Sodele. Das erste der vielen Gerüchte, die durch das EZ-Land geistern, ist bestätigt – und das erste zweifelsfrei entkräftet. Beides Mal hat es mit dem Namen Brack zu tun. Nicht mit Rolf Brack, der ist immer noch in Balingen, sondern mit seinen Söhnen Daniel und Benjamin. Daniel, so steht es auch morgen schwarz auf weiß in der EZ (Seite 17), wird ab dem Sommer Spielertrainer beim Württembergligisten TV Plochingen. Da war also was dran. Benjamin aber wird nicht Coach beim Landesligisten HSG Ostfildern. Da war also nichts dran, es gab offensichtlich auch keine Gespräche – so wurde es mir jedenfalls gesagt. Ob Benjamin Brack in Unterensingen bleibt, heißt das allerdings noch nicht. Die HSG ist trotzdem mit einem Trainer kurz vor dem Abschluss, Daniel Weith vom Sportlicher-Leiter-Trio hat mir versprochen, dass spätestens Ende der Woche alles klar ist.
In Plochingen herrscht jedenfalls große Euphorie. Abteilungsleiter Thomas Nagel war total happy, als er mir die Sache heute offiziell bestätigen durfte. Daniel Brack dagegen versucht, die Euphorie etwas zu bremsen. „Man darf keine Wunderdinge von mir erwarten“, betont er. Zum einen, weil der TVP erst mal in der Liga bleiben muss, zum anderen, weil Brack zwar auch zum Ball greifen wird und es mit Sicherheit immer noch kann, aber das Ding auch nicht alleine geschaukelt bekommt. Und dann betont der neue TVP-Trainer, dass er zwar voller Engagement an die Aufgabe herangehen, aber nicht mehr Handball-Profi sein wird. Der Mann wird Lehrer (Sport und BWL), das ist ab jetzt sein Haupt-Job. Und dann ist da ja noch die Familie. Daniel Brack wohnt mit Frau und dem 14 Monate alten Bono wieder in Esslingen.
Ich hatte früher mal regelmäßig mit Papa Brack zu tun, vor meiner Zeit bei der EZ. Er war Trainer in Pfullingen, ich habe als freier Mitarbeiter für Zeitung und Radio gearbeitet. Mein Eindruck heute beim Telefonat mit Sohn Daniel: Die müssen miteinander verwandt sein. Netter Kerl, sehr offen, schlagfertig. Dass er als Trainer was drauf hat, davon kann man nicht nur wegen der Gene ausgehen: Bei seiner ersten Station in der zweiten Schweizer Liga hat Daniel Brack den HC KTV Altdorf als Abstiegskandidat übernommen, als er die Schweiz im Dezember verlassen hat, war das Team Tabellenführer. Brack macht das stolz („Es war eine riesen Erfahrung voller gewinnbringender Eindrücke“), will aber nicht, dass daraus in Plochingen zu hohe Erwartungen abgeleitet werden. Dennoch kann man dem TVP zu der Verpflichtung gratulieren.
Ich bin mal gespannt, was für eine Mannschaft der TVP in der kommenden Runde haben wird. Die vergangenen beiden Spielzeiten mit dem Abschied von Volker Greiner, der missglückten Zusammenarbeit mit Jens Geiselhart und der Übernahme durch Martin Spieth und Rainer Hauff (der übrigens der Erste war, der Daniel Brack angerufen hat), vor allem aber der Abstiegskampf waren nicht einfach. Ich hoffe, dass der TVP in der Württembergliga bleibt und dann erst einmal in ruhigeres Fahrwasser kommt. Immerhin ist es einer unserer Traditionsclubs.
In Plochingen glauben sie fest daran. Denn auch wenn der Neue gut daran tut, die Erwartungshaltung „auf einem realistischen Niveau“ halten zu wollen – der Name Brack steht nunmal für Erfolg.
Hier noch drei Mal Daniel Brack:
Im Jahr 2008 mit Balingen-Weilstetten gegen Kiel. Das Bild ist morgen auch in der EZ.
Den Herrn rechts kennen wir auch.
Und mit vorbildlicher Wurfhaltung schon im Jahr 2000 im Trikot der Scharnhausener Jugend.








