und zwei Tage habe ich bei meinem Sportjournalismus-Seminar referiert.

Es hätte Themen gegeben, etwa das Comeback von Rolf Brack bei Frisch Auf Göppingen. Der Scharnhausener ist irgendwie wieder da, wo er hingehört. Gestern Abend aber bin ich dann – mit dem Fahrrad – nach Neuhausen gefahren. Nach Neuhausen/Erms. Dort habe ich mir das Drittliga-Derby Neuhausen gegen Neuhausen angeschaut. Absteiger Neuhausen/Erms gegen Aufsteiger Neuhausen/Filder.

Von vorne: Die MadDogs beim Aufwärmen.

Es war ein Spiel, das sie auf beiden Seiten nicht so schnell vergessen werden. Vor allem nicht auf den Fildern. Es gehört auch mit Sicherheit zu den interessantesten Handballspielen, die ich gesehen habe. Und das waren einige. Ich habe gestern Abend gleich noch eine Online-First-Version für www.esslinger-zeitung.de geschrieben, die gut gelesen wurde. Als ich heute in der Redaktion meinen Text für die Zeitung geschrieben habe, ist mir in meinem Block diese Notiz aufgefallen: „Zu früh keine Frage, wer das Ding gewinnt.“ Da stand es, so entnehme ich es meinen Aufschrieben, 18:13 für Neuhausen/Erms. Kurz danach fiel das 19:13. Das Ding schien gegessen. So täuscht man sich.

Gemütlich: Die Presseplätze in der Hofbühlhalle.

Denn dann hat Neuhausen/Filder noch gewonnen. 26:24. (Mit den Begrifflichkeiten hatten wir gestern unter den Kollegen übrigens auch unsere Schwierigkeiten – „Neuhausen macht das hinten gut“ – „Neuhausen?“ – „Äh, Filder“). Einen Sieg des Willens hab ich es genannt. Einen Sieg des Glaubens der Filder-Handballer an ihre Stärke. Und dafür war auch Trainer Ralf Bader verantwortlich. Also auch ein Sieg des Trainers. An seiner langjährigen Wirkungsstätte.

Spielbeginn. Neuhausen/Filder in Ballbesitz.

Die Tore haben die Jungs auf dem Spielfeld geworfen. Und die des Gegners verhindert. Aber Ralf Bader hat sie super eingestellt. Und hat ihnen vor allem den Glauben gegeben, dass sie auch so ein Spiel bei einem Favoriten umbiegen können. Das haben sie ja nicht zum ersten Mal geschafft. Und es wird ihnen auch nicht immer gelingen. Aber das gestern war schon ganz stark.

Tor!

In der Mannschaft der MadDogs steckt viel. (noch so ein Sprachspiel: Sechsfach-Torschütze Philipp Keppeler sprach von Underdogs…). Im Trainer steckt auch viel. Den Mann drängt es in die Bundesliga. Irgendwann wird er das auch schaffen. Vielleicht an der Stelle, wo jetzt Rolf Brack sitzt. Womit die Klammer geschlossen wäre.

Mit viel Bewegungsunschärfe: Die MadDogs bejubeln den Derbysieg.

Noch eine Anmerkung: Die Schiedsrichteransetzung war gestern sehr unglücklich. Die Fahrtkosten hielten sich in Grenzen. Aber wenn man den Deizisauer Frank Kraaz mit seinem Bruchsaler Partner Tobias Lay da hinschickt, macht man es allen schwer. Die beiden haben es gut gemacht, hatten ein paar Fehlentscheidungen, haben meiner Meinung nach ein paar Mal zu selten Stürmerfoul gegeben. Aber alles sehr im Rahmen. Man hat mit dieser Entscheidung vor allem ihnen selbst ein Problem bereitet, denn sie konnten es fast nicht richtig machen. Ich hatte ein bisschen den Eindruck, dass sie sich nicht getraut haben, zu sehr für das Neuhausen von den Fildern zu pfeifen. Insgesamt aber: Respekt und Hut ab, auch für die Schiedsrichter. Und, nochmal, war ein klasse Handballabend.

Und ich mach jetzt wirklich Feierabend.

Keine besonderen Gefühle
bei Ralf Bader

Neuhausens Trainer Ralf Bader kehrt heute nach Neuhausen zurück. Ein spannendes Duell. Foto: Rudel


Am heutigen Samstag (20 Uhr) kommt es zum Drittliga-Duell Neuhausen gegen Neuhausen. Für Ralf Bader, den Trainer des TSV Neuhausen/Filder, ist es eine Rückkehr zum TV Neuhausen/Erms.

Für den Reutlinger General-Anzeiger ist das fast schon ein Pflicht-Interview. Mein Kollege Manfred Kretschmer hat mit Ralf Bader gesprochen. „Diese Rückkehr löst bei mir keine besonderen Gefühle aus“, sagt dieser gewohnt pragmatisch.

Hier der Link zum Interview.

Nellingen – drei Spiele, ein Sieg

Nellingens Jennifer Issifou hebt ab und erzielt eines ihrer vier Tore gegen Göppingen. Fotos: Rudel

Erste Siege für den TSV Deizisau, für den TV Plochingen, für das Team Esslingen, für die HeLi-Frauen, für den TV Nellingen II – und für die Nellinger Bundesliga-Frauen!

Aber Hallo, wer hätte das gedacht? Dritter Spieltag, erster Sieg. Und was für ein schöner. Derbyerfolge schmecken besonders süß. Zwar sind die Frauen von Frisch Auf Göppingen auch mit zwei Niederlagen gestartet, aber sie hatten ein Hammer-Auftaktprogramm. Zumindest, was die ersten beiden Spiele betrifft, gegen Nellingen war ein Sieg eingeplant. Dann: 28:26 für die Hornets.

Roxana-Alina Ioneac kämpft sich durch.

Es war der 23. September. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr mussten die Nellingerinnen bis ins neue Jahr – bis zum 21. Januar – und den 12. Spieltag warten, bis es mit dem bis dahin schon kaum mehr erwarteten Sieg geklappt hat. Dem ersten von am Ende gerade mal vier. Ein 26:22 war es damals gegen Mitaufsteiger Neckarsulmer SU.

Jetzt also schon am 3. Spieltag. Was meinem Kollegen Peter Wörz, der für die EZ in der Halle war, besonders gefallen hat: Trainer Pascal Morgant hat schon nach zwei Spielen so einiges verändert und wurde dafür belohnt. „Wir haben alles umgeworfen“, sagte Morgant. Das Wichtigste aber bleibt: Die Einstellung des Teams hat gestimmt, es war Feuer unterm Dach der – mit nur 500 Zuschauern gefüllten – Sporthalle 1. Das war wohl der Unterschied zu den Göppingerinnen. Morgants langjähriger Club übrigens.

Nives Ahlin steigt hoch, aber der Göppinger Block ist da.

Hoffnung macht dieser Erfolg vor allem, weil er viel Selbstvertrauen bringen dürfte. Irgendwann wird niemand mehr davon sprechen, dass die Hornets in der vergangenen Saison sportlich abgestiegen waren und nur wegen des Rückzugs eines Konkurrenten nochmal ein Jahr Bundesliga spielen dürfen. Wenn man in ein paar Monaten noch darüber redet, dann höchstens in Bezug auf die Frage, ob sie ihre Chance genutzt haben.

Es sieht nicht schlecht aus. Zumindest viel, viel, viel besser als vor einem Jahr. Daran müssen sich die Nellingerinnen und ihre Fans erinnern, wenn es mal wieder nicht so läuft. Denn Niederlagen wird es wieder geben. Jedes dritte Spiel ein Sieg – das würde, zumindest wenn man mal auf die Abschlusstabelle der vergangenen Saison schaut, gut reichen. Platz neun wie jetzt wäre aus Nellinger Sicht ein Traum-Ergebnis.

Noch ein Foto vom Sieg des TSV Neuhausen gegen die TSG Haßloch (Timo Flechsenhar beim Wurf). Am Samstag geht es ins andere Neuhausen an die Erms.

Gute Woche allen. Ich habe unter anderem das Vergnügen, am Mittwoch und Donnerstag einigen Volontären und Redaktionskollegen etwas zum Thema Sportjournalismus erzählen zu dürfen. Auch der Blog wird bei dem Seminar  ein Thema sein. Und ich freue mich auch schon auf Samstag und das Drittliga-Derby Neuhausen gegen Neuhausen – Erms gegen Fildern.

Was macht eigentlich Florian Beck?

Florian Beck im Jahr 2013 während einer Auszeit-Ansprache an die Neuhausener Spieler. Fotos: Rudel

Als Florian Beck vor ein paar Wochen gemeinsam mit seinem Sohn Niklas als Zuschauer beim Vesalius-Cup in Köngen war, stellte der Fünfjährige eine Frage: „Papa, warum kennst du hier so viele Leute?“ Immerhin waren sie ein paar Kilometer weg vom heimischen Reutlingen. Beck erzählt die Geschichte lachend. Dem Sohn erklärte er damals, dass er bei dem Vorbereitungsturnier viele Leute getroffen hat, mit denen er früher in seiner Zeit als Handballtrainer zu tun hatte.

Mit Handball kennt sich Niklas aus. Immerhin spielt er selbst schon bei den Minis des VfL Pfullingen. Seine Trainerin ist Heike Locher, die Frau von Markus Locher. Und der war früher Becks Co-Trainer beim Drittligisten TSV Neuhausen. Seit er 17 Jahre alt war, stand der heute 40-jährige Beck als Trainer an der Seitenlinie, zunächst bei der Jugend der HSG Ostfildern, später fünf Jahre lang beim TSV Wolfschlugen und von 2010 bis 2013 in Neuhausen. Seit er bei den MadDogs aufgehört hat, hat man in der Szene nicht mehr viel von Beck gehört. Langweilig wurde ihm trotzdem nicht. Und der Handball spielt in seinem Leben immer noch eine Rolle. Nicht nur wegen Niklas.

Januar 2013: Der Siegerschampus beim EZ-Pokal schmeckt.

Der Hauptgrund, warum Beck damals aufgehört und bei jedem Anruf eines interessierten Vereins abgelehnt hat, waren die Familie und der Beruf. Er ist Sport- und Deutschlehrer an der Riegelhof-Realschule in Nellingen. Seit zwei Jahren hat er zudem einen Lehrauftrag an der PH in Ludwigsburg und bringt dort angehenden Sportlehrern das Thema Handball näher. Aber er hat das Leben ohne Wochenend-Verpflichtungen in den Hallen verschmeckt. „Das erste halbe Jahr war noch hart“, erzählt er, „aber zum ersten Mal habe ich die freie Zeit so richtig schätzen gelernt, als wir Urlaub gemacht haben, wie es eine ganz normale Familie macht.“

2009: Beck als Coach des TSV Wolfschlugen

Im Winter konnte Beck seiner zweiten großen Sport-Leidenschaft Skifahren nachgehen, im Sommer ging es drei Wochen in die Ferne. „Das war der größte Gewinn für die Familie Beck. Früher mussten wir alles um die Vorbereitung und den Spielplan organisieren.“ Deshalb soll sich das auch nicht ändern. Über Anfragen hat er sich gefreut und sie als Wertschätzung betrachtet, aber „der Deal mit der Familie“ – neben Niklas gibt es noch das zweieinhalbjährige Töchterchen Ida – ist ein anderer. Und Beck ist höchst zufrieden damit.

Beck hat noch Kontakt zu ehemaligen Weggefährten, etwa zur Familie Stoll in Wolfschlugen oder eben zu Markus Locher in Neuhausen. Ansonsten lebt er seine Leidenschaft für den Sport als Schulbeauftragter des Handball-Bezirks Esslingen-Teck und als Regierungsbezirksbeauftragter aus. Dabei organisiert er vor allem Turniere im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“.

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.“ Beck (rechts hinten) im Jahr 2015 mit der Mannschaft der Riegelhof-Realschule Nellingen. Foto: e

Wie viel Spaß ihm der Handball noch bereitet, spürt man, wenn Beck von einem Erlebnis aus dem Jahr 2015 erzählt: Da qualifizierte sich die Mannschaft der Riegelhof-Realschule für das Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“: „Auch wenn wir in Berlin nur Vorletzter geworden sind, weil sich unser bester Spieler Marvin Thumm früh verletzt hat, war es ein riesen Erlebnis.“

Beck pflegt seine Kontakte, so gut es geht. Zum letzten Mal bei einem Spiel in der Halle war er bei einer Begegnung der A-Jugend-Bundesliga des TV Bittenfeld. Denn da spielt sein ehemaliger Schüler Thumm.

Ein früher Beck: 2005 auf der Wolfschlugener Bank.

Beck weiß auch schon, wann er wieder zu einem Spiel gehen wird. Natürlich in seiner neuen Rolle als Zuschauer: Am Samstag, 30. September, kommt es in der 3. Liga zum Duell Neuhausen gegen Neuhausen: Zweitliga-Absteiger TV Neuhausen/Erms gegen BWOL-Aufsteiger TSV Neuhausen/Fildern, Becks früherer Club.

Vielleicht nimmt er ja seinen Sohn mit. Es ist nicht weit von Reutlingen. Und immerhin werfen Niklas‘ Pfullinger Tore in einer Jugendspielgemeinschaft mit Neuhausen/Erms.